Wie schnell und zuverlässig ist die Cloud? Gastbeitrag von Dr. Peter Putz

Der Siegeszug der Cloud hat inzwischen fast alle deutschen Unternehmen und sämtliche Branchen – von Automobilindustrie über Finanzwesen bis zur Kommunikation – erreicht. Doch viele Firmen zögern noch bei der Migration bestimmter Anwendungen in die Cloud. Dabei spielen Bedenken bezüglich Verfügbarkeit und Benutzerzufriedenheit sowie technologische Beherrschbarkeit und Kostenkontrolle eine bedeutende Rolle.

finger-769300_1920Anbietern nicht blind vertrauen

Unternehmen sind bestrebt, ihren Kunden und Mitarbeitern Daten bzw. Anwendungen über die Cloud zuverlässig und jederzeit erreichbar anzubieten. Dass die dafür genutzten externen Dienstleister, wie etwa Amazon Web Services (AWS) oder Microsoft Azure, tatsächlich die vereinbarten Servicelevels (SLAs) und Dienste liefern, ist geschäftskritisch:

Benutzer, egal ob interne Mitarbeiter oder Kunden, erwarten sich schnelle und anwenderfreundliche Softwareprodukte. Ausgezeichnete User Experience ist Voraussetzung für hohe Benutzerzufriedenheit und Kundenbindung. Langsame Verbindungen oder im schlimmsten Fall unerreichbare Angebote führen zu beträchtlichen Umsatzverlusten und negativen Bewertungen in sozialen Netzwerken. Aufträge gehen verloren, der Ruf des Unternehmens leidet oder Mitarbeiter werden in ihrer Produktivität eingeschränkt.

Falls die Performance-Probleme am Cloud-Angebot eines externen Anbieters liegen, müssen diese natürlich so schnell wie möglich identifiziert und behoben werden. Zusätzlich können Unternehmen aufgrund nicht eingehaltener SLAs Leistungsentgelte zurückhalten oder Schadenersatzansprüche stellen. Allerdings müssen sie dazu die Vertragsverletzung des Providers auch nachweisen können.

150x150x112_IG_BlogCloudPerf-150x150.gif.pagespeed.ic.jiCcVDMvujModerne Monitoring und Performance Management Lösungen

Zeitgemäße Lösungen für das Digital Performance Management (DPM) ermöglichen eine umfassende Kontrolle auch von sehr großen und dynamisch skalierbaren Could-Anwendungen. Sie liefern eine detaillierte Einsicht in die gesamte Lieferkette von Anwendungen – von Netzwerk Performance über Cloud Infrastruktur bis zum Betriebssystem und den Applikationskomponenten. Das inkludiert auch das Skalierungsverhalten und den Einfluss von Drittanbietern bis hin zur Erfahrung, die der Nutzer am Endgerät erlebt. Dabei haben Unternehmen volle Einsicht in jede Transaktion und Interaktion der Nutzer auf allen Ebenen. Mit intelligenten DPM-Lösungen gelingt auch die Übersicht in großen Microservices-Umgebungen und in automatisierten Test- und Deployment Prozessen. Ansätze künstlicher Intelligenz ermöglichen automatisierte Ursachenanalysen (root cause analysis) und die Unterscheidung von temporären und unwesentlichen Störungen im Vergleich zu Beeinträchtigungen, die sich tatsächlich bis auf die Ebene der Benutzerinteraktionen auswirken.

Unterstützung vor, während und nach der Migration

DPM-Lösungen können bereits vor einer geplanten Cloud-Migration wertvolle Daten und Einsichten liefern. So können z.B. Performance-Baselines und Leitungsengpässe ermittelt werden, die durch die Auslagerung in die Cloud übertroffen bzw. verbessert werden sollen. Während der Migration können Probleme frühzeitig entdeckt und durch schnelle Ursachenanalyse im Idealfall schon behoben werden, bevor sie die Anwender treffen.

Besonders wichtig ist die Performance-Prüfung neuer Anwendungen bereits in der Entwicklung. Hier ist das Ziel, dass Entwickler selbstständig ihre Software-Projekte unter produktionsähnlichen Bedingungen testen können. Somit soll sich möglichst frühzeitig zeigen, wenn eine Entwicklung nicht wie vorgesehen funktioniert.

Manche Hersteller von DPM-Lösungen bieten kostenlose Testversionen an, die einfach installiert werden können. Das ermöglicht Unternehmen selbst auszuprobieren, ob die Monitoring-Lösung die erwarteten Anforderungen erfüllt und mit allen relevanten Anbietern und Plattformen zusammenarbeitet sowie in Public, Private und Hybrid-Cloud-Umgebungen funktioniert.

Dr. Peter Putz

Dr. Peter Putz

Ops Lead Innovation Lab bei Dynatrace
Dr. Peter Putz ist der Operations Lead des Dynatrace Innovation Labs. Er und sein Team konzentrieren sich auf Research und Implementierung der nächsten Generation von Digital Performance Management-Lösungen. Dr. Putz ist ein Experte in der Entwicklung und Umsetzung intelligenter Enterprise-Systeme. Bevor er zu Dynatrace kam, war er ein Computer und Management-Wissenschaftler am NASA Ames Research Center und dem Xerox Palo Alto Research Center (PARC).
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Dr. Peter Putz

Dr. Peter Putz ist der Operations Lead des Dynatrace Innovation Labs. Er und sein Team konzentrieren sich auf Research und Implementierung der nächsten Generation von Digital Performance Management-Lösungen. Dr. Putz ist ein Experte in der Entwicklung und Umsetzung intelligenter Enterprise-Systeme. Bevor er zu Dynatrace kam, war er ein Computer und Management-Wissenschaftler am NASA Ames Research Center und dem Xerox Palo Alto Research Center (PARC).

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