Mit BACK TO LIVE zeigt die Veranstaltungsbranche:

Herausragende Veranstaltungen sind auch im Kontext von Covid-19 möglich!

Die gesamte Veranstaltungsbranche liegt am Boden. Die von der Politik entworfenen Hilfspakete sind völlig ungeeignet. Die Bundesländer ereifern sich in komplizierten, kleinteiligen und sich permanent ändernden Regelungen zu Veranstaltungen. Und die Veranstalter und Kunden machen angesichts des potenziellen Risikos, Ihre Veranstaltungen per behördlichen Auflagen und Verfügungen unmöglich gemacht zu bekommen, lieber nichts. Dies wollten die Mitglieder des FAMAB Kommunikationsverbands e.V. – und zahlreiche weitere Partner – so nicht länger hinnehmen.

Mit BACK TO LIVE sendet der FAMAB ein klares Signal: Auch unter den strengen Reglementierungen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie berücksichtigt werden müssen, sind herausragende Veranstaltungen möglich. Regulatorische Basis für die Veranstaltung bildete der Stufenplan für Veranstaltungssicherheit im Kontext von Covid-19 des Research Institutes for Exhibition and Live-Communication (RIFEL).

Unter frühzeitiger und durchgängiger Einbeziehung von Behörden, Medizinern und Experten für Veranstaltungssicherheit, wurde in der Location Fredenhagen (Offenbach) ein Showcase geschaffen, der den zukünftigen state of the art für Veranstaltungen während Covid-19 darstellt.

Innovative Lösungen für Besuchertracking, Besucherführung, Raumaufteilung, Hygiene und Catering lassen die notwendigen Einschränkungen in den Hintergrund treten und geben viel Raum für Erlebnis, Emotionen und Begegnung.

Aber auch inhaltlich konnte BACK TO LIVE Zeichen setzen:

In unterschiedlichen Diskussionspanels unter der Moderation von Aljoscha Höhn wurde das Thema „Sicherheit auf Veranstaltungen“ in verschiedenen Dimensionen beleuchtet. Besonders bemerkenswert waren dabei die Ausführungen von Prof. Dr. med Klaus-Peter Hunfeld, der auch bereits die Erstellung des RIFEL-Stufenplans begleitete. Hunfeld erklärte, dass mit der erwartbaren Vorsicht und Verantwortung eines jeden einzelnen, klaren Regeln und bereits verfügbaren Lösungen (Tests, Tracking, Besucherführung) von professionellen Agenturen/Veranstaltern, virologisch sehr sichere Veranstaltungen ausgerichtet werden können. Zusätzlich verwies Hunfeld auf die große Bedeutung von realen Begegnungen für den Menschen – auch aus medizinischer Sicht.

Das inhaltliche Highlight bildeten Diskussionspanels mit Tedros „Teddy“ Tewelde & Fetsum Sebhat (Gründer des Peace x Peace Festivals) und Kida Khodr Ramadan (Schauspieler, u.a. 4Blocks). In zum Teil sehr bewegenden Ausführungen konnten die Teilnehmer hören und sehen welche dramatischen Folgen die Corona-Maßnahmen auch für gemeinnützige Festivals, Kunst und Künstler, Schauspieler, Theater und Kinos, sowie Musiker, hat. In einer sehr spontan angesetzten Auktion, zu der Ramadan seine 4Blocks Jacke spendete, konnten 5.000 EUR für Teddys und Fetsums Kinder-Hilfsaktion „PxP-CoronaFighters“ gesammelt werden.

Aufgelockert und begleitet wurde die Veranstaltungen durch ein breites künstlerisches Programm. Besonderer Dank geht an:

ROBEAT | DANNY FRESH | THE TWIOLINS | MARC WEIDE | DJ DANNY SALAS | AKUSTIK AG | DJANE SIMONÈ | RUMBACOUSTIC | SHANTEL | WALK-A-TONES | STEFFEN SEEGER | BORIS BÖHRINGER | PATRICIA WEIL | RÜDIGER SCHADEANDREANA CLEMENZ

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und konnte über 1.000 Personen erreichen.

