Welten bauen – von realen und virtuellen Welten Gastbeitrag von Roman Passarge

Ludwigsburg wird vom 12. bis 14. November 2015 wieder zum weltweiten Schauplatz für die neuesten Entwicklungen für Architektur und Medien im Raum! Raumwelten, der Kongress für Raum- und Markeninszenierung, ermöglicht den direkten fachlichen Austausch mit weltweit agierenden Spitzenunternehmen und den Experten der Branche.

Reale Welt …

In meinem Alltag ist die reale Welt mittlerweile voller digitaler und virtueller Elemente: Bildschirme, Smartphones, digitale Fahrkartenautomaten, Videokonferenzen, Websites, Facebook, Instagram, Apps …

Vieles eröffnet mir neue Möglichkeiten und Perspektiven, lässt sich schneller erledigen oder bietet mehr Informationen. Und trotzdem habe ich immer, sogar immer öfter, den Wunsch andere Menschen persönlich, sozusagen von Angesicht zu Angesicht, zu treffen und reale Objekte zu erfahren.

Und diese realen Begegnungen mit Menschen und Dingen bleiben mir bisher immer viel länger und tiefer in Erinnerung, als alle digitalen und virtuellen Erlebnisse.
Für mich liegt dabei die besondere Qualität realer Begegnungen im sinnlichen Erleben: Durch alle Sinne – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen und Denken – werden in realen Räumen Begegnungen emotional und direkt erlebbar. Der reale Raum schafft dabei die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch. Allerdings bedarf es dazu eine Art „Konzentration“ auf den Ort – im besten Fall sind unsere Gedanken und unsere Aufmerksamkeit „vor Ort“: beim Gegenüber, gleich ob dies eine einzelne Person, eine Gruppe oder ein Objekt ist. Bei dieser Konzentration können digitale und virtuelle Inhalte unterstützen und ergänzen – es ist jedoch ein schmaler Grat, auf dem uns Virtuelles vom realen Ort „wegzieht“ und damit keine nachhaltigen, realen Begegnungen mehr möglich sind, weil unsere Gedanken und Gefühle woanders „weilen“.

 

Branchentreffen des Jahres für Raum- und Markeninszenierung Raumwelten 2015
Branchentreffen des Jahres für Raum- und Markeninszenierung Raumwelten 2015; Programm als PDF.

 

… und Raumwelten

Bei der diesjährigen Raumwelten Konferenz spüren wir am „Business Day“ diesem Spannungsfeld zwischen Real und Virtuell nach: Was ermöglicht und verstärkt die Kommunikation im Raum, und was zieht unsere Aufmerksamkeit an andere, virtuelle Orte und damit weg vom eigentlichen Thema. Dabei spielt für uns auch die Frage eine Rolle, wo das Virtuelle eigentlich beginnt, schon beim „Sounddesign“? Beim Licht? Oder erst beim 3-D Mapping…?

 

Kuratiert wird Raumwelten Business vom Leiter der hansgrohe Aquademie, Roman Passarge, der bereits für das Vitra Design Museum und die Hamburger Kunsthalle tätig war. Foto: Roman Passarge, © Hansgrohe 2014
Kuratiert wird Raumwelten Business vom Leiter der Hansgrohe Aquademie, Roman Passarge, der bereits für das Vitra Design Museum und die Hamburger Kunsthalle tätig war. Foto: © Hansgrohe 2014

 

Neben der Vorstellung von vielen konkreten Projekten, wie beispielsweise der Kreuzung aus Achterbahn und „Virtual Reality“, gibt es vor allem Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten: in unserem Format 9×7 – hier werden in neun Kurzvorträgen á sieben Minuten zuerst verschiedene Elemente wie Sound, Licht, Wasser, Technik, Raum … beleuchtet, und anschließend geht es mit den jeweiligen Referenten für 30 Minuten in den intensiven Dialog.

Abschluss des Tages bildet ein Vortrag von Bruce Mau – der uns aus den USA virtuell besucht – über die Zusammenhänge von Wahrnehmungen, Emotionen, Erinnerungen, Lebensqualität und der Welt, die wir mit Design und Architektur um uns herum erschaffen. Und wie diese Qualität unsere Begegnungen, und damit das Verstehen und Erinnern unserer Themen und Botschaften, bestimmt.

Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr der temporäre, pneumatische Raumwelten Pavillon auf dem Akademiehof in Ludwigsburg, in dem Kommunikation im Raum real erlebbar wird.

Zudem wird am 12. November 2015 erstmalig der FAMAB AWARD, wichtigster und größter Kreativpreis für Kommunikation im Raum, in der MHPArena in Ludwigsburg verliehen. Er zeichnet herausragende Markenerlebnisse aus, prämiert also internationale Benchmarks in der Begegnungskommunikation sowie in der temporären und permanenten Architektur.

Roman Passarge

Roman Passarge war schon für Hunderttausende Menschen Gastgeber, bevor er Anfang 2012 die Leitung der Hansgrohe Aquademie in Schiltach übernahm. Dass er weiß, wie man Menschen so in Empfang nimmt, dass sie immer wieder gerne zu Besuch kommen, hatte er als Geschäftsführer des Mainfrankentheaters in Würzburg, des Vitra Design Museums in Weil am Rhein und der Hamburger Kunsthalle gemeinsam mit seinen Teams unter Beweis gestellt. Auch in der Hansgrohe Aquademie, deren Neuauftritt und Weiterentwicklung der studierte Volkswirt verantwortet, zeigt er, wie man mit interessanten Ausstellungen, einem attraktiven Programm, vielfältigen Seminaren und einem innovativen Kulturmanagement ein Publikum aus aller Welt begeistert.
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Roman Passarge war schon für Hunderttausende Menschen Gastgeber, bevor er Anfang 2012 die Leitung der Hansgrohe Aquademie in Schiltach übernahm. Dass er weiß, wie man Menschen so in Empfang nimmt, dass sie immer wieder gerne zu Besuch kommen, hatte er als Geschäftsführer des Mainfrankentheaters in Würzburg, des Vitra Design Museums in Weil am Rhein und der Hamburger Kunsthalle gemeinsam mit seinen Teams unter Beweis gestellt. Auch in der Hansgrohe Aquademie, deren Neuauftritt und Weiterentwicklung der studierte Volkswirt verantwortet, zeigt er, wie man mit interessanten Ausstellungen, einem attraktiven Programm, vielfältigen Seminaren und einem innovativen Kulturmanagement ein Publikum aus aller Welt begeistert.

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