Das Programm

Referenten & Referentinnen

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex - ein Praxisbeispiel für kleine und mittlere Unternehmen

Clemens Arnold
, Partner und Unternehmensberater bei 2bdifferent

Nils Tiemann, Projektmanager, Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Persönliches Statement Clemens Arnold:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich mit dem Thema einfach anzufangen – nicht perfekt sein zu wollen und sich das in allen beruflichen und persönlichen Lebenslagen immer wieder bewusst zu machen. Jeder noch so kleine Schritt hilft zur Verbesserung sozialer oder ökologischer Belange!"

Persönliches Statement Nils Tiemann:
"Im Sinne eines nachhaltiges Veranstaltungsmanagement gilt es, negative ökologische und soziale Auswirkungen permanent zu minimieren. Der DNK unterstützt als der zentrale Transparenzstandard in Deutschland auch Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft über eine transparente Berichterstattung in ihrer nachhaltigen Entwicklung.“

Dem Trend nach werden sich in 2018 KMUs insbesondere aus der Veranstaltungswirtschaft mit dem Thema der Nachhaltigkeitsberichterstattung auseinandersetzen. Auslöser hierfür sind in vielen Fällen die berichtspflichtigen Auftraggeber, die ihre Dienstleister im Rahmen der Lieferkette in ihre Berichtpflicht einbinden. Anhand eines Praxisbeispiels wird die Umsetzung der Nachhaltigkeitsberichtserstattung mit Hilfe des Deutschen Nachhaltigkeitskodex aufgezeigt.

Nachhaltigkeit in Forschungseinrichtungen: 
Von der Planung bis zur Umsetzung

Philipp Bergeron, Strategische Services /Nachhaltigkeit, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Persönliches Statement Phillipp Bergeron:
„Nachhaltigkeit heißt für mich in der Balance zu sein und  verantwortungsvoll zu leben – hier, heute und in der Zukunft. Für uns im DLR läuft dieser Prozess auf mehreren Ebenen ab, auf der Forschungsseite an sich, allerdings auch in den Köpfen, der Wahrnehmung und den Arbeitsprozessen innerhalb des Unternehmens.“

Das DLR möchte seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und im Sinne nachfolgender Generationen wirken. Nachhaltigkeit ist daher in der Gesamtausrichtung und den Leitlinien des DLR verankert. Neben den klassischen Aspekten der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und Soziales hat das DLR für sich auch die Komponente Wissenschaft und Technik mit einbezogen. Darauf basierend wurden für das DLR zwei Nachhaltigkeitsrichtlinien abgeleitet:

• Forschen für die Nachhaltigkeit
• Nachhaltiges Forschen und Arbeiten

„Forschen für die Nachhaltigkeit“ unterscheidet eine Forschungseinrichtung von anderen Unternehmen, da in diesem Zusammenhang konkrete Forschung und Entwicklung zu Nachhaltigkeitsaspekten durchgeführt wird. Die Ergebnisse der Forschung werden auch in Form von Messen und Kongressen der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Veranstaltungen müssen dann folglich auch Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Nachhaltig.Inspirierend.
Messekonzept für die DAW auf der BAU 2017

Michaela Kruse, CEO der MIKS GmbH

Persönliches Statement von Michaela Kruse:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich, mein gesamtes persönliches Umfeld, meine Umwelt als Teil meiner „friends & family“ aufzufassen. Inklusive aller Aspekte meiner Agentur, der Mitarbeiter, der Kunden und der Ressourcen & Resultate. Mir liegt an deren langfristigem Wohl, quasi im Sinne der drei Säulen der Nachhaltigkeit, selbst wenn Teile davon eigene Wege gehen. Scheint mir nur natürlich."

Nachhaltig.Inspirierend.

So lautet nicht nur der Titel des Messeauftritts der DAW-Gruppe zur BAU 2017, so lässt sich auch der Prozess zur unternehmerischen Nachhaltigkeit beschreiben. Anhand eines beispielhaften Events zeigen Aussteller und Kreativagentur MIKS die Möglichkeiten zur Berücksichtigung aller drei Stränge der Nachhaltigkeit und deren erfolgreichen Kommunikation für Unternehmen und Marken.

"Nachhaltigkeit von Morgen" schon heute ins Auge fassen!

Patrick Brüggmann, Bachelor-Student Sport- & Eventmanagement
Claus Holtmann, studierter Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer von Holtmann Messe+Event GmbH+Co.KG

Persönliches Statement von Patrick Brüggmann:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass wir die Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Nur wenn wir den Erhalt der Ressourcen sicherstellen, kann unser Planet und unsere Gesellschaft in dieser Form weiterbestehen. "

Persönliches Statement von Claus Holtmann:
"Nachhaltigkeit ist für einen Familienunternehmer in der 2. Generation eine quasi verinnerlichte Unternehmenshaltung: ökonomische und ökologische Balancen global so herzustellen, dass noch viele Generationen folgen können."

