Referenten & Referentinnen

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex - ein Praxisbeispiel für kleine und mittlere Unternehmen

Clemens Arnold, Partner und Unternehmensberater bei 2bdifferent

Yvonne Zwick, Wissenschaftliche Referentin, Leiterin Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex, Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Persönliches Statement Clemens Arnold:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich mit dem Thema einfach anzufangen – nicht perfekt sein zu wollen und sich das in allen beruflichen und persönlichen Lebenslagen immer wieder bewusst zu machen. Jeder noch so kleine Schritt hilft zur Verbesserung sozialer oder ökologischer Belange!"

Persönliches Statement Yvonne Zwick:
"Will man wirklich glaubwürdig in Sachen Nachhaltigkeit sein, gehört nachhaltiges Veranstaltungsmanagement zum guten Ton. Es ist gut, dass die Veranstaltungswirtschaft sich mit diesem Thema beschäftigt – damit engagierte Unternehmen und öffentliche Institutionen endlich auf ein größeres Anbieterspektrum stoßen und sich neue Lernpartnerschaften entwickeln können."

Dem Trend nach werden sich in 2018 KMUs insbesondere aus der Veranstaltungswirtschaft mit dem Thema der Nachhaltigkeitsberichterstattung auseinandersetzen. Auslöser hierfür sind in vielen Fällen die berichtspflichtigen Auftraggeber, die ihre Dienstleister im Rahmen der Lieferkette in ihre Berichtpflicht einbinden. Anhand eines Praxisbeispiels wird die Umsetzung der Nachhaltigkeitsberichtserstattung mit Hilfe des Deutschen Nachhaltigkeitskodex aufgezeigt.

"Nachhaltigkeit von Morgen" schon heute ins Auge fassen!

Patrick Brüggmann, Bachelor-Student Sport- & Eventmanagement
Claus Holtmann, studierter Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer von Holtmann Messe+Event GmbH+Co.KG

Persönliches Statement von Patrick Brüggmann:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass wir die Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Nur wenn wir den Erhalt der Ressourcen sicherstellen, kann unser Planet und unsere Gesellschaft in dieser Form weiterbestehen. "

Persönliches Statement von Claus Holtmann:
"Nachhaltigkeit ist für einen Familienunternehmer in der 2. Generation eine quasi verinnerlichte Unternehmenshaltung: ökonomische und ökologische Balancen global so herzustellen, dass noch viele Generationen folgen können."

Während wir uns heute intensiv mit der Nachhaltigkeit der eigenen Betriebe, Produkte und Projekte befassen, wird schon jetzt klar, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit nur möglich wird, wenn die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens berücksichtigt wird. Schon morgen könnte dies Standard für solche Untersuchungen oder Betrachtungen werden. Eine Bachelorarbeit erarbeitete Ansätze für eine solche Erfassung und Befragung am Beispiel eines Messeprojektes mit internationalen Zulieferern und gibt ein erstes Bild über den Status Quo. Ein Fragenkatalog und zusammengefasste Nachhaltigkeitsprofile der Anbieter geben Anregungen zur Nachahmung.

Handfest handeln: Global Goals, CO2-Fußabdruck und Klimaziele in der Live-Kommunikation

Julian Ekelhof
, Director CO2OL Climate Solution

Persönliches Statement:
"Nachhaltiges Handeln bedeutet zu verstehen, welche Fragestellungen sich aus den aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen ergeben. Weder eine Abwehrhaltung noch blinder Aktionismus helfen auf dem Weg zu zukunftsfähigem Wirtschaften."

Nachhaltiges Handeln ist in aller Munde. Wie lassen sich Worthülsen in echte unternehmerische Veränderung lenken?

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) setzten zuletzt ein weltweites Umdenken zu nachhaltigem Wirtschaften in Gang. Die Anwendung im eigenen Unternehmen bleibt aber eine Herausforderung. Dabei helfen konkrete Indikatoren. Im SDG13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ ermöglichen ein CO2-Fußabdruck und aufbauende Science-Based-Targets eine Einordnung, um den Weg zum 2°-Grad Ziel für jedes Unternehmen aufzuzeigen. Weitere praktische Beispiele aus der Branche zeigen, dass die SDG in der Live-Kommunikation angekommen sind.

