Programm


Referenten

Ein neues Zusammenspiel einüben
Perspektivwechsel in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts – angeleitet von einer neuen ökonomischen Vernunft
Prof. Dr. Brigitte Spieß, Professorin für Marketing und Eventmanagement, EBC Hochschule Berlin

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass ich mir täglich Zeit für stille Momente nehme. Ich übe mich darin, den Augenblick bewusst zu erleben und mich darauf auszurichten, was in meinem Leben wirklich zählt. Nachhaltigkeit beginnt im eigenen Geist."

Das zunehmend ökologische und ethische Bewusstsein in der Gesellschaft spiegelt den Wunsch der Menschen wider, mit den Ressourcen der Umwelt verantwortlich umzugehen und auch den nachfolgenden Generationen ein gutes Leben und Lebensqualität zu ermöglichen. Eine Führungs- und Unternehmenskultur, die angeleitet wird von einer Wertebasis und ethischen Haltung, ist in Zeiten von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Industrie 4.0 ein entscheidender Erfolgsfaktor und Treiber im Wettbewerb um die Kunden wie auch im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter.

In dem Vortrag werden die Charakteristika von Unternehmenskultur und Führung mit ihren inhaltlichen Ausprägungen skizziert, die den Erfolg von Unternehmen ermöglichen. Nachhaltigkeit und CSR haben sich dabei vom Aushängeschild einiger Unternehmen längst zur strategischen Herausforderung gewandelt und sind in Politik und Wirtschaft angekommen.


CSR, C2C & Co. - Womit die Auftraggeber Sie zukünftig
herausfordern werden!

Dipl.-Ing. André Flinterhoff, Leiter Brand Spaces & Corporate Spaces, Zentrales Marketing, Schüco International KG und
Benjamin Gabel, Leiter Integriertes Managementsystem, Schüco International KG

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit ist für mich nach wie vor eines der spannendsten Themen, gerade weil es noch keine verbindlichen gesetzlichen Vorgaben gibt und die Bandbreite von Nachhaltigkeit auch nicht so einfach erschließbar ist. Zudem gibt es einen moralischen Impetus, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die es gibt, nachhaltig zu wirtschaften - denn: Niemand kann heute sagen, es wäre nicht machbar oder zu teuer.“ (André Flinterhoff)

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich „schon heute Lösungen für morgen zu entwickeln“ und als Premium-Anbieter bei Schüco jetzt schon Verantwortung in der Baubranche zu übernehmen um unseren Kunden auch im Nachhaltigkeitsbereich die besten Produktlösungen und Services anbieten zu können.“ (Benjamin Gabel)

Nachhaltigkeit als Auswahlkriterium? Erfahren Sie welche Anforderungen wir als Auftraggeber an die Unternehmen der Messewirtschaft in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften haben. Das Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es gibt bereits hohe interne Anforderungen an die Professionalisierung von Nachhaltigkeitsprozessen, die sich automatisch auch auf die Auswahl der entsprechenden Partner auswirken. Verschiedene Abteilungen wie der Einkauf, das Marketing und Nachhaltigkeitsbeauftragte in Unternehmen verankern verbindliche Beschaffungsbedingungen – die Herausforderungen für Dienstleister steigen. Die Bewertung von potenziellen Partnern wird zukünftig sogar noch stärker davon abhängig gemacht werden, wie nachhaltig die Unternehmen wirtschaften.


Nachhaltige Veranstaltungen im post-fossilen Zeitalter
Prof. Dr. Markus Große Ophoff, Fachlicher Leiter des DBU Zentrums für Umweltkommunikation und Honorarprofessor für Veranstaltungsmanagement und Nachhaltigkeitskommunikation an der Hochschule Osnabrück

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich jeden Tag ein wenig mehr so zu handeln, dass meine Tochter auch am Ende diesen Jahrhunderts noch eine lebenswerte Umwelt genießen kann."

In Paris wurde im Dezember 2015 ein Klimavertrag geschlossen, der nicht mehr und nicht weniger als den Ausstieg aus allen fossilen Energien in den nächsten gut 30 Jahren erfordert. Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung spricht von einer großen Transformation unserer Wirtschaftsweise, die kurzfristig erforderlich ist. Die Geologen sind aktuell dabei mit dem Anthropozän ein neues Zeitalter auszurufen, da der Mensch mittlerweile auf plantarem Maßstab die Erde verändert. Und in der Veranstaltungsbranche sieht es dabei vielfach so aus, als ob man so weiter machen könnte, wenn man nur LEDs einsetzt und zur Not Klimakompensation betreibt. Ist das wirklich so? Für den Eventbereich sollen mit dem Beitrag Wege zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planten Erde aufgezeigt werden.


Wettbewerbsvorteil Nachhaltigkeit – wie das?
Michael Stober, Geschäftsführer Landgut Stober Kontor GmbH & Co. Betriebs KG

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit ist kein Verzicht, sondern Genuss. Nachhaltigkeit kostet nicht mehr, sondern bringt mehr –nämlich Lebensqualität und Lebenszeit. Nachhaltigkeit ist nicht (nur) Öko, sondern Ökonomisch. Nachhaltig sein heißt, seinen Mitmenschen und sich selbst gegenüber liebevoll, aufmerksam und respektvoll zu sein. Nachhaltig sein heißt, die Dinge und die Lebewesen anders zu sehen, als vorher Nachhaltig sein heißt bewusst sein.“

Als Nachhaltiger wird man immer noch mit den drei Vorurteilen zur Nachhaltigkeit konfrontiert:

  1. „Ach, Sie sind öko!“
  2. Ooh, jetzt wird´s aber teuer?!“
  3. „Und auf was muss sich verzichten??“

Dabei trifft das überhaupt nicht zu.

  1. Ökologisch sein ist nur ein kleiner Bestandteil des Ganzen. Es geht vor allem um Ökonomisch langfristiges und sinnvolles Denken und natürlich um die Weiterentwicklung des kantischen Imperatives, der in der logischen Fortentwicklung zwangsläufig zu dem Gedanken des Gemeinwohles führt. Was tue ich zum Wohle Aller? Ehrlichkeit ist Wahrhaftigkeit. Und spätestens die Transparenz der gesamten Produktionsabläufe führt zu einer tiefgreifenden Änderung des Bewusstseins des Mitarbeiters, aber auch des Kunden. Diese Authentizität schafft die nachhaltige Identifikation des Kunden mit dem Produkt und des Mitarbeiters mit seinem Unternehmen.
  2. Wir haben aktuell ermittelt, dass wir unsere Preis um 4,6% erhöhen müssten, wenn wir nicht so nachhaltig agieren würden. Unsere Heizungsart spart uns 50% der normalen Heizkosten, Unsere Regenwassernutzung spart 50% Frischwasser, wir produzieren mehr Strom, als wir benötigen, unser Müllaufkommen ist durch Mülltrennung und Recycling minimiert, Arbeitsvorgänge werden möglichst papierlos vollzogen, nur Dinge mit langer Haltbarkeit werden erworben, etc., etc.
  3. Bei uns im gesamten Hotel- und Tagungsbereich muss man auf nichts verzichten (außer einer Klimaanlage), was ein anderes Vier-Sterne-Haus bietet. Und fast alle unsere Gäste/Kunden verzichtet darauf gerne, weil sie verstehen, warum wir das tun –nämlich zum Wohle aller, dem Allgemeinwohl verpflichtet. Mitarbeiter müssen auf nichts verzichten, ganz im Gegenteil, sie sind eingebunden in das nachhaltige Geschehen, erhalten arbeitserleichternde und weiterbildende Angebote. Jeder Mitarbeiter muss in verschiedenen Abteilungen mit aushelfen, das schafft Respekt vor der Arbeitsleistung der Kollegen. Wenn schon, dann Verzicht mit Genuss. Kein Problem, wenn es passend kommuniziert wird.

"Greening a Monster" - Der ESC 2015 in Wien
Oliver Lingens, Generaldirektion - Marketing und Kommunikation, Österreichischer Rundfunk, ORF 

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
„Von der Sinnhaftigkeit den ESC als Green Event durchzuführen musste ich selbst erst überzeugt werden. Im Nachhinein gesehen war es eine der besten Entscheidungen die wir getroffen haben.“

Der Eurovision Song Contest ist der größte TV-Unterhaltungsevent der Welt mit rund 200  Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern, 1.700 Medienvertretern aus der ganzen Welt, Delegationen aus 39  Ländern und 100.000 Besucherinnen und Besuchern Ende Mai 2015 in der Wiener Stadthalle. Zum ersten Mal in der 60- jährigen Song Contest-Geschichte wurde der Event 2015 in Wien durchgängig nach anerkannten Umweltstandards gestaltet und als zertifiziertes Green Event nach dem Österreichischen Umweltzeichen durchgeführt.

Folgende Grundsätze standen dabei im Fokus:
 • Der ESC schont Klima und Ressourcen.
 • Der ESC setzt auf regionale und nachhaltige Produkte.
 • Der ESC lebt Inklusion und Barrierefreiheit.
 • Der ESC setzt aktiv Energieeffizienzinnovationen um.
 • Der ESC gibt Öko-Standards für künftige Events vor.


Ramp-Up.me
Raúl Krauthausen, Die SOZIALHELDEN

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Uns ist es wichtig, für eine vielfältige Gesellschaft zu werben. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, die Umwelt zu schonen, sondern auch das z.B. Menschen mit und ohne Disikriminierungserfahrung auf Augenhöhe einander begegnen. Dafür müssen auch Barrieren beseitigt und Räume des Austauschs geschaffen werden.“

“Ramp-Up.me” gibt Eventmanagern Tipps, wie ihr Veranstaltungsort barrierefreier wird, mehr Vielfalt in das Programm gelangt und die Kommunikation rund um das Event mehr Menschen erreicht.

Die gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe auf der Bühne und den Zuschauerrängen zu fördern, ist das Ziel des Projekts. Die SOZIALHELDEN wollen Veranstalterinnen und Veranstalter von Events dazu motivieren, freiwillig auf Inklusion und Barrierefreiheit zu setzen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch gesetzliche Grundlagen, die Veranstalter zum Umdenken verpflichten.
Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, schreibt vor, dass Menschen mit Behinderung ein Recht darauf haben, an der Gesellschaft teilzuhaben. Und im besten Fall auch an Veranstaltungen, Tagungen und Kongressen.


Die Lücke zwischen Live-Kommunikation und Nachhaltigkeit
schließen

Julian Ekelhof, Director CO2OL Climate Solutions und
Klaus Hövel, Geschäftsführer Marburg Stadt + Land Tourismus GmbH

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltiges Handeln bedeutet zu verstehen, welche Fragestellungen sich aus den aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen ergeben. Weder eine Abwehrhaltung noch blinder Aktionismus helfen auf dem Weg zu zukunftsfähigem Wirtschaften." (Julian Ekelhof)


Nachhaltigkeit hat längst auch die Kommunikationsbranche erreicht. Oft durch eigene Initiative, aber immer häufiger auch als verpflichtende Anforderung von Kunden. Welche Fragen sollte sich ein Unternehmen der Live-Kommunikation also zu seiner Nachhaltigkeits-Performance stellen? Wo liegen Gemeinsamkeiten mit anderen Branchen, was sind Besonderheiten? Und was sind die wichtigsten „Dos and Don’ts“ für klimaneutrale Unternehmen und Projekte? Als Einleitung zu den folgenden Case Studies werden die Kernfragen zukunftsfähigen Wirtschaftens in die Live-Kommunikation übersetzt.


