Interview mit Raúl Krauthausen zu Ramp-Up.me Barrierefreiheit auf Veranstaltungen

FAMAB-Redaktion

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Auf dem FAMAB-Sustainability Summit sprach Raúl Krauthausen über Barrierefreiheit und Inklusion auf Veranstaltungen. Sein Berliner Verein Sozialhelden initiiert seit über zehn Jahren lösungsorientierte Projekte, um auf soziale Probleme hinzuweisen. Das bekannteste Projekt ist die “Wheelmap”, eine Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte. Sie wurden häufig eingeladen, auf Veranstaltungen über ihre Projekte wie die Wheelmap Vorträge zu halten, aber fanden Barrieren vor, wie Stufen am Eingang. Daher haben sie mit ihrem neuen Projekt Ramp-Up.me Tipps für Veranstalter*innen gesammelt, um Events von Anfang an barrierefrei zu planen.

Raúl Krauthausen auf dem FAMAB-Sustainability Summit

Herr Krauthausen, neben der Stufe am Eingang, was sind typische Barrieren auf Veranstaltungen?

Für mich als Rollstuhlfahrer ist es auch wichtig, dass ich Zugang zu den wichtigsten Räumen habe, ab dem 1. Stock dann über einen Aufzug. Bin ich als Redner auf einem Podium eingeladen, brauche ich auch dort eine Rampe. In den Pausen freu ich mich über andere Tische als Stehtische, damit ich mich mit den anderen Teilnehmer*innen unterhalten kann. Andere, etwa blinde Menschen, brauchen z.B tastbare Leitstreifen am Boden, um sich im Raum zu orientieren.

Warum glauben Sie, gibt es diese Barrieren auf Events noch so häufig?

Viele Barrieren sind Veranstalter*innen oft nicht bewusst, daher haben wir die Tipps ja auf Ramp-Up.me zusammengetragen. Manche argumentieren auch, dass es zu viele Hindernisse gibt, um Barrieren abzubauen, Stichwort Budget. Aber aus Kostengründen sollten Menschen nicht von Veranstaltungen ausgeschlossen werden. Das gilt auch für das Eintrittsgeld, das oft so hoch ist, dass nur große Firmen ihre Mitarbeiter*innen dorthin senden können. Sogenannte “Diversity Tickets” sind eine Idee. Außerdem gibt es ja auch Fördermöglichkeiten, z.B. durch Stiftungen.

Was könnte Veranstalter*innen noch helfen, auf Barrieren zu achten?

Es hilft, sich vorzustellen, was sie selbst gut finden. Nochmal zum Beispiel Stehtische: Viele Menschen sitzen gern mal beim Essen. Und nicht nur Leute mit Nahrungsmittelallergien wissen gern, was sie da essen. Jede*r braucht mal ne Pause, daher sind Aufzüge nicht nur etwas für Rollstuhlfahrer*innen und ein Ruheraum nicht nur etwas für Menschen, die schnell von Reizen überflutet werden, wie Autist*innen. Es liegt in der gesellschaftlichen Verantwortung, die Teilhabe möglichst vieler Menschen zu ermöglichen, dadurch kommt es zu einer Bereicherung an Meinungen und nicht zuletzt an neuen Kund*innen.

Welche Veranstaltung ist Ihnen positiv als Best Practice für Barrierefreiheit in Erinnerung geblieben?

Besonders gut bekommt es meiner Meinung nach die re:publica in der Station Berlin hin, da die Organisator*innen jedes Jahr versuchen, das Event zugänglicher zu machen. Sie schaffen es auch, dass das Programm vielfältig ist, also Redner*innen mit unterschiedlichsten Merkmalen, etwa Geschlecht, Migrationsgeschichte oder Behinderung, eingeladen werden. Viele fühlen sich davon angesprochen, sodass auch die Zahl der Teilnehmer*innen jedes Jahr wächst.

Vielen Dank für das Gespräch. Im nächsten Beitrag erhalten sie Tipps von Ramp-Up.me, wie sie die Kommunikation Ihres Events barriereärmer und das Programm vielfältiger gestalten können.

GamesCom2016

gamescom 2016 – Die Leitmesse für Videospiele Ein echter Expertenbericht

FAMAB-Redaktion

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Wenn man in Köln am hellen Tage blauen Fabelwesen begegnet oder Lara Croft mit zwei Desert Eageln im taktischen Holster oder Rittern mit mächtigen Zweihändern, die hinter übel dreinblickenden Zwergen in Formation marschieren, dann ist klar: Es ist wieder gamescom.

Einschub: Erst bei nochmaligem Lesen erkenne ich, wie schlecht diese Einleitung ist. Wir sprechen hier von Köln. Blaue Frauen, Ritter und mancherlei andere Gestalten in seltsamen Kostümen können dort praktisch zu jeder Tages- und Nachtzeit bestaunt werden. Aber es war nun mal gamescom. Die gamescom ist in vielerlei Hinsicht ein Phänomen.

