Wie grün kann Entertainment sein? Ein Gastbeitrag von GREEN Janine - alias Janine Steeger

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Als ich kürzlich beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis in Düsseldorf eingeladen war, erhielten „Die Fantastischen Vier“ einen Ehrenpreis für ihr soziales und ökologisches Engagement. Bei der Preisübergabe fragte der Initiator und Moderator des Preises Stefan Schulze-Hausmann: „Ich habe gehört, Eure nächste Tour soll klimaneutral werden, stimmt das?“ Die Band druckste ein bisschen rum und gab schließlich offen zu: „Wir versuchen gerade herauszufinden, inwieweit das möglich ist. Wir stehen vor einer großen Herausforderung, deshalb wollten wir eigentlich noch gar nicht so offiziell darüber sprechen…“

Und damit sind wir mittendrin im Thema. Wir neigen in Deutschland zum Perfektionismus. Und der bremst unnötig aus. Deshalb ist mein Credo: JEDE Veränderung zählt und Versuch macht klug.

Die Fantastischen Vier / (c) Ralf Rühmeier
Die Fantastischen Vier / © Ralf Rühmeier

Nachhaltigkeitsbeauftragte am Filmset

Mit dieser Prämisse wurde sogar schon der erste „Grüne Tatort“ gedreht, auf Initiative der MFG Filmförderung Baden-Württemberg.

Ein Pilotprojekt, bei dem der Nachhaltigkeitsbeauftragte am Set für Folgendes gesorgt hatte: Persönliche Trinkflaschen statt Einwegbecher, Catering mit Essen aus der Region, Fahrräder und Elektroautos statt Taxen und Benziner, dazu erste Lampen mit energiesparenden LED-Leuchten und ein eigener Ökostromanschluss statt des üblichen stinkenden Dieselgenerators.
Statt die LKW mit der technischen Ausstattung an jedem Drehtag hin und her zu fahren, blieben sie bei diesem Tatort vor Ort, bewacht durch Sicherheitspersonal.
Außerdem ist die Crew überwiegend per Bahn statt mit dem Flugzeug angereist und Drehbücher wurden elektronisch verschickt.

Jede einzelne Maßnahme klingt vielleicht nach wenig, macht in Summe betrachtet und bei so einer großen Produktion aber schon verdammt viel aus.

Immer mehr machen sich Gedanken und machen mit

Als ich bei RTL gekündigt habe und mein Abschiedsfilm lief, erfuhr ein Kollege aus der Regie zum ersten Mal, dass ich mich seit Jahren mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftige und nun sogar kündige, um mich diesen Themen zu widmen. Darüber kamen wir ins Gespräch und es stellte sich raus: Der denkt das Gleiche wie ich.

Inzwischen gibt es die Firma Green Garden Media, die alle Dienstleistungen für Fernseh- und Onlineproduktionen anbietet und dabei immer auch einem nachhaltigen Anspruch folgt. So steht beispielsweise in den Angeboten mit drin, was grün ist – der Strom, das Catering oder beides und noch viel mehr.

Janine Steeger / © Tim Kickbusch
Janine Steeger / © Tim Kickbusch

Bewusstsein schärfen

Auch ich habe mir auf meinem Weg zu „Green Janine“ die Frage gestellt: Was kann an meiner Dienstleistung grün sein? Ich arbeite als Moderatorin, Medientrainerin und Kommunikationsberaterin. Und dann fiel mir mehr ein, als ich gedacht hätte.
Ich reise innerhalb von Deutschland fast ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ich trage faire Kleidung, ich arbeite weitgehend ohne Papier, wenn ich Trainings gebe achte ich bei der Verpflegung auf saisonale und regionale Lebensmittel, die Räumlichkeiten sollten mit Ökostrom versorgt sein. Und am Ende geht mein Honorar auf das Konto einer ethisch korrekten Bank.

In der Entertainmentbranche gilt, wie in jeder anderen Branche auch: Allein das Bewusstsein zu schärfen für Nachhaltigkeit, ist die Grundlage für alles. Wer einmal anfängt zu fragen „Kriegen wir das nicht besser, umweltfreundlicher hin?“, der wird schon jetzt bei vielen Punkten Antworten finden und etwas in Bewegung setzen.


Mit Leidenschaft für die Nachhaltigkeit: Janine Steeger bzw. GREEN Janine wird mit beim FAMAB-Sustainability Summit 2017 dabei sein und erklären, wie man Entertainment und Nachhaltigkeit verbindet und dabei den Spaß des „Green-Lifestyle“ in jeden Bereich transportiert.

Mehr unter http://famab.de/summit/

Janine Steeger

Janine Steeger

Janine Steeger arbeitet seit fast 20 Jahren in der Medienbranche und hat 2015 den Job als eines der Hauptgesichter von RTL hingeschmissen, um sich den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu widmen. Seitdem arbeitet sie als selbständige Journalistin, Moderatorin und Beraterin. Sie bloggt auf ihrer eigenen Homepage und für das Green-Lifestyle Online-Portal Ecowoman, moderiert grüne Events oder Events mit grünen Themen, und als Kommunikationsberaterin unterstützt sie Unternehmen dabei deren Nachhaltigkeitsstrategie intern so zu vermitteln, dass die Mitarbeiter sich eingebunden fühlen und extern für positive PR zu nutzen. Für den Auftritt vor der Kamera oder vor Publikum hat die langjährige Moderatorin wertvolle Tipp, die sie im Medientraining weitergibt. Janine Steeger hat 2016 einen Fernstudienkurs in „Betrieblichem Umweltmanagement und Umweltökonomie" erfolgreich abgeschlossen. Sie lebt den Green Lifestyle sowohl beruflich als auch privat aus tiefster Überzeugung, aber ohne den Anspruch perfekt zu sein.
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Janine Steeger

Janine Steeger arbeitet seit fast 20 Jahren in der Medienbranche und hat 2015 den Job als eines der Hauptgesichter von RTL hingeschmissen, um sich den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu widmen. Seitdem arbeitet sie als selbständige Journalistin, Moderatorin und Beraterin. Sie bloggt auf ihrer eigenen Homepage und für das Green-Lifestyle Online-Portal Ecowoman, moderiert grüne Events oder Events mit grünen Themen, und als Kommunikationsberaterin unterstützt sie Unternehmen dabei deren Nachhaltigkeitsstrategie intern so zu vermitteln, dass die Mitarbeiter sich eingebunden fühlen und extern für positive PR zu nutzen. Für den Auftritt vor der Kamera oder vor Publikum hat die langjährige Moderatorin wertvolle Tipp, die sie im Medientraining weitergibt. Janine Steeger hat 2016 einen Fernstudienkurs in „Betrieblichem Umweltmanagement und Umweltökonomie" erfolgreich abgeschlossen. Sie lebt den Green Lifestyle sowohl beruflich als auch privat aus tiefster Überzeugung, aber ohne den Anspruch perfekt zu sein.