Für die Umwelt mit der Umwelt
Nachhaltigkeit - Ein Spannungsfeld für Unternehmen –
Motivation, Möglichkeiten & Machbarkeit

Julia Heidemann Referentin Unternehmenskommunikation/ Events, Veolia Deutschland GmbH

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltigkeit ist für mich ein gelungener Prozess, bei dem mit Herz und Verstand der Dreiklang  von ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien Innovations- und Wirtschaftskraft fördert."

Als Umweltdienstleister nimmt Veolia eine besondere Rolle als Auftraggeber und Auftragnehmer ein. Wie können Themen gemeinsam auch mit externen Partnern umgesetz werden? An drei Beispielen wird der Ansatz von Nachhaltigkeit durch eine starke Gemeinschaft mit Partnern und Kunden gezeigt.

1. Messestand 2014 auf der IFAT
(Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall-, und Rohstoffwirtschaft)
2. langjährige Kooperation mit dem NABU
3. Festival- und Veranstaltungsentsorgung


Klimapartner darmstadtium & ENTEGA – Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept
Michael Cordt, Leiter Marketing, darmstadtium und
Stefanie Anne-Wissing, Senior Manager Business Relations ENTEGA Energie GmbH

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltigkeit ist für mich zuallererst eine positive Entwicklung. Darunter fallen nicht immer die großen Visionen, vielmehr sind die kleinen Schritte wichtig, um die Entwicklung zu befördern. Es wäre aber zu kurz gedacht, wenn nur Einsparung, Vermeidung und Verzicht damit verbunden würden. Nachhaltige Entwicklung muss Vielen nützen und Kreativität bündeln." (Michael Cordt)

"Nachhaltigkeit bedeutet für mich persönlich bewusst im Einklang mit der Natur zu leben und mein Handeln gegenüber Mensch und Umwelt möglichst achtsam und respektvoll auszurichten." (Stefanie Anne-Wissing)

Um die Jahrtausendwende, Planungsphase des darmstadtiums, war die Idee eines nachhaltigen Veranstaltungszentrums noch recht neu. 2007, als das darmstadtium eröffnete, stand das Konzept im medialen Fokus. Heute ist eine nachhaltige Venue keine Seltenheit mehr, das darmstadtium diente als „Blaupause“ für diverse andere Kongresszentren – doch die Weiterführung des nachhaltigen Gedankens macht unsere Konzeption besonders.
Auch im laufenden Betrieb sind ständige Verbesserungen möglich und nötig und gehören zum unternehmerischen Grundsatz. Die Klimapartnerschaft mit dem Ökostromanbieter ENTEGA ist weitreichend und stadtwirtschaftlich bedeutsam. Der Bezug von Ökostrom, aktive Energieberatung, die Betrachtung / Kompensation des Carbon Footprint und der Betrieb von Stromtankstellen im darmstadtium sind nur die wichtigsten Bestandteile der intensiven Kooperation zweier nachhaltiger Unternehmen.


"RETURN ON RESOURCES" - Our Reinvention of Sustainability
Florian Zibert, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Live-Kommunikationsagentur Zibert + Friends GmbH

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltig besteht für mich in einer weltoffenen, zukunftsbejahenden und verantwortungsvollen Haltung. Dazu gehört unter anderem: Leidenschaft für Neues. Freude an Qualität und Perfektion. Begeisterung für Innovation. Spaß am Miteinander. Liebe zu Menschen und der Natur."

Nachhaltigkeit – Ein Begriff geht um die Welt. Wir interpretieren dieses Buzzwords neu und machen mehr daraus als eine Werbefloskel ohne Inhalt. Bei jeder Maßnahme, von der Konzeption bis hin zur Umsetzung, hinterfragen wir die Relevanz und Wirkung. Wir verfolgen maximalen Effekt und langanhaltende Wirkung, verlieren dabei allerdings nie den Blick auf den Ressourcenverbrauch aus den Augen. 

Man kann entweder durch Reduktion versuchen nachhaltig zu agieren oder aber eben durch Drehen an den richtigen Stellschrauben Mehrwert erzeugen. Genau dieser Mehrwert ist für uns wichtig. Diese Denkweise nennen wir: „Return on Resources“


Wertewandel Food & Beverages - Sehnsuchtsräume und
Kundenbedürfnisse

Jörg Reuter, geschäftsführender Gesellschafter der grüneköpfe Strategieberatung

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nachhaltigkeit bedeutet für mich zu begreifen, das alles zusammen hängt. Ich möchte aktiv eine gute Wirtschaft gestalten und mit guten Marken die Welt verändern. Wir befähigen Unternehmen Gutes zu tun und gerade deshalb erfolgreich zu sein."

Die Bedeutung von (immateriellen) Werten als Bestandteil des guten Lebens nimmt deutlich zu. Dieser Wertewandel zeigt sich besonders stark bei Lebensmitteln. Innerhalb der Kundenbedürfnisse eröffnet sich ein Spannungsfeld zwischen der romantischen Sehnsucht nach dem Einfachen, Intuitiven und Unbeschwerten und gleichzeitig eine zunehmende Moralisierung des Essens die zu Frontenbildungen führt. Die neuen Konsumentenwünsche stellen das heutige Angebot von Food-Anbietern in einer nie dagewesenen Art und Weise in Frage. Gleichzeitig führen Konsumentenwünsche und Konsumentenwerte unmittelbar zu neuen Businessfeldern innerhalb der neuen Sehnsuchtsräume. Die Zukunft gehört guten Lebensmitteln. Zeit das sich Caterer auf die neuen Bedürfnisse einstellen.


Ein Kessel Nachhaltiges: Entwicklungen und Strukturen in einem als Sustainable Company zertifizierten Eventcatering -
Unternehmen

Stephanie Forstner, Projektleitung und Nachhaltigkeitsbeauftragte bei der Lemonpie Event- & Messecatering GmbH

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Wir stehen als Unternehmen der Cateringbranche in ständiger Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und den natürlichen Ressourcen. Eine nachhaltige Orientierung umfasst somit sowohl die Beschaffung unserer Waren, als auch die internen Abläufe und Prozesse bei lemonpie. In diesem Sinne werden wir mit viel Engagement weiter arbeiten und bestehende Prozesse ständig verbessern."

Nachhaltigkeit im Unternehmen, speziell in der Branche des Event-Caterings, ist längst kein optionaler Bonuspunkt mehr. Als erfolgreiches Familienunternehmen fühlen wir uns der Zukunft von Natur und Gesellschaft besonders verpflichtet. Die Unterstützungserklärung des Nachhaltigkeitkodexes Fairpflichtet, die Ernennung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten und die enge Zusammenarbeit mit dem FAMAB ( LECA – Mitglied ) und der Zertifizierung bzw. Rezertifizierung zur sustainable company sind nur einige Maßnahmen um unser nachhaltig strukturiertes Unternehmen in offizielle Regularien zu setzen, getreu dem Motto „ Tu Gutes und sprich darüber“.

Es ist die Vielzahl kleiner Dinge, die ein Unternehmen nachhaltig werden lassen, ob das betriebseigene lemonpie - Fahrrad, der Einkauf regionaler & saisonaler Produkte, oder eben auch ein freundliches Hallo zu jedem Mitarbeiter. Erst „Ein Kessel Nachhaltiges“ ergibt in der Summe eine Unternehmensstruktur mit sensibilisierten Mitarbeitern und dem ständigen Streben nach Optimierung im Wertesystem der Nachhaltigkeit.


aveato Postino – Catering per Post – ist das nachhaltig?
Alexander Schad, Vorstand eatat System Aktiengesellschaft, Berlin

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit bedeutet die Natur nicht zu verkaufen, das Gleichgewicht der Natur zu bewahren. Die Äpfel zu essen aber den Baum nicht zu fällen. Die Weissagung der Cree oder der Häuptling Seattle 1855 haben hierzu treffend und nach wie vor aktuell formuliert: „Geld ist nicht essbar,…“

aveato geht neue Wege und erweitert seinen Full Service Catering Service um die Zustellung von Caterings per Post. Kunden können in ganz Deutschland servierfertiges Catering online bestellen und per Post liefern lassen. Was bedeutet dies für die Umwelt? Eine kurze Analyse in Bezug auf das Thema der Nachhaltigkeit im Vergleich zu konventionellen Catering Lösungen.
Wir gehen neue Wege - „aveato Postino erweitert das Catering um die Zustellung per Post. Durch die Bündelung der Sendungen über unsere Zusteller wird ein effizienter Transport gewährleistet. Es gibt aktuell kein ökologischeres Catering in Bezug auf die letzte Meile!


Nachhaltige Live-Kommunikation | Schwerpunkt Planung und Umsetzung
Martin Wacker, Geschäftsführer Karlsruhe Event GmbH KEG

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Feste feiern und Nachhaltigkeit passt in Karlsruhe zusammen. Bei DAS FEST mehrfach ausgezeichnet, beim Stadtgeburtstag 300 Jahre Karlsruhe mit einer Million Besuchern bei 600 Veranstaltungen zeichnete das Nachhaltigkeitskonzept das Miteinander in der Stadtgesellschaft aus und wurde Vorbild für alle Events der Stadt.“

DAS FEST findet jährlich inmitten der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage statt, welche ein beliebtes und repräsentatives Naherholungsgebiet darstellt. Grund genug, dafür Sorge zu tragen, dass auch nach dem Festival eine Erholung hier möglich ist und so wird mit viel Engagement darauf geachtet, dem Umstand der Nutzung einer öffentlichen Parkanlage als Festivalareal gerecht zu werden. Gemeinsam mit dem städtischen Gartenbauamt wurde ein Konzept erarbeitet, um die Grünanlage während der Festivaltage so geringfügig wie möglich zu belasten. Zudem gibt es ausgearbeitete Konzepte für Bereiche wie beispielsweise Müll, Anreise, Einsatz lokaler Firmen sowie im Bereich der Essensanbieter um die Nachhaltigkeit von DAS FEST zu optimieren. Mit Erfolg: 2014 wurde DAS FEST mit dem “A Greener Festival Award” ausgezeichnet.


Branchennachwuchs mit Nachhaltigkeits-Verständnis - Pflichtaufgaben für die Ausbildung!?
Prof. Stefan Luppold, Studiengangsleiter BWL - Messe-, Kongress-und Eventmanagement, Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit steht ist in der MICE-Wirtschaft auch für die Wirkung von Events - möglichst mit einem intensiven, langen Nach-Hall. Und selbstverständlich können wir das, verbunden mit den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales, als Bestandteile eines verantwortungsvollen Handelns beschreiben.“

Nachhaltigkeit ist ein - wichtiger - Bestandteil dessen, was wir im Kontext von Verantwortung und Achtsamkeit vermitteln müssen. Es soll den jungen Menschen als Gestaltung-Ziel ihres beruflichen wie privaten Lebens begreifbar gemacht werden. Eine Einstellung und kein mechanistisches Regelwerk.


Die Umsetzung und Vermarktung von nachhaltigen Messen
Florenz Meier, Account Manager GAHRENS + BATTERMANN GmbH

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Für mich beinhaltet der Begriff Nachhaltigkeit die ganzheitliche und ausgewogene Betrachtungsweise von ökonomischen, ökologischen und sozialen Einflussfaktoren auf eine Handlung. Wenn es uns gelingt alle beteiligten Akteure einer Wertschöpfungskette zu einem nachhaltigkeitsorientierten Handeln zu sensibilisieren, dann wird sich nachhaltiges Bewusstsein in der Zukunft zu einer Selbstverständlichkeit etabliert haben.“

Nachhaltigkeit hat sich zunehmend zu einem wichtigen Thema der Gesellschaft entwickelt und prägt das öffentliche Bewusstsein. Der Gedanke, sich im Sinne der Nachhaltigkeit zu engagieren und in diesem Bereich Verantwortung zu übernehmen, hat sich ebenfalls im Leitbild vieler Unternehmen und Branchen - so auch in der MICE-Branche- verankert.
Nur wie können wir Messen überhaupt im Sinne der Nachhaltigkeit umsetzen? Und welchen Mehrwert bietet eine nachhaltige Messe für ihre Veranstalter und seine beteiligten Akteure? Und wie sind die durchgeführten Nachhaltigkeitsaktivitäten wiederum zu vermarkten, um eine Sensibilisierung und dementsprechende Aufmerksamkeit für die thematische Auseinandersetzung bei den jeweiligen Branchen, Zielgruppen und Akteuren zu verankern?


Nachhaltige Veranstaltungen – Geschichte und Entwicklung eines Beratungskatalogs für nachhaltige Planung von Veranstaltungen
Holger Leisewitz, Teamleitung Conference & Event Management Beiersdorf AG, Hamburg

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit wird das Thema der nächsten Jahrzehnte sein. Eine der größten Aufgaben wird dabei sein, Nachhaltigkeit in all seinen Facetten von dem Streben nach Wirtschaftlichkeit abzukoppeln und ihr den gleichen, wenn nicht höheren Stellenwert gegenüber dem unkontrollierten, wirtschaftlichen Wachstum einzuräumen. Nachhaltigkeit muss die Basis sein für wirtschaftliches Denken und Handeln. Sie bedeutet für mich: Heute nicht auf Kosten von Morgen – hier nicht auf Kosten von anderswo.“

Idee, Entstehung, Aufbau und Handhabung eines Beratungskatalogs für das Beratungsgespräch mit dem Auftraggeber zur Planung einer nachhaltigen Veranstaltung. Der Katalog zeigt Problematiken in einzelnen Beratungsfeldern auf und gibt Beispiele für die Umsetzung in der Praxis.


Stuttgart2Go – ein nachhaltiges Erlebnis
Karina Grützner Stuttgart Convention Bureau / Stuttgart-Marketing GmbH und Brigitte Volz, Quartier Stuttgart GmbH & Co. KG

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
"Ich glaube fest daran, dass sich ökologische, ökonomische und soziale Aspekte prima mit unternehmensrelevanten Botschaften oder Entertainment verknüpfen lassen. Nachhaltigkeit bedeutet nicht Verzicht. Wenn die Idee stimmt kommuniziert ein nachhaltiger Event mehr als ein konventioneller." (Brigitte Volz)

"Jeder kann einen Beitrag leisten. Handeln ist wichtiger als nur darüber reden. Die perfekte nachhaltige Lösung gibt es meiner Meinung nach nicht, aber jedes zukunftsorientierte Konzept und jeder noch so kleine Schritt zählt." (Karina Grützner)

Nachhaltigkeit ist zu einem wichtigen Faktor im Wettbewerb der Tourismus- und Kongressdestinationen geworden. Vor diesem Hintergrund ist das Stuttgart Convention Bureau bereits seit 2012 dabei, die eigenen Maßnahmen nachhaltig zu konzipieren und Eventmanager bei der Organisation von (nachhaltigen) Veranstaltungen in der Region Stuttgart zu unterstützen.

Als logische Konsequenz erfolgt der Messeauftritt an der wichtigsten MICE Fachmesse IMEX in Frankfurt mit einem integrierten nachhaltigen Konzept – realisiert von der Agentur Quartier Stuttgart.


Nachhaltigkeit erlebbar machen – Der MICE Club LIVE 2016 als ‚Sustainable Event‘
Dipl.-Ing. Dominik Deubner, Agenturinhaber DOMSET Live-Kommunikation

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
"Nur wenn das Thema Nachhaltigkeit für die Teilnehmer auch erlebbar wird, kommt es in den Köpfen der Teilnehmer an und erzeugt langfristige Verhaltensänderungen."

Dem MICE Club LIVE 2016 liegt die Idee zugrunde, anhand eines komplex und aufwändig inszenierten Branchenevents aufzuzeigen, wie Nachhaltigkeit auf allen drei Wirkungsebenen umgesetzt und erlebbar gemacht werden kann. Gerade in der Eventbranche fehlen Referenzprojekte, die in dem oft diskutierten Themenfeld als Vorreiterrolle dienen können. Vor allem Lieferanten und Dienstleister im Rahmen von Barter-Deals und Sponsorings von nachhaltigem Handeln zu überzeugen, stellt regelmäßig eine große Herausforderung dar. Ein eigens für das Projekt entwickelter Nachhaltigkeitscheck soll langjährige Partner nicht mit neuen Vorschriften abschrecken. Vielmehr werden Lieferanten und Dienstleister motiviert, den Wert des Nachhaltigkeitsgedankens für das eigene Unternehmen zu erkennen und selbst aktiv zu werden.


Nachhaltigkeit in der Eventausstattung und Technik – Versuch eines Praxischecks
Marcus Stadler, director scenic services europe, satis&fy AG Deutschland

Persönliche Statements zur Nachhaltigkeit:
„Nachhaltigkeit bedeutet etwas so zu tun, dass man es für einen unbeschränkten Zeitraum ohne Verluste weiter so tun kann. Erst wenn wir Wege finden, das diese Aussage auch für das Eventgeschäft greift, sind wir für die Zukunft gerüstet.“

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wird auch gerne als Verkaufsargument benutzt. Doch was bedeutet dies im gelebten Alltag eines Eventdienstleisters? Ist es überhaupt möglich nachhaltig zu wirken, ohne Wettbewerbsnachteile zu erlangen, ohne Qualitätsverluste zu befürchten, oder den Kunden eventuell abzuschrecken? Das Gegenteil ist der Fall, meint Marcus Stadler von der satis&fy AG Deutschland. Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil, bedeutet mit Vorausschau die besten Materialien auszuwählen und ist für den Kunden ein Grund seine Veranstaltung als etwas Besonderes anzusehen. Was es dafür in der Praxis braucht, soll der Beitrag vermitteln.


Podiumsdiskussion: Entertainment vs Ecotainment
Stefan Lohmann, Talent Buyer & Booking Agent, Live Entertainment Concepts & Sustainable Event Solutions

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
„Ich bin davon überzeugt, dass bei jedem, der anfängt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, ein Prozess ausgelöst wird. Jeder empfindet Nachhaltigkeit als sinnvoll, da gibt es kaum eine andere Meinung. Für jeden gibt es in diesem wichtigen Sektor Möglichkeiten etwas zu tun, was ihm auch Spaß macht. Und das ohne erhobenen Zeigefinger und ohne den Anspruch darauf perfekt zu sein oder Perfektion von den Anderen zu erwarten. Keiner ist perfekt und jeder hat seinen eigenen persönlichen Mix. Aber wichtig ist es - anzufangen!“


Podiumsdiskussion: Entertainment vs Ecotainment
Lenn Kudrjawizki, Schauspieler, Musiker, Regisseur und Mit-Gründer des Berlin Show Orchestras „The world’s greenest orchestra“

Persönliches Statement zur Nachhaltigkeit:
„Sei wie Du bist und verändere Dich!“