Während wir uns heute intensiv mit der Nachhaltigkeit der eigenen Betriebe, Produkte und Projekte befassen, wird schon jetzt klar, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit nur möglich wird, wenn die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens berücksichtigt wird. Schon morgen könnte dies Standard für solche Untersuchungen oder Betrachtungen werden. Eine Bachelorarbeit erarbeitete Ansätze für eine solche Erfassung und Befragung am Beispiel eines Messeprojektes mit internationalen Zulieferern und gibt ein erstes Bild über den Status Quo. Ein Fragenkatalog und zusammengefasste Nachhaltigkeitsprofile der Anbieter geben Anregungen zur Nachahmung.

Glaubhaft nachhaltig Handeln – mit System und Zertifikat!

Jochen Buser
, GUTcert - GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit und „Corporate Social Responsibility“ sollten mehr sein als inflationär verwendete Worthülsen: Allein die Unternehmenskommunikation zu perfektionieren, reicht nicht aus. Wir alle brauchen vielmehr den Mut für ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement, das, verbindlich in der Organisation verankert, als Vorbild in den Alltag von uns Mitarbeitern strahlt. Setzen wir so die Saat für Verbraucher, die ihren Konsum nach dem „Cradle to Cradle-Prinzip“ kritisch hinterfragen, sind wir schon mitten im kontinuierlichen Verbesserungsprozess für eine glücklichere Welt."

Nachhaltigkeit gerne – aber Normen und Managementsysteme? Sind die nicht bürokratisch, unverständlich und nutzlos?

Ganz im Gegenteil: Richtig umgesetzt stärken zertifizierte Systeme nach EMAS, ISO 14001 & Co. Ihre Glaubwürdigkeit und schaffen öffentliches Vertrauen. Sie werden motiviert, Dinge zu hinterfragen und fortlaufend zu verbessern – nicht selten gewinnbringend.

Kommen Sie mit auf eine Zeitreise vom ersten Gedanken an ein Managementsystem bis hin zum Zertifikat: • Welche Systeme sind in der Eventbranche relevant?
• Was bringt das für mein Unternehmen?
• Was erwartet mich?
• Und was hat das alles mit Nachhaltigkeit zu tun?

Handfest handeln: Global Goals, CO2-Fußabdruck und Klimaziele in der Live-Kommunikation

Julian Ekelhof
, Director CO2OL Climate Solution

Persönliches Statement:
"Nachhaltiges Handeln bedeutet zu verstehen, welche Fragestellungen sich aus den aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen ergeben. Weder eine Abwehrhaltung noch blinder Aktionismus helfen auf dem Weg zu zukunftsfähigem Wirtschaften."

Nachhaltiges Handeln ist in aller Munde. Wie lassen sich Worthülsen in echte unternehmerische Veränderung lenken?

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) setzten zuletzt ein weltweites Umdenken zu nachhaltigem Wirtschaften in Gang. Die Anwendung im eigenen Unternehmen bleibt aber eine Herausforderung. Dabei helfen konkrete Indikatoren. Im SDG13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ ermöglichen ein CO2-Fußabdruck und aufbauende Science-Based-Targets eine Einordnung, um den Weg zum 2°-Grad Ziel für jedes Unternehmen aufzuzeigen. Weitere praktische Beispiele aus der Branche zeigen, dass die SDG in der Live-Kommunikation angekommen sind.

Face-to-Face-Interview mit Helge Thomas

Shai Hoffmann
, Social Entrepreneur, Speaker, Coach und Aktivist

Persönliches Statement:
"An diesem Leben teilhaben zu dürfen, ist für mich das schönste Geschenk. Doch für viele Menschen auf dieser Welt, ist es das leider nicht. Nachhaltigkeit bedeutet für mich, möglichst vielen Menschen auf dieser Erde ein menschenwürdiges und gerechtes Leben zu ermöglichen. Jede*r von uns kann durch bewusste Entscheidungen und Forderungen, ein kleines Stückchen Gerechtigkeit herstellen. Die Macht und Möglichkeit der Crowd ist das, was mich antreibt."

Shai Hoffmanns Leben ist bisher alles andere als linear verlaufen. Er wird über seinen Lebensweg und die dazugehörigen Stellweichen sprechen, die zu seiner heutigen Arbeit geführt haben. Durch Projekte mit gesellschaftlicher bisweilen politischer Relevanz, versucht er möglichst viele Menschen mit auf die „Reise" zu nehmen, um für aktuelle gesellschaftspolitische Themen zu sensibilisieren. Apropos Reise: Shai wird über einige Erkenntnisse seines Herzensprojektes „Bus der Begegnungen“ sprechen und Ihnen den Bus der Begegnungen 2.0 vorstellen. Vielleicht begeben Sie sich dann gemeinsam auf die Reise?

#SDG47 – zentral für die Nachhaltige Entwicklung

Prof. Dr. Ulrich Holzbaur
, Professor im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Aalen

Persönliches Statement:
"Nachhaltige Entwicklung will ein lebenswertes Leben für alle umsetzen. Dazu muss man nicht nur global denken und lokal handeln, sondern auch zukunftsorientiert denken und jetzt handeln. Die Erlebnisorientierung in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft für alle."