Jörn Huber (Vorstandsvorsitzender FAMAB e.V.):

„Wie so oft bei uns, war BACK TO LIVE eine spontane Idee: Wir haben einfach genug von den fruchtlosen Diskussionen mit den politischen Entscheidungsträgern. Und wir wollen auch nicht andauernd nur jammern, wie arm wir dran sind. Wir sind eine Branche von Macherinnen und Machern. Wir sind es gewohnt, komplexeste Veranstaltungen unter den widrigsten Bedingungen durchzuführen. Und auch die nun notwendigen „Corona-Maßnahmen“ sind für die Profis unserer Zunft absolut machbar. Wir beschäftigen uns buchstäblich seit Jahrzehnten mit der Sicherheit unserer Teilnehmer und Besucher. Und auch komplexe Abläufe und Richtlinien können wir so umsetzen, dass der Besucher davon nahezu nichts merkt. Die anwesenden Kunden konnten erleben, fühlen, riechen, schmecken, dass Live-Kommunikation auch mit Corona-Maßnahmen ein echtes Erlebnis sein kann. All das, was rein digitale Kommunikation nicht kann.

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Back to live Vol. 2 – FAQ

Die Veranstaltungsbranche in Deutschland ist laut einer Studie von R.I.F.E.L. die sechstgrößte Wirtschaftsbranche. Hier sind etwa 1,5 Millionen Mitarbeiter beschäftigt und es werden knapp 130 Milliarden Euro direkt umgesetzt. Die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Branche sind massiv. Es gilt ganz eindeutig die Veranstaltungswirtschaft in Deutschland zu retten. Die Initiative „BACK TO LIVE“ möchte unterschiedliche Lösungen aufzeigen, wie Veranstaltungen wieder sicher durchführbar sein können. Damit senden wir ein positives und konstruktives Signal. Gleichzeitig engagieren wir uns auch für die Rettung der Veranstaltungswirtschaft und haben ein sinnvolles Forderungspaket erarbeitet, um der Politik Lösungsvorschläge an die Hand zu geben, damit diese wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Branche gerettet wird.

Diese Musterveranstaltung soll ein Test sein, wie man Veranstaltungen mit professionellen Covid-19-Tests (PCR-Test) logistisch sicher durchführen kann. Dies soll adaptierbar für eine Vielzahl von Veranstaltungen sein.

Noch ist das Testfenster zu lang als das es für Clubs und Diskotheken umsetzbar wäre. Da die Testverfahren jedoch stetig weiterentwickelt werden, ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft auch verlässliche Schnelltests zur Verfügung stehen werden.

Wir empfehlen Interessierten mit uns in Kontakt zu treten. Noch testen wir das Verfahren. Wenn wir die Erfahrungen auswerten, werden wir einen Leitfaden erstellen.

In Hessen orientieren wir uns an der von der Landesregierung vorgeschriebene Personenzahl. Diese liegt aktuell bei 250 Menschen (Stand: Juli 2020). Wir wollen aber mit der Politik eine zusätzliche Lösung erarbeiten, die Veranstaltungen jeglicher Größe genehmigt, wenn ein lückenloser Covid-19-Test nachgewiesen werden kann.

Grundsätzlich ja. Es sind lediglich logistische Herausforderungen. Die Branche ist aber Logistik-Experte, daher kann man erwarten, dass wir dafür funktionierende Systeme aufsetzen.

Vertrauen schaffen. Und dass die Musterveranstaltung eine Möglichkeit ist, Veranstaltungen wieder durchzuführen. Die Politik sollte dieser Lösung zustimmen, um professionelle Tests zu unterstützen oder gar zu finanzieren. So könnte ein sinnvoller Beitrag zur Rettung der Branche geleistet werden.

Zunächst wollen wir die Branche für die Idee begeistern. Es ist eine Musterveranstaltung und wir wollen in erster Linie das Verfahren testen und sicherstellen, dass es funktioniert.

Wir hoffen, dass aus dieser Musterveranstaltung viele andere Veranstaltungen dieser Art abgeleitet werden.

Das Ticket kostet 145 Euro zzgl. Mehrwertsteuer. Darin sind enthalten der Covid-19-Test (PCR-Test), Bereitstellung der Logistik und Infrastruktur, Kosten für Fachvorträge, Speisen und Getränke sowie Musik (Live-Band und DJ).

Die Kosten für einen PCR-Test liegen aktuell zwischen 50 und 100 Euro. Noch verhandeln wir über weitere Reduzierungen, vor allem, wenn wir das System bundesweit ausrollen können. Wir rechnen in naher Zukunft damit, den Test unter 20 Euro anbieten zu können.

Der Anfang ist immer am Aufwendigsten. Gerade deshalb führen wir die Musterveranstaltung durch, um minutiös zu erproben, an welchen Stellen Nachbesserungsbedarf besteht. Ist das Gerüst jedoch einmal festgelegt, ist der zusätzliche Aufwand gering.

Wir arbeiten bereits seit März im BACK TO LIVE TEAM und haben ganz unterschiedliche Projekte. Diese Musterveranstaltung (Vol. 2) ist Mitte Juni 2020 gestartet, basiert aber auf dem Konzept der ersten BACK TO LIVE Veranstaltung vom 9. Juni.