Nachhaltigkeit in Forschungseinrichtungen:
Von der Planung bis zur Umsetzung

Dr. Jutta Graf, Leitung Nachhaltigkeit / Wissenschaftliche Information vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Petra Naoum, Leitung Veranstaltungsmanagementservice im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Persönliches Statement Dr. Jutta Graf:
"Wissen für Morgen, der Leitgedanke des DLR: Wir stehen vor großen Herausforderungen, die sich am besten interdisziplinär auch mit Methoden der Naturwissenschaften beantworten lassen. Es reicht nicht nur Faktenwissen, es müssen auch Zusammenhänge verstanden und dadurch ein vorausschauendes Denken und Handeln gelernt werden."

Persönliches Statement Petra Naoum:
"Das Thema Planung und Durchführung von nachhaltigen wissenschaftlichen Veranstaltungen rückt auch beim DLR immer stärker in den Fokus. In diesem Sine lautet mein Credo: Im Einklang mit den verbindlichen Vorgaben durch die Beschafffungsordnung und internen DLR Regularien durch ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagement dazu beizutragen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt insgesamt zu reduzieren."

Das DLR möchte seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und im Sinne nachfolgender Generationen wirken. Nachhaltigkeit ist daher in der Gesamtausrichtung und den Leitlinien des DLR verankert. Neben den klassischen Aspekten der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und Soziales hat das DLR für sich auch die Komponente Wissenschaft und Technik mit einbezogen. Darauf basierend wurden für das DLR zwei Nachhaltigkeitsrichtlinien abgeleitet:

• Forschen für die Nachhaltigkeit
• Nachhaltiges Forschen und Arbeiten

„Forschen für die Nachhaltigkeit“ unterscheidet eine Forschungseinrichtung von anderen Unternehmen, da in diesem Zusammenhang konkrete Forschung und Entwicklung zu Nachhaltigkeitsaspekten durchgeführt wird. Die Ergebnisse der Forschung werden auch in Form von Messen und Kongressen der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Veranstaltungen müssen dann folglich auch Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Face-to-Face-Interview mit Helge Thomas

Shai Hoffmann
, Social Entrepreneur, Speaker, Coach und Aktivist

Persönliches Statement:
"An diesem Leben teilhaben zu dürfen, ist für mich das schönste Geschenk. Doch für viele Menschen auf dieser Welt, ist es das leider nicht. Nachhaltigkeit bedeutet für mich, möglichst vielen Menschen auf dieser Erde ein menschenwürdiges und gerechtes Leben zu ermöglichen. Jede*r von uns kann durch bewusste Entscheidungen und Forderungen, ein kleines Stückchen Gerechtigkeit herstellen. Die Macht und Möglichkeit der Crowd ist das, was mich antreibt."

Shai Hoffmanns Leben ist bisher alles andere als linear verlaufen. Er wird über seinen Lebensweg und die dazugehörigen Stellweichen sprechen, die zu seiner heutigen Arbeit geführt haben. Durch Projekte mit gesellschaftlicher bisweilen politischer Relevanz, versucht er möglichst viele Menschen mit auf die „Reise" zu nehmen, um für aktuelle gesellschaftspolitische Themen zu sensibilisieren. Apropos Reise: Shai wird über einige Erkenntnisse seines Herzensprojektes „Bus der Begegnungen“ sprechen und Ihnen den Bus der Begegnungen 2.0 vorstellen. Vielleicht begeben Sie sich dann gemeinsam auf die Reise?

#SDG47 – zentral für die Nachhaltige Entwicklung

Prof. Dr. Ulrich Holzbaur
, Professor im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Aalen

Persönliches Statement:
"Nachhaltige Entwicklung will ein lebenswertes Leben für alle umsetzen. Dazu muss man nicht nur global denken und lokal handeln, sondern auch zukunftsorientiert denken und jetzt handeln. Die Erlebnisorientierung in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft für alle."

Unter den 169 Unterzielen der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen spielt das Unterziel 4.7 eine besondere Rolle: Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur ein zu erreichendes Ziel  sondern auch das wichtigste Mittel um eine Nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Sie hat auch in dieser Dualität wichtige Parallelen zum Eventmanagement: Nachhaltigkeit von Veranstaltungen als klassischen Sinne (Green Events) einerseits und Umsetzung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung durch Veranstaltungen und Erlebnisorientierung andererseits generieren eine hohe Synergie zwischen dem SDG 4.7. und der Live-Kommunikation.

Nachhaltig.Inspirierend.
Messekonzept für die DAW auf der BAU 2017

Bettina
Klump-Bickert, Leiterin Stabstelle Nachhaltigkeitsmanagement bei DAW SE

Michaela Kruse, CEO der MIKS GmbH

Persönliches Statement von Bettina Klump-Bickert:
"Die DAW SE gilt als Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Farben- und Lackbranche. Mit unseren Innovationen und einem breiten Angebot an nachhaltig ausgerichteten Produkten bewegen wir auch unsere Kunden und andere Stakeholder zum Umdenken – dafür wurden wir mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 TOP 3 ausgezeichnet. Das war eine große Freude und eine herausragende Bestätigung unseres Engagements."

Persönliches Statement von Michaela Kruse:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich, mein gesamtes persönliches Umfeld als Teil meiner „friends & family“ aufzufassen. Inklusive aller Aspekte meiner Agentur, der Mitarbeiter, der Kunden und der Ressourcen & Resultate. Mir liegt an deren langfristigem Wohl, quasi im Sinne der drei Säulen der Nachhaltigkeit, selbst wenn Teile davon eigene Wege gehen. Scheint mir nur natürlich.""

Nachhaltig.Inspirierend.

So lautet nicht nur der Titel des Messeauftritts der DAW-Gruppe zur BAU 2017, so lässt sich auch der Prozess zur unternehmerischen Nachhaltigkeit beschreiben. Anhand eines beispielhaften Events zeigen Aussteller und Kreativagentur MIKS die Möglichkeiten zur Berücksichtigung aller drei Stränge der Nachhaltigkeit und deren erfolgreichen Kommunikation für Unternehmen und Marken.

CSR Storytelling - Herausforderungen, Grenzen und Möglichkeiten am Beispiel der IMEX Group

Tanja Knecht
, The IMEX Group

Persönliches Statement Tanja Knecht:
"Nachhaltigkeit hat für mich viel mit persönlichem Handeln zu tun. Jeder kann sich fragen „was kann ich tun?“, auch wenn es Kleinigkeiten sind. So entsteht Veränderung. Für mich persönlich fängt dies auf einer ganz persönlichen Ebene bei der Kindererziehung an. Ich möchte meinem Sohn vorleben, dass sich auch schon ganz junge Menschen engagieren können und etwas bewegen, eine Veränderung anstoßen können. So haben wir gemeinsam eine kleine Kinder-Charity-Initiative gegründet, die traumatisierte und benachteiligte Kinder zu heilsamen Tagen in die Natur einlädt – eine eigene Form von nachhaltigen Events."

Storytelling und CSR – passt das zusammen? Wie muss CSR gestaltet sein, um glaubwürdig und nachhaltig strategisch zu sein? Darf darüber im Sinne von „Tue Gutes und sprich darüber“ berichtet werden? Und wo ist die Grenze zum Green- oder Bluewashing? Der Vortrag beleuchtet anhand des konkreten Beispiels der IMEX Group, worauf es bei der Entwicklung der eigenen CSR Strategie ankommt, welches die wesentlichen Herausforderungen sind und wie Storytelling – richtig konzipiert und umgesetzt - als Ausgestaltung dieser Strategie intern und extern wirken kann.

Forum Inklusion: SOZIALHELDEN und Raúl Krauthausen

Inklusions-Aktivist und Gründer der SOZIALHELDEN Raúl Krauthausen wird in enger Zusammenarbeit mit den Veranstaltern ein eigenes Forum zum Thema Vielfalt und Teilhabe gestalten.

Persönliches Statement:
"Uns ist es wichtig, für eine vielfältige Gesellschaft zu werben. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, die Umwelt zu schonen, sondern auch das z.B. Menschen mit und ohne Disikriminierungserfahrung auf Augenhöhe einander begegnen. Dafür müssen auch Barrieren beseitigt und Räume des Austauschs geschaffen werden."

CSR – Reputationstreiber oder PR-Kosmetik?

Anja Krutzke
, CB.e Clausecker | Bingel AG

Persönliches Statement:
"In Zeiten gestiegener gesellschaftlicher Erwartungen und hoher Transparenzansprüche ist es wichtiger denn je, CSR ganzheitlich zu betrachten und in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Greenwashing-PR zur Verbesserung des Images oder als Ablenkungsmanöver hingegen kann die Reputation eines Unternehmens nachhaltig schädigen."

In Zeiten gestiegener gesellschaftlicher Erwartungen und hoher Transparenzansprüche ist es wichtiger denn je, CSR ganzheitlich zu betrachten und in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Greenwashing-PR zur Verbesserung des Images oder als Ablenkungsmanöver hingegen kann die Reputation eines Unternehmens nachhaltig schädigen.

Wie ticken Journalisten?

Dipl.-Volksw. Ingo Leipner, freier Wirtschaftsjournalist, Textagentur „EcoWords“

Persönliches Statement:
"Für mich geht Nachhaltigkeit beim frischen Buchengrün im Frühjahr los: Wenn wir lernen, die Natur mit ihren endlosen seelischen Ressourcen zu schätzen, dann sind unsere zerstörerischen Konsummuster viel leichter zu überwinden."

"When a dog bites a man, that's not news. But when a man bites a dog, that's news."
Charles A. Dana (Herausgeber der New York Sun, 1882)

Wenn ein Thema dieser Idee entspricht, ist es fast schon „verkauft“. Denn: Hohe Hürden sind zu nehmen, um in der Öffentlichkeit PR-Themen zu lancieren. Gerade in Sachen Nachhaltigkeit, weil der Begriff ziemlich verbraucht ist. Dazu wird es immer wichtiger, sich die „Denke“ von Redakteuren oder Journalisten vor Augen zu führen. So fordert eine aktuelle Stellenanzeige der „Märkischen Allgemeinen“: „ein Gespür für interessante Service-Themen“. Genau um dieses „Gespür“ gehts im Workshop, der als kleine „Themenkonferenz“ angelegt ist: Von Anfang an sind die Teilnehmer aktiv dabei und drehen Ideen so lange, bis ein attraktives Thema gefunden ist. Erstaunlich, welche neuen Aspekte dabei auftauchen.

DLR-CONFERENCE ON CLIMATE CHANGE
Nachhaltigkeits- und Eventkonzept

Jürgen May, Geschäftsführer 2bdifferent

Petra Naoum, Leiterin Eventmanagement vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Persönliches Statement Jürgen May:
"Wer heute nicht die Gesellschaft und Umwelt in ihrer Qualität in sein Kerngeschäft einbindet, wird zukünftig ökonomisch keinen Erfolg haben!"

Persönliches Statement Petra Naoum:
"Das Thema Planung und Durchführung von nachhaltigen wissenschaftlichen Veranstaltungen rückt auch beim DLR immer stärker in den Fokus. In diesem Sine lautet mein Credo: Im Einklang mit den verbindlichen Vorgaben durch die Beschafffungsordnung und internen DLR Regularien durch ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagement dazu beizutragen, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt insgesamt zu reduzieren."

Wenn eine Vielzahl international renommierte Klimaforscher und internationale Politiker bei der Klimakonferenz 2018 in der Flora Köln über die Herausforderungen des Klimawandels diskutieren, soll auch die Veranstaltungsproduktion der Konferenz Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Die DLR-CONFERENCE ON CLIMATE CHANGE bietet vielfältige Möglichkeiten, mit zahlreichen kleinen und größeren Maßnahmen Ressourcen zu sparen, energieeffizient zu arbeiten, eine sinnvolle Logistik sowie ein Lieferantenmanagement nach sozialen- und ökologischen Kriterien umzusetzen. Dazu stellte das DLR sämtliche eigene organisatorischen Schritte als auch externe Partner, Lieferanten und Dienstleister auf den Prüfstand. Vor diesem Hintergrund wurde 2bdifferent seitens des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) beauftragt, einen Blick auf die Geschäftsbetriebe der Lieferanten und Dienstleister für die DLR - CONFERENCE ON CLIMATE CHANGE zu werfen. Unter nachhaltigen Gesichtspunkten wurde ein Bild über die aktuelle Nachhaltigkeitsperformance der Vertragslieferanten und Eventdienstleister gewonnen. In einigen Fallen wurden Eventdienstleister zum Nachbessern Ihrer Nachhaltigkeitsperformance gebeten oder der Auftrag nicht erteilt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Prozesse und die Messbarkeit definierter Ziele für ein nachhaltiges Eventmanagement.

EMAS Zertifizierung der Weltklimakonferenz COP 23

Jan-Michael Rudzik, VAGEDES & SCHMID

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit bedeutet für uns in der täglichen Agenturarbeit und auch für mich persönlich, unser tägliches Handeln so ressourcenschonend wie möglich auszurichten, damit es nicht zu Lasten nachfolgender Generationen geht. Dies fängt bei jedem persönlich an, nur so kann nachhaltiges Denken zu nachhaltigem Handeln werden."

Eine COP – 2 Zonen, 55.000 qm temporäre Bauten mit rund 160 Ausstellungsflächen, 39 Länderpavillons, 15 Meetingräume und über 400 Side Events. Raum für 25.000 Teilnehmer aus 196 Ländern, über 70 beteiligte Gewerke mit ca. 5.000 Mitarbeitern für Auf-/Abbau und Durchführung sowie ein rund 100-köpfiges Vagedes & Schmid Organisationsteam - und das Ganze nach EMAS Regeln umweltfreundlich zertifiziert. Ausgehend von den Nachhaltigkeits-Zielsetzungen soll die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes vorgestellt werden. Es soll aufgezeigt werden, wie Vagedes & Schmid als Generalübernehmer und verantwortliche Agentur für die Steuerung des EMAS-Prozesses, die Aufgaben der Implementierung, des Reportings und Controllings ausgeführt hat. Zudem soll gezeigt werden, wie die externen Dienstleister eingebunden wurden und welche Verpflichtungen im Rahmen der Zertifizierung auf diese zukamen.

Personal Design – Das Palatin zeigt den Weg in die Zukunft

Klaus Michael Schindlmeier, Best Western Plus
Palatin Kongresshotel Wiesloch

Persönliches Statement:
"Hotellerie ist Zukunft – und wir arbeiten daran!"

Lehrjahre SIND Herrenjahre: Durch eine gute Ausbildung werden entscheidungsfreudige, selbstbewusste, zielorientierte, zukunftserfassende und teamfähige Mitarbeiter in die Gast- und Veranstaltungsbranche integriert. Es ist elementar wichtig, dass man mit Mitarbeitern, Studierenden und Auszubildenden auf Augenhöhe kommuniziert und sie ernst nimmt. Regelmäßige Trainings, Mitarbeiteraustauschprogramme, Projektmanagement und wachsende Verantwortungsbereiche führen zu selbstbewussten, engagierten Mitarbeitern – und damit auch zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg. „Das Palatin ist, was du draus machst“: Das Kongresshotel in Wiesloch geht außergewöhnliche Wege, besonders auch in seiner nachhaltigen Personalentwicklung und -bindung.

CSR Berichtspflicht verändert Auftragsvergaben, beeinflusst
unser tägliches Handeln. Digitalisierung - Motor oder Bremse?

Alexander Schmidt
, Geschäftsführer evenco GmbH & Co. KG & FAMAB-Vorstand für Technik & Umwelt

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit ist für mich Menschen mitzunehmen, neue Anstöße zu geben, Multiplikatoren zu finden, Unterstützer für Veränderungen zu suchen, der bewusste Umgang mit Ressourcen."

Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen. Dabei geht es um Wertschöpfungsprozesse, Material- und Informationsflüsse, Umwelt und Gesundheit, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Soziales und Gesellschaftliches. Radikal haben sich Branchen in den letzten Jahren modernisiert und professionalisiert. Informationen und Entscheidungen werden in Sekundenschnelle geteilt und miteinander vernetzt. Interaktive Kommunikation innerhalb der Infosphäre kann die Nachhaltigkeit unseres Handelns beeinflussen. Inhalte in virtueller Realität darzustellen, daraus Entscheidungen zu treffen, wird Ressourcen sparen. Digitalisierung kann uns helfen nachhaltiger zu agieren.

10 Jahre DNP-Wirkung und Wirksamkeit des
Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Stefan Schulze-Hausmann
, Vorstand der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit heißt für mich lernen, suchen, eigene Wege finden, Beiträge für eine gute Zukunft leisten und möglichst viele dabei mitzunehmen. Wie eine nachhaltige Welt ausschauen könnte, ist für mich ein Lebensthema. Je älter ich werde, desto wichtiger wird es mir, meinen drei Kindern eine Welt zu hinterlassen, mit der sie mindestens genauso viel anfangen können wie wir."

