Brot und Spiele bei Salesforce Zu Gast bei der World Tour 2015

Marc Benioff, CIO von Salesforce

Anfang Juli stoppte die Salesforce World Tour in München, das Cloud Event des Jahres fand auf der Messe München statt. Mehr als 7.100 Besucher hatten sich für die Hausmesse registriert!

Als einer der führenden internationaler CRM-Software-Anbieter bietet Salesforce cloud-basierte CRM Lösungen für Vertrieb, Kundenservice und Marketing an. Obwohl das amerikanische Unternehmen mittlerweile einen enormen Einfluss auf die Wirtschaft hat, ist es vielen Konsumenten namentlich unbekannt.

 

Fragerunde: Journalisten Fragen und Experten antworten.
Fragerunde: Journalisten fragen und Experten antworten.

Giganische Ausmaße

In der Geschäfts- und Marketingwelt ist das Software-Unternehmen ausreichend bekannt.

Marc Hoenke, Director Product Marketing bei EMEA Central, erläutert in einem Gespräch: „Die Salesforce World Tour ist ein Format, das wir bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich durchführen. Es ist eine wirkliche Weltreise. Mit der World Tour 2015 sind wir im März in Melbourne gestartet. Dann folgten Stopps in Amsterdam, Boston, Chicago, Toronto, London, Washington DC, NYC, Paris und dann eben München.“

 

Katie Duffy, Senior Public Relations Managerin @katieduffy
Katie Duffy, Senior Public Relations Managerin @katieduffy

 

Die Tour selbst ist laut Aussage der Senior PR-Managerin Public Relations bei Salesforce, Katie Duffy, ca. für sechs Monate unterwegs.  Für die World Tour gibt es ein festes Eventteam von ca. 200 Personen, das bei allen Stopps für ein einheitliches „Look & Feel“ und einen reibungslosen Ablauf sorgt. Dieses Team arbeitet in den jeweiligen Städten eng mit den lokalen Events- und Contenteams zusammen.

Auf die Besucher warteten in den Hallen C3 und C4 der Münchner Messe ca. 30 Kundenvertreter, 60 Partner und 26 Breakout-Sessions.

Ja, wir sprechen hier von einer Hausmesse, die Salesforce mit seinen „lokalen“ Partnerfirmen als Roadshow veranstaltet.

Laut Marc Hoenke von Salesforce sind „Events ein elementarer Bestandteil unsere Marketingkonzept. Salesforce mit der Dreamforce ‚Hausmesse’ auf ein neues Level gehoben. Dreamforce, die weltweit größte Technologiemesse, wächst jedes Jahr. Für viele Teilnehmer ist sie die perfekte Mischung aus Konferenz, Innovation, sozialem Engagement und Party. Die Dreamforce und jedes Salesforce World Tour Event wird übrigens von gemeinnützigen Aktionen begleitet.“

Zusätzlich findet jährlich die Dreamsforce in San Francisco statt, in diesem Jahr vom 15. – 18. September. Insgesamt organisiert Salesforce jährlich knapp 1000 Veranstaltung weltweit.

Dabei wird laut Aussage des Unternehmens das Programm „immer lokal angepasst“. Dies zeigt sich vor allem in der Präsentation der Partner und deren „Best Practice“-Vorstellungen der einzelnen Regionen. Nicht zu verachten und beinahe einzigartig in Intensität und Fülle ist hierbei das Teilen von Erfahrungen und Inhalten. „Der Bezug zum jeweiligen Land und Markt ist sehr wichtig: Wir wollen nicht Salesforce in Deutschland sein, sondern Salesforce Deutschland. Das heißt: lokale Best Practices, lokale Kunden, lokale Partner usw.“ – berichtet Marc Hoenke.

„Es geht um Inspiration und teilen von Erfahrungen und Inhalten“

Eines der wichtigsten Ziele der Tour ist laut Unternehmen, dass sie Menschen, Kunden, Partner, Mitarbeiter zusammenbringen will. Dabei wird oft das Wort „Inspiration“ genannt, die Salesforce und dessen CEO Marc Benioff bieten möchte.