Es ist unsere eigene Location und bietet perfekte Voraussetzungen für dieses Experiment.

Die Ticketpreise müssen sicherlich erschwinglich sein. Aber auch da gibt es immer noch Hürden. Derzeit ist es so, dass eine Veranstaltung unter den von den Ländern gesetzlich geforderten Abstandsregeln jeden Veranstalter teurer käme als ein professioneller Covid-19-Test (PCR-Test). Und dass, obwohl der Preis für eine Testung momentan immer noch sehr hoch ist. Es wäre wünschenswert, wenn die Tests in naher Zukunft unter 20 Euro liegen würden, das setzt aber eine Subventionierung durch die Politik voraus.

  1. Überbrückungsprogramm ausweiten! Für alle Unternehmensgrößen, alle Kostenarten und alle Kostenarten
  2. Kreditprogramme ausweiten! Laufzeiten verlängern, Tilgungsfreie Phasen ausweiten, Ratingvorschriften abmildern
  3. Steuerlichen Verlustrücktrag ausweiten! Anzahl Monate Veranstaltungsverbot = Jahre Rückerstattungszeitraum = sofort wirksame Liquiditätshilfe
  4. Kurzarbeit-Regelung anpassen! Flexibilisierung einführen, Arbeitserlaubnis erteilen, Unternehmensentwicklung fördern
  5. Ungleichbehandlung beenden! EU Beihilferahmen aussetzen, Obergrenze öffnen, Härtefallregelung einführen

Die Probenentnahme erfolgt am Veranstaltungstag von 8:30 bis 11:30 Uhr. Alle Ergebnisse liegen uns bis spätestens 18:00 Uhr vor.

Eine Grenze in dem Sinne gibt es nicht. Ausschlaggebend sind ausreichend logistische Kapazitäten in den Labors und die nötigen finanziellen Mittel.

Die Teilnehmer werden gruppenweise und unter Einhaltung der verordneten Abstandsregeln in die Testräume gebracht. Dort wird ein medizinisches Team mit entsprechender Schutzkleidung den Personen Proben entnehmen. Für den Test kommt ein Watteträger zum Einsatz mit dem ordnungsgemäß ein Nasen- und Rachenabstrich gemacht wird. Die Abstriche der getesteten Personen werden gesammelt und zur Auswertung ins Labor gebracht.

Alle Teilnehmenden müssen im Vorfeld einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten. Dieser dient zur Analyse, wer gegebenenfalls Krankheitssymptome aufweist (Kratzen im Hals, Husten, etc.). Anhand dieses Verfahrens werden bestimmte Personen mit Krankheitsverdacht bereits ausgeschlossen und können somit nicht an der Musterveranstaltung teilnehmen. Am Tag der Musterveranstaltung wird morgens zusätzlich ein PCR-Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt, der, vereinfacht ausgedrückt, feststellen soll, ob die Person das Virus in sich trägt. Entscheidend ist hier das Zeitfenster: wer sich mit SARS-CoV-2 angesteckt hat, ist erst nach 24 Stunden bis zu 14 Tagen infektiös. Grundsätzlich ist zu sagen, dass PCR-Tests eine große medizinische Sicherheit geben.

Das ist bei einem PCR-Test eher unwahrscheinlich. Selbst, wenn sich eine Person nach der Testung mit dem Virus infizieren würde, ist sie am Abend noch nicht infektiös – dies geschieht erst nach mindestens 24 Stunden, eigentlich eher nach im Mittel 5-8 Tagen.

Die getesteten Personen müssen selbstverständlich weiterhin die Verordnung des Landes Hessen beachten und den notwendigen Abstand einhalten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Das ist eher eine Frage der Logistik und der Kosten. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand am nächsten Tag ein positives Testergebnis aufweist, ist sehr gering.

Der Gast wird umgehend von den Medizinern kontaktiert und entsprechend betreut. Bei Bedarf erhält er eine individuelle Rückreisemöglichkeit. Da die meisten Personen nur leichte Symptome aufweisen, stellen wir für die Rückreise nach Hause einen Mietwagen zur Verfügung. Dort angekommen, muss sich der positiv Getestete in Quarantäne begeben. Die Kommunikation an das Gesundheitsamt übernehmen die Ärzte, welche sie auch bei dem sehr unwahrscheinlichen Fall weiterhin betreuen werden.

Sobald der Veranstaltungssaal verlassen wird, gelten die derzeit gesetzlichen Vorschriften der Landesregierung Hessen zur Kontaktbeschränkung. Das heißt: Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen einer Mund-und-Nasen-Bedeckung in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften.