Erste, durch die Maßnahmen rund um Corona verursachte, Insolvenz in der Messebaubranche.

Erste, durch die Maßnahmen rund um Corona verursachte, Insolvenz in der Messebaubranche. Der Unternehmer sieht aufgrund der vollkommen unzureichenden politischen Hilfen und der aussichtslosen Lage keine Alternative. Das Unternehmen galt vor wenigen Wochen noch als eines der „Vorzeigeunternehmen“ der Branche.

Ein erstes Unternehmen aus dem Kreis der FAMAB-Mitglieder (auf Wunsch des Unternehmers halten wir den Namen vorerst vertraulich) ist den Maßnahmen rund um Corona zum Opfer gefallen. Das Unternehmen galt bis vor dem staatlich verordneten Shutdown als wirtschaftlich erfolgreich und strategisch bestens positioniert. Der Unternehmer sah aufgrund der völlig unzureichenden Hilfssituation, sowie der komplett fehlenden Aussicht auf eine erfolgreiche Wiederaufnahme seiner Geschäftsgrundlage, keine andere Möglichkeit, als sich in ein Insolvenzverfahren zu begeben.

Hierzu Jörn Huber (Vorstandsvorsitzender des FAMAB e.V.):
„Wir erleben derzeit viele schwarze Tage. Aber der heutige ist aufgrund der Kenntnis der ersten Corona-Insolvenz in unserer Branche sicher zusätzlich bedrückend. Es geschieht nun das, wovor wir als FAMAB seit vielen Wochen warnen: Einem Unternehmer, der unverschuldet in eine Situation gerutscht ist, die es Ihm nicht nur unmöglich macht, seinen Geschäften nachzugehen, sondern auch noch gezwungen ist, erhebliche Verluste anzuhäufen und sich nur mit noch weiteren Schulden zu helfen - das lässt sehr bald keine andere unternehmerische Entscheidung zu.

Die Wandlung von einem prosperierenden Unternehmen zum Insolvenzantrag dauert nur wenige Wochen. Und ich will nochmal ausdrücklich sagen: Es handelt sich hier „eigentlich“ um ein kerngesundes Unternehmen. Und dennoch sieht der Unternehmer, aufgrund der aktuellen Situation, keine andere Chance als eine Insolvenz.
Sollte die Politik nicht schnellstens erkennen, dass Ihre derzeitige „Hilfs-Strategie“ für unsere Branche ein Irrweg ist, werden wir in kürzester Zeit eine große Zahl weiterer Unternehmer sehen, die aufgrund fehlender sinnvoller Alternativen einfach die Reißleine ziehen. Nicht weil sie wollen, sondern ausdrücklich, weil sie müssen – um am Ende nicht hochverschuldet bzw. überschuldet dazustehen. Die Folge wird ein massiver Anstieg der Arbeitslosen sein. Zusätzlich verliert die Branche Knowhow im großen Stil und das System Messe und Veranstaltungen wird dauerhaft geschädigt.

Unsere Forderungen sind der Politik seit langem bekannt: Unsere Branche benötigt einerseits eigenkapitalbasierte, echte Hilfen und andererseits endlich eine Perspektive, wie der Messe- und Eventbranche nach dem Shutdown wieder ein Arbeiten ermöglicht werden soll. Wie und ab wann Events und Messen, auch unter strengeren medizinischen Auflagen und einem dazugehörigen Stufenplan, wieder gewährleistet und umgesetzt werden können/dürfen. Natürlich stehen nach wie vor die Gesundheit und Sicherheit an erster Stelle.

Live-Kommunikation bietet ein wirkungsmächtiges Portfolio professioneller Kommunikationsmaßnahmen für Unternehmen und die Kommunikation, sowie die (Re)Aktivierung wirtschaftlicher Beziehungen mit Ihren Märkten. Und die werden die Unternehmen mehr als je zuvor brauchen, um die deutsche Wirtschaft wieder ans Laufen zur kriegen – es ist entscheidend für alle, dies jetzt schon aktiv vorzubereiten.“

07.04.2020
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