Unter den 169 Unterzielen der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen spielt das Unterziel 4.7 eine besondere Rolle: Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur ein zu erreichendes Ziel  sondern auch das wichtigste Mittel um eine Nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Sie hat auch in dieser Dualität wichtige Parallelen zum Eventmanagement: Nachhaltigkeit von Veranstaltungen als klassischen Sinne (Green Events) einerseits und Umsetzung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung durch Veranstaltungen und Erlebnisorientierung andererseits generieren eine hohe Synergie zwischen dem SDG 4.7. und der Live-Kommunikation.

Von der Selbstverständlichkeit, nachhaltig zu sein. – Ein stetiger Prozess.

Michael Kiesewetter, Geschäftsführer bei Walbert-Schmitz GmbH & Co. KG

Anna Wisniewski, Marketing/Vertrieb, Walbert-Schmitz GmbH & Co. KG

Persönliches Statement von Michael Kiesewetter:

"Als Unternehmenslenker denken wir seit jeher an das Morgen, aber auch schon an das Übermorgen. Vorausschauendes, langfristiges und nachhaltiges Handeln ist Voraussetzung für den Fortbestand. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit dabei in einem hoch dynamischen Markt in Einklang zu bringen, ist eine spannende Herausforderung."

Persönliches Statement von Anna Wisniewski:
"Nachhaltigkeit heißt für mich, mir selbst treu zu bleiben sowie im Privaten und Beruflichen Zukunft mitzugestalten."

Als Familienunternehmen ist das Thema „Nachhaltigkeit“ für uns gelebte Philosophie. Dabei geht es uns nicht nur um ökologische Aspekte, sondern insbesondere auch um Aspekte ökonomischen und sozialen Handelns. Wir haben uns 2010 auf den Weg gemacht, instinktive Abläufe in einen strukturierten Prozess zu bringen. Wir geben anhand unseres persönlichen Nachhaltigkeitsprozesses Antworten auf gesellschaftliche Entwicklungen und erklären, wie wichtig selbstkritisches Hinterfragen und Handeln mit Maß ist.

CSR Storytelling - Herausforderungen, Grenzen und Möglichkeiten am Beispiel der IMEX Group

Tanja Knecht
, The IMEX Group

Persönliches Statement Tanja Knecht:
"Nachhaltigkeit hat für mich viel mit persönlichem Handeln zu tun. Jeder kann sich fragen „was kann ich tun?“, auch wenn es Kleinigkeiten sind. So entsteht Veränderung. Für mich persönlich fängt dies auf einer ganz persönlichen Ebene bei der Kindererziehung an. Ich möchte meinem Sohn vorleben, dass sich auch schon ganz junge Menschen engagieren können und etwas bewegen, eine Veränderung anstoßen können. So haben wir gemeinsam eine kleine Kinder-Charity-Initiative gegründet, die traumatisierte und benachteiligte Kinder zu heilsamen Tagen in die Natur einlädt – eine eigene Form von nachhaltigen Events."

Storytelling und CSR – passt das zusammen? Wie muss CSR gestaltet sein, um glaubwürdig und nachhaltig strategisch zu sein? Darf darüber im Sinne von „Tue Gutes und sprich darüber“ berichtet werden? Und wo ist die Grenze zum Green- oder Bluewashing? Der Vortrag beleuchtet anhand des konkreten Beispiels der IMEX Group, worauf es bei der Entwicklung der eigenen CSR Strategie ankommt, welches die wesentlichen Herausforderungen sind und wie Storytelling – richtig konzipiert und umgesetzt - als Ausgestaltung dieser Strategie intern und extern wirken kann.

Forum Inklusion: SOZIALHELDEN und Raúl Krauthausen

Inklusions-Aktivist und Gründer der SOZIALHELDEN Raúl Krauthausen wird in enger Zusammenarbeit mit den Veranstaltern ein eigenes Forum zum Thema Vielfalt und Teilhabe gestalten.

Persönliches Statement:
"Uns ist es wichtig, für eine vielfältige Gesellschaft zu werben. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, die Umwelt zu schonen, sondern auch das z.B. Menschen mit und ohne Disikriminierungserfahrung auf Augenhöhe einander begegnen. Dafür müssen auch Barrieren beseitigt und Räume des Austauschs geschaffen werden."

Raul Krauthausen kämpft gegen viele Barrieren. Pointiert erzählt der Inklusions-Aktivist und Blogger von seinen Erlebnissen als Mensch mit einer Behinderung auf Veranstaltungen und in den Medien. Mit viel Humor sensibilisiert er, für die Rechte behinderter Menschen in der Gesellschaft zu kämpfen.
Der Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins „Sozialhelden“ setzt sich schon seit vielen Jahren u.a. mit den Projekten Leidmedien.de und ramp-up.me für Inklusion in der Medien- und Eventlandschaft ein. „Es ist ein großer Unterschied, ob man behindert ist oder behindert wird“. Wie sich Behinderungen im Alltag vermeiden lassen, demonstriert er anhand zahlreicher Beispiele.

Entertain me - but don't bullshit me.

Daniel Krieg
, Founder/CEO KSP Krieg Schlupp Partner, Zürich

Persönliches Statement:
Frei nach Lichtenberg: "Nicht alles, was sich ändert, wird besser. Aber alles, was besser werden soll, muss sich ändern."

Nachhaltigkeit ist ein Innovationstreiber und Wettbewerbsvorteil. Es gibt keinen Customer Value mehr ohne Public Value. Legalität ist Grundbedingung - und Legitimität auch. Purpose-Trust-Transparency, so heisst der neue, kategorische Imperativ der Kunden und Märkte. Gerade auch und wegen der Digitalen Transformation und Disruption. Green, Clean, Fair, True & Sexy, das ist die Herausforderung. Wie geht man in der Kommunikation und Markenführung damit um? Denn Attraktivität ist alles, aber ohne Glaubwürdigkeit ist alles nichts. Instrumente und Praxisbeispiele.

CSR – Reputationstreiber oder PR-Kosmetik?

Anja Krutzke
, CB.e Clausecker | Bingel AG

Persönliches Statement:
"In Zeiten gestiegener gesellschaftlicher Erwartungen und hoher Transparenzansprüche ist es wichtiger denn je, CSR ganzheitlich zu betrachten und in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Greenwashing-PR zur Verbesserung des Images oder als Ablenkungsmanöver hingegen kann die Reputation eines Unternehmens nachhaltig schädigen."

Eine nachhaltige Unternehmensführung trägt entscheidend zur Reputation bei. Allerdings fehlen häufig langfristige Strategien, klare Verbindlichkeiten und ein eindeutiger Unternehmensbezug: Oft werden CSR-Maßnahmen lediglich zur Imagepflege eingesetzt, und der erhoffte Nutzen bleibt dann aus. Worauf müssen Unternehmen beim CSR-Engagement achten? Was sind die Faktoren für eine erfolgreiche CSR-Kommunikation? Und wie lässt sich Kommunikation insgesamt nachhaltig gestalten? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich Anja Krutzke in ihrem Vortrag und zeigt Best Practices und Worst Cases.

Veranstaltung für die Ohren: Zugang blinder und sehbehinderter Menschen zu Messen und Events

Heiko Kunert
, Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg

Persönliches Statement:
"Das Engagement für Barrierefreiheit und Inklusion verlangt Beharrlichkeit, Geduld, aber auch Renitenz. Es lohnt sich aber, weil nur eine inklusive Gesellschaft eine nachhaltige Gesellschaft sein kann, an der alle Menschen teilhaben und von der alle profitieren."

In Deutschland leben rund 150.000 blinde und 1,2 Mio. sehbehinderte Menschen. Bei Messen, Events und Kongressen sind sie - sowohl als Teilnehmer als auch auf dem Podium – unterrepräsentiert. Gründe hierfür sind der fehlende Zugang zu stark visuell aufbereiteten Vortrags- und Ausstellungsinhalten, Barrieren bei der Orientierung in großen Veranstaltungsräumen oder gar auf einem Außengelände und oft schon die Hürden bei der Anmeldung über eine nicht zugängliche Website. Heiko Kunert, selbst blind, gibt als Experte in eigener Sache praktische und pragmatische Tipps für Eventplaner und Organisatoren.

Wie ticken Journalisten?

Dipl.-Volksw. Ingo Leipner, freier Wirtschaftsjournalist, Textagentur „EcoWords“

Persönliches Statement:
"Für mich geht Nachhaltigkeit beim frischen Buchengrün im Frühjahr los: Wenn wir lernen, die Natur mit ihren endlosen seelischen Ressourcen zu schätzen, dann sind unsere zerstörerischen Konsummuster viel leichter zu überwinden."

"When a dog bites a man, that's not news. But when a man bites a dog, that's news."
Charles A. Dana (Herausgeber der New York Sun, 1882)

Wenn ein Thema dieser Idee entspricht, ist es fast schon „verkauft“. Denn: Hohe Hürden sind zu nehmen, um in der Öffentlichkeit PR-Themen zu lancieren. Gerade in Sachen Nachhaltigkeit, weil der Begriff ziemlich verbraucht ist. Dazu wird es immer wichtiger, sich die „Denke“ von Redakteuren oder Journalisten vor Augen zu führen. So fordert eine aktuelle Stellenanzeige der „Märkischen Allgemeinen“: „ein Gespür für interessante Service-Themen“. Genau um dieses „Gespür“ gehts im Vortrag, der als kleine „Themenkonferenz“ angelegt ist: Von Anfang an sind die Teilnehmer aktiv dabei und drehen Ideen so lange, bis ein attraktives Thema gefunden ist. Erstaunlich, welche neuen Aspekte dabei auftauchen.

DLR-CONFERENCE ON CLIMATE CHANGE
Nachhaltigkeits- und Eventkonzept

Jürgen May, Geschäftsführer 2bdifferent

Petra Naoum, Leiterin Eventmanagement vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Persönliches Statement Jürgen May:
"Wer heute nicht die Gesellschaft und Umwelt in ihrer Qualität in sein Kerngeschäft einbindet, wird zukünftig ökonomisch keinen Erfolg haben!"

