Ausbildungsberufe

Veranstaltungsbranche startet Ausbildungsinitiative 100PRO

Für eine 100PRO-Ausbildung: Ralf Stroetmann (VPLT), Bettina Rosenbach (AUMA), Ilona Jarabek (EVVC) und Andreas Weber (FAMAB) (v.l.n.r.).

Ausbildungsqualität sichtbar machen

Frankfurt, 05.04.2016   Als gemeinsamen Schulterschluss stellen die führenden Verbände der Veranstaltungswirtschaft anlässlich der Prolight + Sound 2016 ihre gemeinsame Ausbildungsinitiative 100PRO vor. Auf Initiative des EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. wurde gemeinsam mit den Verbänden AUMA Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., VPLT Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e.V. und FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation e.V. und mit Unterstützung des DIHK Deutscher Industrie- und Handelskammertag ein Ausbildungskodex entwickelt, der in prägnanten Leitlinien die wichtigsten Bausteine der Ausbildung zu Veranstaltungskaufleuten und Fachkräften für Veranstaltungstechnik verdeutlicht.
Zur Pressemeldung

„Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es leider auf dem Markt viele Ausbildungsbetriebe gibt, die die Attraktivität des Berufsbildes der Veranstaltungskaufleute nutzen, um Auszubildende zu akquirieren, ohne jedoch im Ansatz die Vielfalt der Ausbildungsinhalte vermitteln zu können. Für den FAMAB ist es daher eine Herzensangelegenheit, mit 100PRO – Der Ausbildungsinitiative der Veranstaltungswirtschaft zu helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.“

Andreas Weber, FAMAB Vorstandsmitglied

Auf der Internetseite WWW.100PRO.ORG bietet die Initiative Mehrwert für alle an der Ausbildung beteiligten Institutionen.

Weiterführende Informationen wie z.B. Kodex und Leitlinien zum Download unter http://www.100pro.org/presse/


Mehr Informationen zu den Ausbildungsberufen:

An der Entwicklung des Berufsbildes hat der FAMAB, Verband Direkte Wirtschaftskommunikation 2001 gemeinsam mit dem AUMA, Ausstellungs- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft, maßgeblich mitgewirkt.

Die Einsatzfelder von Veranstaltungskaufleuten sind Messen, Messebau, Events, Seminare, Kongresse und Konzerte. Der Aufgabenschwerpunkt liegt hierbei in der selbständigen Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

Die angehenden Veranstaltungskaufleute lernen die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, deren Koordination und Vermarktung unter Beachtung ökonomischer, ökologischer und rechtlicher Grundlagen. 

Facts & Figures:
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsort:
Veranstaltungsbetriebe bzw. Dienstleistungsbetriebe der Veranstaltungsbranche, Industrieunternehmen, Bereiche der kommunalen Verwaltung.

Rahmenlehrplan Veranstaltungskaufmann/-frau

Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist das gewerblich-technische Pendant zum Veranstaltungskaufmann. Die technische Seite ist wesentlicher Bestandteil im Produktionsprozess eines Unternehmens der Messe- und Eventbranche – Techniker und Kaufleute arbeiten hier im Team und ergänzen sich gegenseitig.

Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen das Konzipieren, Kalkulieren, Planen, Organisieren, Realisieren, Fahren und Abrechnen von Veranstaltungen. Dabei geht es auch insbesondere um technische Themen wie Beleuchtung, Beschallung und Rigging sowie um Sicherheit von Veranstaltungsstätten. Seit dem 1. August 2002 gibt es auch einen eigenen Schwerpunkt „Aufbau und Organisation“ speziell für den Messebaubereich. Für den Eventbereich ist der Schwerpunkt „Aufbau und Durchführung“ zutreffend.

Facts & Figures:
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsort:
Messe-, Kongress-, und Tagungswirtschaft, Unternehmen der ausstellenden Wirtschaft, Bereiche der kommunalen Verwaltung

Rahmenlehrplan Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Der Kaufmann/ -frau für Marketing- kommunikation ist schwerpunktmäßig auf klassische Marketing- und Kommunikationsinstrumente, deren Auswahl, Einsatz und Kontrolle sowie die Kundenberatung ausgerichtet.

Ein Ausbildungsberuf, der in der Kommunikationsbranche Messe, Event und Veranstaltungen auch ausgebildet wird, da diese Spezialisten hier ebenso eine wichtige Rolle spielen. Messen, Events und Veranstaltungen sind eine Spezialdisziplin im gesamten Marketing-Mix und funktionieren integriert und im Einklang mit den klassischen Instrumenten.

Der Ausbildungsgang kann sowohl von allen Dienstleistungsbetrieben der Kommunikationswirtschaft angeboten werden wie auch von den entsprechenden Fachabteilungen für Marketingkommunikation, Werbung, PR, Multimedia, Dialog oder Verkaufsförderung z. B. der Industrie, des Handels oder der Finanzdienstleister und Medien.

Facts & Figures:
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsort:
Unternehmensberatungen, Messe-, Kongress-, Tagungswirtschaft, Public Relations, Werbung

Rahmenlehrplan Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

Gestalter für visuelles Marketing sind auch im Messebau zu Hause. Messe-stände sind visuell, die Produkte müssen ansprechend präsentiert und inszeniert werden, das Gesamt-konzept des Messestandes muss kreativ und professionell umgesetzt werden. Daher wird der Beruf „Gestalter/in für visuelles Marketing“ auch in Messebauunternehmen ausgebildet.

Verkaufsförderung, Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen, Werbung, Events, Öffentlichkeits-arbeit sowie Promotion - all dies sind Arbeitsbereiche der Gestalter/innen für visuelles Marketing. Wenn sie Schaufenster dekorieren, Erlebnisräume gestalten und Veranstaltungen oder Verkaufsaktionen planen, soll natürlich das Interesse potenzieller Kunden geweckt werden. Bei der Entwicklung ihrer Gestaltungskonzepte nutzen sie aktuelle Trends und achten darauf, dass auch die Unternehmensphilosophie kommuniziert wird. Sie verstehen sich darauf, Licht, Formen, Farben und andere Gestaltungselemente effektvoll einzusetzen.

Facts & Figures:
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsort:
Einzelhandel, Messegesellschaften, Werbemittelgestaltern, Dekorationsfirmen, Herstellerfirmen der Industrie

Rahmenlehrplan Gestalter/in für visuelles Marketing

Die Ausbildung zum/zur Tischler/in ist die „klassische“ Variante, die schon immer ein guter Einstieg in die Messebaubranche war. Dieser Beruf wird daher in zahlreichen Messebau- unternehmen ausgebildet. Nach der Ausbildung sind verschiedene Wege möglich, um sich weiter zu quali- fizieren, sich zu spezialisieren und bspw. auch auf Projektleiterebene zu arbeiten.

Innenausbauten und Einrichtungs- gegenstände aus Holz sind ihr Spezialgebiet: Tischler/innen stellen Schränke, Sitzmöbel oder Tische, Fenster oder Türen, aber auch Messe- und Ladeneinrichtungen meist in Einzelanfertigung her. Sie informieren ihre Kunden über unterschiedliche Einrichtungslösungen und beraten mit Hilfe von Skizzen und Entwürfen. Wenn sie den Auftrag erhalten haben, be- und verarbeiten sie Holz und Holzwerkstoffe mit einer Vielzahl unterschiedlicher, auch computer-gesteuerter Techniken. Sie sägen, hobeln und schleifen, führen Furnierarbeiten aus und behandeln die Holzoberflächen. Die einzelnen Teile verschrauben oder verleimen sie zu fertigen Holzprodukten. Auf Baustellen setzen sie dann Fenster, Treppen und Türen ein; in Wohn- oder Büroräumen montieren sie Einbaumöbel, Raumteiler oder Wandverkleidungen. Sie prüfen das fertige Werk und übergeben es dem Kunden. Außerdem reparieren sie beschädigte Möbel oder gestalten Musterstücke. 

Facts & Figures:
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsort:
Möbel, Messebauunternehmen, Ladeneinrichtung, sonstige holzverarbeitende Betriebe

Rahmenlehrplan Tischler/in