Der Kunde im Mittelpunkt der Veranstaltung

Nach den wichtigsten Zielen dieser Messe gefragt, betont Marc Hoenke: „Bei allen unseren Aktivitäten steht der Kunde im Mittelpunkt. Das liegt schon in unserem Business Model begründet, das hohen Kundenfokus erfordert. Deswegen dreht sich bei der Salesforce World Tour alles um den Kunden. Eines der wichtigsten Ziele ist es auch, dass wir Menschen, Kunden, Partner, Mitarbeiter zusammenbringen wollen. Es geht um Inspiration und teilen von Erfahrungen und Inhalten. Nicht nur durch die Keynote und die Breakout Sessions, sondern auch gerade durch die Möglichkeiten des Netzwerkens.“

 

Marc Benioff, CIO von Salesforce
Marc Benioff, CIO von Salesforce auf der Salesforce World Tour in München, Juli 2015

Lasst die Show beginnen

Ich besuchte bereits die letzten zwei Jahre und nun auch 2015 in München das Event. Nach meinem Geschmack ist die Keynote sehr „amerikanisch“. Die Vortragenden gehen durch die sternenförmig angelegten Publikumsreihen, immer verfolgt von mindestens einer Kamera und einem Scheinwerfer. Das bedeutet, dass die Vortragenden ständig in Bewegung sind. Die aufgenommenen Bilder sowie auch eingeblendeten Informationen (Folien) werden zugleich auf sieben gigantischen Flächen projiziert.

Auch der Auftritt bzw. die Keynote von Salesforce CEO Marc Benioff erinnert mich eher an eine „Las Vegas-Show“ als an einen Hausmesse. Es gibt keine Rednerpulte, keine Bühne, kein Podium. Marc Benioff schreitet – verfolgt von einer Gruppe Techniker für Kamera, Licht etc. – durch die Gänge der Halle und hält seine Keynote.

 

Die Gesten und Posen des Marc Benioff
Die Gesten und Posen des Marc Benioff.

 

Oft erinnern mich sowohl die Wortwahl als auch die einstudierten Gesten und Witze an das Prediger-TV aus den USA. Es würde mich nicht wundern, wenn wir Marc Benioff in einigen Jahren als aktiven Politiker der Vereinigten Staaten sehen werden.

Bemerkenswert finde ich, dass Salesforce anhand ausgewählter Kundenprojekte in Best-Practice-Cases aufzeigt, wie das Unternehmen arbeitet und was seine Produkte leisten können. Diese Erfolgsstories einzelner Partner zogen sich als Highlight und Mehrwert durch die komplette Veranstaltung.

Nicht, dass ich die Salesforce World Tour schlecht machen möchte, sie erscheint mir nur „fremd und ungewohnt“ und erinnert zu sehr an „Brot und Spiele“.

Gerade Bemerkungen wie, dass Benioff erst den „Papst besuchte und er, ein Gott, ihm sagte …“ hinterlässt bei mir persönlich einen schalen Beigeschmack.

 

Hier ein Statement eines Coders:

 

Eindrücke zweier Blogger:

Wie gesagt, bemüht nicht nur meinen persönlichen Eindruck wieder zu spiegeln, erhalten Sie hier Impressionen zweier Blogger, die das Salesforce-Event ebenfalls besuchten.

Claudia Hilker von Hilker Consulting beschreibt Ihre Eindrücke der Salesforce-Hausmesse in München.
Claudia Hilker von Hilker Consulting 

Claudia Hilker von Hilker Consulting beschreibt ihre Eindrücke der Salesforce-Hausmesse in München:

„Die Salesforce Roadshow 2015 in München war wieder ein tolles Event und mit mehr als 7.000 registrierten Besuchern eine Höchstleistung in der Organisation. Ich besuche seit einigen Jahren die Roadshows von Salesforce. Immer wieder beeindruckt mich die gelungene Verbindung zwischen eindrucksvollen Erlebnissen, Kontakte knüpfen und Impulse gewinnen. In diesem Jahr waren die inhaltlichen Neuigkeiten, dass die Salesforce Cloud im Rechenzentrum Frankfurt im August 2015 eröffnet wird. Zudem gibt es laut IDC-Studie ein beschleunigtes Wachstum bei Salesforce-Kunden, mit positiven Einfluss auf die deutsche Wirtschaft. Außerdem hat Salesforce die neue Wave Analytics präsentiert. Mein persönliches Highlight ist die persönliche Begegnung mit Menschen, die ich sonst nur online treffe, wie Meike Leopold und Falk Hedemann. Meine Eindrücke gibt es in meinem Blogbeitrag.“

Oliver Gassner‪ beschreibt die Veranstaltung folgendermaßen:

„Ich war schon einmal bei einem Salesforce-Event und damals hatte mich vor allem fasziniert und überrascht, wie viele deutsche Firmen bereits missionskritische Cloud-Services wie Salesforce nutzen. Das hatte ich nicht erwartet.‪ Vor dem diesjährigen Event (und danach) habe ich das Buch ‚Behind the Cloud‚  gelesen, das Benioff, der CEO, 2010 publiziert hat – und bin noch faszinierter. Mir war weder die zentrale Rolle klar, die Salesforce bei SaaS/PaaS gespielt hat, noch war mit der ‚eingebaute‘ humanitäre Charakter dieser Firma klar. Eine wirklich einzigartige, erfolgreiche Firma mit einer ganz ureigenen ‚Denke‘.“

 

Die Sänger Christina Stürmer heizt das Publikum ein.
Die Sänger Christina Stürmer heizt das Publikum ein.

 

Musikalisches WarmUp

Anders als bei europäischen Kongressen und Messen, wird das Publikum mit einem Live-Musikakt aufgeheizt.

2014 sorgte die Anwesenheit von Yoshiki aus Japan für einige Überraschungen und in diesem Jahr erfreute die österreichische Sängerin Christina Stürmer die Messebesucher.

Bemerkenswert: Die Saleforce Foundation

Als Marc Benioff seine Firme vor 16 Jahren gründete, setzte er sich das Ziel „Die Welt ein bisschen besser machen“ – ein Ziel, dass mit der Salesforce Foundation erreicht wurde. Wie wichtig für Marc Benioff seine Ziele sind zeigt u.a., dass er die Salesforce Veranstaltung mit diesem Thema „Foundation“ eröffnet.

Die Foundation basiert auf dem 1-1-1-Modell, das heißt: Salesforce unterstützt mit 1 Prozent an Zeit seiner Mitarbeiter, 1 Prozent an Salesforce Produkten und 1 Prozent an Kapital soziale Organisationen und Projekte.

So kommt es, dass jeder Mitarbeiter sechs bezahlte freie Tage pro Jahr bekommt, an denen er sich gemeinnützig betätigen soll. 2013 haben Salesforce-Mitarbeiter über 500.000 Stunden Ehrenamt geleistet. Eine sehr lobenswerte Seite des Unternehmens.

Alle, die an der Keynote von Marc Benioff interessiert sind, können sie in diesem Video ansehen.

 

 

Wenn Sie von einer Messe, einem Event oder einem sozialen Engagement eines Unternehmens berichten möchten, schauen Sie einfach auf unserer Seite famab.de/blog/mitmachen und setzen sich mit unserem Team in Verbindung – wir freuen uns auf Ihre Stories!

Veröffentlicht von

Pia Kleine Wieskamp

Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

2 thoughts on “Brot und Spiele bei Salesforce Zu Gast bei der World Tour 2015

  1. Hallo liebe Pia! Ich verfolge sehr gerne deine Berichte weil sie objektiv und hochprofessionell geschrieben sind. Außerdem sind sie mit Fotos und wie hier mit nem Video dokumentiert. Und übrigens….Marc Benioff und Christl Stürmer auf einer Bühne… zwar zeitlich getrennt.. da hab ich wohl einen schönen Abend verpasst 🙂 Aber Scherz beiseite. Marc hör ich immer gern reden. Einfach ein Meister seines Faches! LG Andreas

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