Persönliches Statement Petra Naoum:
"Das Thema Planung und Durchführung von nachhaltigen wissenschaftlichen Veranstaltungen rückt auch beim DLR immer stärker in den Fokus. In diesem Sine lautet mein Credo: Im Einklang mit den verbindlichen Vorgaben durch die Beschafffungsordnung und internen DLR Regularien durch ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagement dazu beizutragen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt insgesamt zu reduzieren."

Wenn eine Vielzahl international renommierte Klimaforscher und internationale Politiker bei der Klimakonferenz 2018 in der Flora Köln über die Herausforderungen des Klimawandels diskutieren, soll auch die Veranstaltungsproduktion der Konferenz Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Die DLR-CONFERENCE ON CLIMATE CHANGE bietet vielfältige Möglichkeiten, mit zahlreichen kleinen und größeren Maßnahmen Ressourcen zu sparen, energieeffizient zu arbeiten, eine sinnvolle Logistik sowie ein Lieferantenmanagement nach sozialen- und ökologischen Kriterien umzusetzen. Dazu stellte das DLR sämtliche eigene organisatorischen Schritte als auch externe Partner, Lieferanten und Dienstleister auf den Prüfstand. Vor diesem Hintergrund wurde 2bdifferent seitens des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) beauftragt, einen Blick auf die Geschäftsbetriebe der Lieferanten und Dienstleister für die DLR - CONFERENCE ON CLIMATE CHANGE zu werfen. Unter nachhaltigen Gesichtspunkten wurde ein Bild über die aktuelle Nachhaltigkeitsperformance der Vertragslieferanten und Eventdienstleister gewonnen. In einigen Fallen wurden Eventdienstleister zum Nachbessern Ihrer Nachhaltigkeitsperformance gebeten oder der Auftrag nicht erteilt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Prozesse und die Messbarkeit definierter Ziele für ein nachhaltiges Eventmanagement.

EMAS Zertifizierung der Weltklimakonferenz COP 23

Jan-Michael Rudzik, VAGEDES & SCHMID

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit bedeutet für uns in der täglichen Agenturarbeit und auch für mich persönlich, unser tägliches Handeln so ressourcenschonend wie möglich auszurichten, damit es nicht zu Lasten nachfolgender Generationen geht. Dies fängt bei jedem persönlich an, nur so kann nachhaltiges Denken zu nachhaltigem Handeln werden."

Eine COP – 2 Zonen, 55.000 qm temporäre Bauten mit rund 160 Ausstellungsflächen, 39 Länderpavillons, 15 Meetingräume und über 400 Side Events. Raum für 25.000 Teilnehmer aus 196 Ländern, über 70 beteiligte Gewerke mit ca. 5.000 Mitarbeitern für Auf-/Abbau und Durchführung sowie ein rund 100-köpfiges Vagedes & Schmid Organisationsteam - und das Ganze nach EMAS Regeln umweltfreundlich zertifiziert. Ausgehend von den Nachhaltigkeits-Zielsetzungen soll die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes vorgestellt werden. Es soll aufgezeigt werden, wie Vagedes & Schmid als Generalübernehmer und verantwortliche Agentur für die Steuerung des EMAS-Prozesses, die Aufgaben der Implementierung, des Reportings und Controllings ausgeführt hat. Zudem soll gezeigt werden, wie die externen Dienstleister eingebunden wurden und welche Verpflichtungen im Rahmen der Zertifizierung auf diese zukamen.

Herausforderungen und Lösungen der Inklusion am Messeplatz Berlin - aus Betreibersicht.

Heiko Sailer

Statement Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit darf nicht nur eine Worthülse sein. Sondern ist für mich der einzige Weg die immer knapper werdenden Ressourcen  für alle Menschen zur Verfügung zu stellen und unsere  Zukunft zu sichern. Hierbei ist Dogmatismus nicht angebracht wohl aber Achtsamkeit und stetige Reflektion des eigenen Handelns.“

Wie stellt sich die Messe Berlin GmbH der Herausforderung der Inklusion und welche Lösungen gibt es? Dies ist die Frage, mit der sich Heiko Sailer in seinem Vortrag befassen wird. Hierbei wird er die Herausforderungen eines, in Teilen, über neun Jahrzehnte gewachsenen Messegeländes mit einer sehr heterogenen Gebäudestruktur darstellen. Aber auch Lösungen und Lösungsstrategien der Messe Berlin GmbH aufzeigen und erläutern. Er wird versuchen, das Spannungsfeld aus Sicht des Betreibers mit der Perspektive des inklusiven Gedankens zu verknüpfen. Also, was heißt es, eine inklusive Kultur und Strukturen zu schaffen sowie Praktiken und Bewusstsein (weiter-) zu entwickeln.

Events für Gehörlose und Hörende. Was ist bei Events mit gehörlosen Gästen zu beachten?

Axel Schiel, Moderator und Jongleur, Mitbegründer des Künstlernetzwerks Showpaket, Initiator des ersten inklusiven Kulturfernsehens

Persönliches Statement:
„Bei Inklusion geht es um die Stärken der Menschen – nicht um Behinderungen! Der Einblick in andere Kulturen, wie z.B. in die Gehörlosenkultur ist spannend und erkenntnisreich. Wer begreift, dass taube Menschen „einfach nur“ eine andere Sprache - und zwar Gebärdensprache -sprechen, verwandelt eine Barriere in eine Fremdsprache, die erlernt werden kann.“

Was ist bei Events mit gehörlosen Gästen zu beachten? Am Beispiel Taubheit wird aufgezeigt, welches kreative Potential in der Planung inklusiver Events liegt und wie Sie dieses für erfolgreiche Veranstaltungen nutzen. Axel S., selbst Künstler und Veranstaltungsprofi gibt wertvolle Tipps zur Gestaltung von barrierefreien Events. Neugier, gegenseitiges Verständnis und der Abbau von (Denk-)Barrieren folgen wie von selbst.

Personal Design – Das Palatin zeigt den Weg in die Zukunft

Klaus Michael Schindlmeier, Best Western Plus
Palatin Kongresshotel Wiesloch

Persönliches Statement:
"Hotellerie ist Zukunft – und wir arbeiten daran!"

Lehrjahre SIND Herrenjahre: Durch eine gute Ausbildung werden entscheidungsfreudige, selbstbewusste, zielorientierte, zukunftserfassende und teamfähige Mitarbeiter in die Gast- und Veranstaltungsbranche integriert. Es ist elementar wichtig, dass man mit Mitarbeitern, Studierenden und Auszubildenden auf Augenhöhe kommuniziert und sie ernst nimmt. Regelmäßige Trainings, Mitarbeiteraustauschprogramme, Projektmanagement und wachsende Verantwortungsbereiche führen zu selbstbewussten, engagierten Mitarbeitern – und damit auch zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg. „Das Palatin ist, was du draus machst“: Das Kongresshotel in Wiesloch geht außergewöhnliche Wege, besonders auch in seiner nachhaltigen Personalentwicklung und -bindung.

Nachhaltigkeitsberichterstellung auf Knopfdruck - Das Praxisbeispiel expopartner GmbH

Simon Schnabel, Leiter Produktmanagement bei der 360report GmbH

Sabine Andreas, Senior Communications Manager, expopartner GmbH

Persönliches Statement Simon Schnabel:
„Nachhaltiges Handeln ist meine Grundüberzeugung und bedeutet für mich jeden Tag beruflich und privat so zu handeln dass auch künftige Generationen noch eine lebenswerte Welt vorfinden. Dazu zählt auch, Starthilfe auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften zu geben und Veränderungen anzustoßen.“

Persönliches Statement Sabine Andreas:
„Nachhaltigkeit geht für mich weit über ökologisch und sozial verantwortungsvolles Denken und Handeln hinaus. Gerade in der auf schnelle Effekt getrimmten Marketingwelt, in der wir uns bewegen, sollten wir immer die Frage nach der anhaltenden Wirksamkeit stellen. Das  führt automatisch zu einem  bewussteren Umgang mit Ressourcen.“

Die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung steigen ständig, die Ressourcen im Unternehmen zur Erfüllung dieser jedoch nicht. Auch die Einarbeitung ist zeitaufwendig Mit 360report kann der Berichterstellungsprozess auf ein Minimum zu reduziert werden. Es wird ein Überblick über Funktionsweisen der Software gezeigt und anhand des Praxisbeispiels der expopartner GmbH die Digitalisierung von Prozessen vorgestellt, das Sie selbst in die Lage versetzt, Ihren Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen.

CSR Berichtspflicht verändert Auftragsvergaben, beeinflusst
unser tägliches Handeln. Digitalisierung - Motor oder Bremse?

Alexander Schmidt
, Geschäftsführer evenco GmbH & Co. KG & FAMAB-Vorstand für Technik & Umwelt

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit ist für mich Menschen mitzunehmen, neue Anstöße zu geben, Multiplikatoren zu finden, Unterstützer für Veränderungen zu suchen, der bewusste Umgang mit Ressourcen."

Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen. Dabei geht es um Wertschöpfungsprozesse, Material- und Informationsflüsse, Umwelt und Gesundheit, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Soziales und Gesellschaftliches. Radikal haben sich Branchen in den letzten Jahren modernisiert und professionalisiert. Informationen und Entscheidungen werden in Sekundenschnelle geteilt und miteinander vernetzt. Interaktive Kommunikation innerhalb der Infosphäre kann die Nachhaltigkeit unseres Handelns beeinflussen. Inhalte in virtueller Realität darzustellen, daraus Entscheidungen zu treffen, wird Ressourcen sparen. Digitalisierung kann uns helfen nachhaltiger zu agieren.

Nachhaltig liefern

Silke Schulte
, Geschäftsführerin ESG Einkaufs- und Servicegesellschaft

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass Jeder etwas im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Erhaltung unserer Umwelt umsetzt - egal ob ökonomisch, ökologisch oder sozial. Angefangen bei der Erziehung der eigenen Kinder bis zum Berufsumfeld. Ich begeistere mich immer wieder für die Kreativität unserer Branche und glaube daran, dass auch unsere niemals grüne Branche etwas dazu beitragen kann. Etwas ist mehr als gar nichts!"

Der Nachweis nachhaltiger Wertschöpfungsprozesse in der Lieferkette wird für Messebau- und Medientechnikunternehmen, Cateringbetriebe und Eventagenturen sowie für Locations, Hotels und Messegesellschaften immer wichtiger. Um den Anforderungen eines Supply-Chain-Managements seitens der Auftraggeber gerecht zu werden, muss bspw. der Messebauer seinen Materiallieferanten in die Belegkette einbinden. Nachweise zu den Ressourcenverbräuchen und der Herkunft der eingesetzten Materialien ist nur eine Seite der Anforderungen. Noch stärker von Lieferanten gefordert werden vor allem im Rahmen der EU-Berichtspflicht Informationen zur Umwelt-, Sozial- und Gesundheitspolitik und zur Geschäftsethik. ESG-Geschäftsführerin Silke Schulte arbeitet intensiv daran, die ESG als nachhaltiges Lieferantennetzwerk zu positionieren. Ihr Ziel: „In den nächsten zwei Jahren möchten wir in jeder Angebotskategorie mindestens einen nachhaltigen Lieferantenpartner sichtbar machen können.“ 

10 Jahre DNP-Wirkung und Wirksamkeit des
Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Stefan Schulze-Hausmann
, Vorstand der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit heißt für mich lernen, suchen, eigene Wege finden, Beiträge für eine gute Zukunft leisten und möglichst viele dabei mitzunehmen. Wie eine nachhaltige Welt ausschauen könnte, ist für mich ein Lebensthema. Je älter ich werde, desto wichtiger wird es mir, meinen drei Kindern eine Welt zu hinterlassen, mit der sie mindestens genauso viel anfangen können wie wir."

Mit dem Rückenwind eines starken Themas hat sich der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zu Europa’s größter Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement in Wirtschaft, Kommunen, Forschung und Architektur entwickelt. Fünf Wettbewerbe, ein Kongress für 2.000 Teilnehmer und zwei Preisverleihungen im Gala-Format zeigen eine anspruchsvolle Momentaufnahme des ebenso sperrigen wie relevanten Themas Nachhaltigkeit. Stefan Schulze-Hausmann, Wissenschaftsjournalist, Rechtsanwalt und Initiator des Preises, berichtet über eine komplexe Erfolgsgeschichte, was ein Preis bewirken kann (und muss) – und warum die Nachhaltigkeitsszene ein Haifischbecken ist!

Gemeinwohl = Kommunismus?

Michael Stober
, Geschäftsführer Landgut Stober Kontor GmbH & Co. Betriebs KG

Persönliches Statement:
„Glück ist das einzige, das durch teilen mehr wird. (stammt nicht von mir, stimmt aber) Geben ist schöner als Nehmen. Nehmen ist auch gut, aber etwas zurückgeben von dem, was man bekommen hat, verlängert das Leben. Geben gibt Sinn. Zuviel geben geht nicht, zu viel nehmen geht immer, bringt aber nix.“

Wer kümmert sich um andere, ohne sich selbst wirtschaftlich in den Vordergrund zu stellen? Kirchen? Nein. Ökumenische Ehrenamtler? Ja! – Krankenkassen? Nein. Krankenschwestern? JA! – Supermarkt? Nein. Tafeln für sozial Bedürftige? JA! Gibt es auch Unternehmer und Unternehmen, die das tun? Nein? Oder JA.
Wie geht das? Zurück zur Kommune? Oder ist das zeitgemäss?

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun?

Globale nachhaltige Entwicklung als Anliegen der Live-Kommunikation

Claudia van’t Hullenaar, Gründerin Sustained Impact, Sustainability Committee Member Events Industry Council

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit heißt darüber nachzudenken, welche Auswirkungen sowohl das gegenwärtige als auch das langfristige Handeln auf das Umfeld und die Menschen hat, und entsprechend zu agieren. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden dabei einen Orientierungsrahmen, Themenbereiche systematisch aufzugreifen und anzugehen."

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger für das Image und die Reputation von Marken und Unternehmen. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend. Verantwortliche Business Meetings und Events tragen als Visitenkarte eines Unternehmens dazu bei, das Thema Nachhaltigkeit glaubwürdig nach aussen zu tragen. Die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele leisten eine Hilfestellung, die Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation systematisch zu entwickeln, umzusetzen und zu kommunizieren. 

COP 23: Wie nachhaltig kann eine UN-Klimakonferenz sein?

Dennis Winkler, Leiter des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)-Nachhaltigkeitsteams für die Organisation von Klimakonferenzen

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit ist für mich kein Label, sondern ein Prinzip und eine Passion – sowohl im beruflichen als auch im persönlichen Leben. Sie ist keine Kategorie, in der es nur Schwarz oder Weiss gibt, sondern sollte zu einem stetigen Streben nach “so viel wie möglich davon” führen – bewusster Konsum und bedachte Ressourcennutzung inklusive. Nachhaltigkeit ist nicht was wir machen, sondern wie wir es tun."

Die Nachhaltigkeit von UN-Klimakonferenzen wird in besonderem Masse hinterfragt – allzu leicht lässt sich ein augenscheinlicher Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit vermuten. Nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse der im November 2017 in Bonn durchgefuehrten zweiwöchigen 23. UNFCCC-Vertragsstaatenkonferenz (COP 23) soll das dort umgesetzte Nachhaltigkeitskonzept kurz vorgestellt werden. Nachdem COP 21 (Paris) als erste UN-Konferenz und COP 22 (Marrakesh) als erstes Event in Afrika unter ISO 20121 zertifiziert wurden, war die von Bundesumweltministerium und UN-Klimasekretariat fuer COP 23 angestrebte EMAS-Zertifizierung ein logischer nächster Schritt. 

Keynote und anschließende Talkrunde:
Ohne Diversität und Frauen keine Nachhaltigkeit! Wie machen Veranstaltungen die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar?

Kerstin Wünsch, Chefredakteurin der tw tagungswirtschaft (dfv Mediengruppe), dem Fach- und Wirtschaftsmagazin für Veranstaltungsplaner

Persönliches Statement:
"Aus Studien und eigener Erfahrung wissen wir, dass vielfältige Teams innovativer sind. In Anbetracht der vielen, komplexen Fragestellungen unserer Zeit, scheint es mir klug, die weibliche Sicht der Dinge (stärker) zu berücksichtigen, um nachhaltige Antworten zu finden."

Das Thema Geschlechter-Gleichbehandlung ist nicht neu, doch nicht zuletzt im Ringen um Nachhaltigkeit aktueller denn je. Warum? Zwei gesellschaftliche Entwicklungen setzen es auf die Agenda: Diversität und demografischer Wandel. Laut der internationalen Umfrage „Frauen in der Veranstaltungsindustrie“ von tw tagungswirtschaft, m+a report und der IMEX Gruppe glaubt jede zweite Befragte nicht, dass sie bei Gehalt und Karrieremöglichkeiten gleichbehandelt wird wie ihr männlicher Kollege. Wie kann das sein? Was ist zu tun, damit die Veranstaltungsindustrie die Vorteile von Vielfalt erkennt und ein attraktiver Arbeitgeber (für Frauen) bleibt – wird?

Weitere Teilnehmerinnen Talkrunde:
Ohne Diversität und Frauen keine Nachhaltigkeit! Wie machen Veranstaltungen
die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar?

Tanja Knecht, The IMEX Group

Persönliches Statement Tanja Knecht:
"Nachhaltigkeit hat für mich viel mit persönlichem Handeln zu tun. Jeder kann sich fragen „was kann ich tun?“, auch wenn es Kleinigkeiten sind. So entsteht Veränderung. Für mich persönlich fängt dies auf einer ganz persönlichen Ebene bei der Kindererziehung an. Ich möchte meinem Sohn vorleben, dass sich auch schon ganz junge Menschen engagieren können und etwas bewegen, eine Veränderung anstoßen können. So haben wir gemeinsam eine kleine Kinder-Charity-Initiative gegründet, die traumatisierte und benachteiligte Kinder zu heilsamen Tagen in die Natur einlädt – eine eigene Form von nachhaltigen Events."

Bettina Metz, UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V.

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich zukunftsorientiertes Handeln. Um nachhaltige Strategien durchführen zu können, müssen Frauen und Männer gemeinsam planen und arbeiten. Nur so können Projekte langfristig Erfolg haben und neuen Herausforderungen standhalten. Unsere Arbeit kann nur nachhaltig sein, wenn wir keine Gruppe zurücklassen oder ausgrenzen. Unternehmensstrategien werden sich langfristig durchsetzen, wenn Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigt werden. Dafür steht auch die UN Women Solidaritätskampagne HeForShe. Nur wenn wir uns gegenseitig unterstützen und stärken, können wir unsere Ideen nachhaltig umsetzen."

Barrierefreiheit & Inklusion auf der re:publica. Die weltweit größte Konferenz rund um die digitale Gesellschaft.

Sandra Mamitzsch, re:publica 

Persönliches Statement: "Nachhaltigkeit nimmt für mich die langfristige Perspektive ein. 2 meiner persönlichen Versionen: Ich versuche nachhaltig zu handeln und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, damit für die nächsten Generationen auch noch eine Welt übrig ist. Gleichzeitig mache ich beruflich Menschen und Themen sichtbar, die ihrerseits die Welt besser machen. Und ganz platt betrachtet kann Diversität auch die Aufmerksamkeitsökonomie nachhaltiger machen, denn je mehr unterschiedliche Menschen ich ins Rampenlicht hole, desto interessanter ist es auch für das Publikum und desto mehr unterschiedliche Perspektiven sind auch langfristig öffentlich sichtbar."

Die re:publica ist eine der größten Konferenzen rund um die digitale Gesellschaft weltweit. Als Gesellschaftskonferenz sind Werte wie Inklusion und Diversity für uns umfassend: möglichst günstige Tickets, Untertitelung von Vorträgen, Livestream, Genderbalance, Blick auf Barrierearmut und viele weitere Maßnahmen sollen es möglichst vielen unterschiedlichen Menschen möglich machen, die re:publica als ihre Konferenz zu nutzen, ihre Meinung zu äußern und Gleichgesinnte zu treffen – egal ob von zu Hause oder vor Ort, während der drei Konferenztage oder im Rest des Jahres zeitsouverän.