Mit dem Rückenwind eines starken Themas hat sich der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zu Europa’s größter Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement in Wirtschaft, Kommunen, Forschung und Architektur entwickelt. Fünf Wettbewerbe, ein Kongress für 2.000 Teilnehmer und zwei Preisverleihungen im Gala-Format zeigen eine anspruchsvolle Momentaufnahme des ebenso sperrigen wie relevanten Themas Nachhaltigkeit. Stefan Schulze-Hausmann, Wissenschaftsjournalist, Rechtsanwalt und Initiator des Preises, berichtet über eine komplexe Erfolgsgeschichte, was ein Preis bewirken kann (und muss) – und warum die Nachhaltigkeitsszene ein Haifischbecken ist!

Gemeinwohl = Kommunismus?

Michael Stober
, Geschäftsführer Landgut Stober Kontor GmbH & Co. Betriebs KG

Persönliches Statement:
„Glück ist das einzige, das durch teilen mehr wird. (stammt nicht von mir, stimmt aber) Geben ist schöner als Nehmen. Nehmen ist auch gut, aber etwas zurückgeben von dem, was man bekommen hat, verlängert das Leben. Geben gibt Sinn. Zuviel geben geht nicht, zu viel nehmen geht immer, bringt aber nix.“

Wer kümmert sich um andere, ohne sich selbst wirtschaftlich in den Vordergrund zu stellen? Kirchen? Nein. Ökumenische Ehrenamtler? Ja! – Krankenkassen? Nein. Krankenschwestern? JA! – Supermarkt? Nein. Tafeln für sozial Bedürftige? JA! Gibt es auch Unternehmer und Unternehmen, die das tun? Nein? Oder JA.
Wie geht das? Zurück zur Kommune? Oder ist das zeitgemäss?

Und was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun?

Globale nachhaltige Entwicklung als Anliegen der Live-Kommunikation

Claudia van’t Hullenaar, Gründerin Sustained Impact, Sustainability Committee Member Events Industry Council

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit heißt darüber nachzudenken, welche Auswirkungen sowohl das gegenwärtige als auch das langfristige Handeln auf das Umfeld und die Menschen hat, und entsprechend zu agieren. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden dabei einen Orientierungsrahmen, Themenbereiche systematisch aufzugreifen und anzugehen."

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger für das Image und die Reputation von Marken und Unternehmen. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend. Verantwortliche Business Meetings und Events tragen als Visitenkarte eines Unternehmens dazu bei, das Thema Nachhaltigkeit glaubwürdig nach aussen zu tragen. Die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele leisten eine Hilfestellung, die Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation systematisch zu entwickeln, umzusetzen und zu kommunizieren. 

COP 23: Wie nachhaltig kann eine UN-Klimakonferenz sein?

Dennis Winkler, Leiter des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)-Nachhaltigkeitsteams für die Organisation von Klimakonferenzen

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit ist für mich kein Label, sondern ein Prinzip und eine Passion – sowohl im beruflichen als auch im persönlichen Leben. Sie ist keine Kategorie, in der es nur Schwarz oder Weiss gibt, sondern sollte zu einem stetigen Streben nach “so viel wie möglich davon” führen – bewusster Konsum und bedachte Ressourcennutzung inklusive. Nachhaltigkeit ist nicht was wir machen, sondern wie wir es tun."

Die Nachhaltigkeit von UN-Klimakonferenzen wird in besonderem Masse hinterfragt – allzu leicht lässt sich ein augenscheinlicher Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit vermuten. Nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse der im November 2017 in Bonn durchgefuehrten zweiwöchigen 23. UNFCCC-Vertragsstaatenkonferenz (COP 23) soll das dort umgesetzte Nachhaltigkeitskonzept kurz vorgestellt werden. Nachdem COP 21 (Paris) als erste UN-Konferenz und COP 22 (Marrakesh) als erstes Event in Afrika unter ISO 20121 zertifiziert wurden, war die von Bundesumweltministerium und UN-Klimasekretariat fuer COP 23 angestrebte EMAS-Zertifizierung ein logischer nächster Schritt. 

Keynote und anschließende Talkrunde:
Ohne Diversität und Frauen keine Nachhaltigkeit! Wie machen Veranstaltungen die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar?

Kerstin Wünsch, Chefredakteurin der tw tagungswirtschaft (dfv Mediengruppe), dem Fach- und Wirtschaftsmagazin für Veranstaltungsplaner

Persönliches Statement:
"Aus Studien und eigener Erfahrung wissen wir, dass vielfältige Teams innovativer sind. In Anbetracht der vielen, komplexen Fragestellungen unserer Zeit, scheint es mir klug, die weibliche Sicht der Dinge (stärker) zu berücksichtigen, um nachhaltige Antworten zu finden."

Das Thema Geschlechter-Gleichbehandlung ist nicht neu, doch nicht zuletzt im Ringen um Nachhaltigkeit aktueller denn je. Warum? Zwei gesellschaftliche Entwicklungen setzen es auf die Agenda: Diversität und demografischer Wandel. Laut der internationalen Umfrage „Frauen in der Veranstaltungsindustrie“ von tw tagungswirtschaft, m+a report und der IMEX Gruppe glaubt jede zweite Befragte nicht, dass sie bei Gehalt und Karrieremöglichkeiten gleichbehandelt wird wie ihr männlicher Kollege. Wie kann das sein? Was ist zu tun, damit die Veranstaltungsindustrie die Vorteile von Vielfalt erkennt und ein attraktiver Arbeitgeber (für Frauen) bleibt – wird?

Weitere Teilnehmerinnen Talkrunde:
Ohne Diversität und Frauen keine Nachhaltigkeit! Wie machen Veranstaltungen
die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar?

Tanja Knecht, The IMEX Group

Persönliches Statement Tanja Knecht:
"Nachhaltigkeit hat für mich viel mit persönlichem Handeln zu tun. Jeder kann sich fragen „was kann ich tun?“, auch wenn es Kleinigkeiten sind. So entsteht Veränderung. Für mich persönlich fängt dies auf einer ganz persönlichen Ebene bei der Kindererziehung an. Ich möchte meinem Sohn vorleben, dass sich auch schon ganz junge Menschen engagieren können und etwas bewegen, eine Veränderung anstoßen können. So haben wir gemeinsam eine kleine Kinder-Charity-Initiative gegründet, die traumatisierte und benachteiligte Kinder zu heilsamen Tagen in die Natur einlädt – eine eigene Form von nachhaltigen Events."

Bettina Metz, UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V.

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich zukunftsorientiertes Handeln. Um nachhaltige Strategien durchführen zu können, müssen Frauen und Männer gemeinsam planen und arbeiten. Nur so können Projekte langfristig Erfolg haben und neuen Herausforderungen standhalten. Unsere Arbeit kann nur nachhaltig sein, wenn wir keine Gruppe zurücklassen oder ausgrenzen. Unternehmensstrategien werden sich langfristig durchsetzen, wenn Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigt werden. Dafür steht auch die UN Women Solidaritätskampagne HeForShe. Nur wenn wir uns gegenseitig unterstützen und stärken, können wir unsere Ideen nachhaltig umsetzen."

Sandra Mamitzsch, re:publica
Foto: re:publica/ Justin Farrelly CC BY 2.0

Persönliches Statement:
"Nachhaltigkeit nimmt für mich die langfristige Perspektive ein. 2 meiner persönlichen Versionen: Ich versuche nachhaltig zu handeln und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, damit für die nächsten Generationen auch noch eine Welt übrig ist. Gleichzeitig mache ich beruflich Menschen und Themen sichtbar, die ihrerseits die Welt besser machen. Und ganz platt betrachtet kann Diversität auch die Aufmerksamkeitsökonomie nachhaltiger machen, denn je mehr unterschiedliche Menschen ich ins Rampenlicht hole, desto interessanter ist es auch für das Publikum und desto mehr unterschiedliche Perspektiven sind auch langfristig öffentlich sichtbar."

Der Weg zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Yvonne Zwick
, Wissenschaftliche Referentin, Leiterin Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex, Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Persönliches Statement:
"Will man wirklich glaubwürdig in Sachen Nachhaltigkeit sein, gehört nachhaltiges Veranstaltungsmanagement zum guten Ton. Es ist gut, dass die Veranstaltungswirtschaft sich mit diesem Thema beschäftigt – damit engagierte Unternehmen und öffentliche Institutionen endlich auf ein größeres Anbieterspektrum stoßen und sich neue Lernpartnerschaften entwickeln können."

Was hat den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) dazu bewogen, einen Berichtsstandard zu schaffen und wie hat er ihn entwickelt? Welchen Weg hat der Nachhaltigkeitskodex genommen, um sich als relevanter Standard zu etablieren, wie fügt er sich das Gesamtbild anderer Initiativen ein und wie wird er organisiert?