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Regionale Treffen

Regionale Treffen – ein Plädoyer von Rudolf Pettenpohl

Rudolf Pettenpohl

Rudolf Pettenpohl

Dipl. Volkswirt bei Freibauten GmbH
Jahrgang 1947, Dipl. Volkswirt (Uni Mannheim)
Nach dem Studium Vertrieb für Finanzprodukte, Bauträgertätigkeit, seit den Achtzigern im Messebau.
Erlebte sehr aktiv im neuen Jahrtausend die Neupositionierung der Branche, die nun auch Lösungen außerhalb des Messebaus für die wachsenden Anforderungen der Live-Kommunikation bereitstellte.
Aktive Mitarbeit im FAMAB, dem Kommunikationsverband, in dem für ganzheitliche, integrierte Kommunikation alle notwendigen Dienstleister vereint sind. Zweimal Jurymitglied beim FAMAB AWARD. Heute bei Freibauten Stuttgart zuständig für Marketing und Vertrieb.
Rudolf Pettenpohl

Was ist das Besondere an Esslingen am Neckar?
Die einen sagen „die Burg“, die anderen „das Zwiebelfest“ und die Gourmets unter den Kennern schwärmen von Kessler, der ältesten Sektkellerei Deutschlands. Wir, aus unserer Welt des temporären Bauens, heben dann schon mal die Hand und weisen auf die Agentur für Marken(t)räume hin.

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Grafik by Pia Kleine Wieskamp

Netzwerken ist Kunst und Leidenschaft zugleich Online-Networking kann Face-to-Face nicht ersetzen

Pia Kleine Wieskamp

Kommunikationsexpertin bei POINT-PR
Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

Anfang Mai fand die Blogger-Internet-Konferenz re:publica mit ca. 8.000 Besuchern in Berlin statt. Eine Gesellschaftskonferenz für Nerds, die sich normalerweise Online und in Social Communitys treffen. Da stellt sich schnell die Frage: Brauchen wir heutzutage noch Live-Events? Wir fragten einige Besucher und Aussteller der Konferenz, wie den IBM-Marketing Manager Stefan Pfeiffer, warum Netzwerken und Face-to-Face Veranstaltungen auch in Zeiten von Webinaren und Online-Communitys wichtig sind. Netzwerken ist Kunst und Leidenschaft zugleich Online-Networking kann Face-to-Face nicht ersetzen weiterlesen

Der ultimative Sommer-Location Check Damit Sie auf alles gefasst sind

Sophie-Marie Gruber

Sophie-Marie Gruber

Redaktion bei eventsofa
Sophie-Marie Gruber kümmert sich um den eventsofa Newsletter (magazin.eventsofa.de) und Blog (blog.eventsofa.de). Die Schwerpunkte sind dabei Eventmanagement und Location Tipps.
Sophie-Marie Gruber

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Sie planen das perfekte Sommerfest für Ihr Unternehmen und dann läuft einfach nichts, wie es soll. Der WLAN Empfang reicht nicht bis auf die Terrasse und die Musikanlage klingt draußen nicht so gut wie drinnen? Einige Ihrer Gäste tragen High Heels, doch im Outdoor Bereich gibt es nur Kies? Damit Ihnen so etwas nicht passieren kann, finden Sie in diesem Artikel nützliche Tipps für den ultimativen Sommer-Location Check, inklusive Checkliste zum Downloaden. Der ultimative Sommer-Location Check Damit Sie auf alles gefasst sind weiterlesen

Wie Partymacher zu Kreativen wurden Mann nennt es Live-Kommunikation

Urs Seiler

Urs Seiler

Dr. Urs Seiler, Chefredaktor EXPODATA LIVE KOMMUNIKATION, ist Inhaber Smartville, Agentur für Verkauf und Markenkommunikation, Zürich. Zur Zeit begleitet Smartville Unternehmen, Agenturen und Verbände in deren Bewältigung der digitalen Zukunft.
Urs Seiler

Wenn es am 17. November 2016 beim FAMAB Award wieder heisst «And the Winner is …», geschieht das in einem sich rasant verändernden Umfeld. Die führenden Live-Kommunikationsagenturen haben sich in den letzten Jahren still und leise zu Profis für crossmediale Kommunikation entwickelt, mit ähnlichen Kompetenzen wie klassische Werbe- oder PR-Agenturen. Auch dafür steht heute der FAMAB Award, die wichtigste Auszeichnung von und für die Wirtschaft rund um das Thema Live-Kommunikation in Deutschland. Wie Partymacher zu Kreativen wurden Mann nennt es Live-Kommunikation weiterlesen

HANNOVER MESSE im Obama-Fieber FAMAB-Mitglied insglück realisierte hochkarätige Eröffnungsshow

FAMAB-Redaktion

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Seit Jahren inszeniert FAMAB-Mitglied insglück erfolgreich Eröffnungsshows u.a. für die CeBIT und die HANNOVER MESSE. In diesem Jahr war die HANNOVER MESSE mit dem Besuch von US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel ein besonderes Ereignis. Wir wollten genauere Informationen zu diesem Event und sprachen mit Christoph Kirst, Geschäftsführer & Kreativ-Direktor der Agentur insglück.  HANNOVER MESSE im Obama-Fieber FAMAB-Mitglied insglück realisierte hochkarätige Eröffnungsshow weiterlesen

re:publica: Wir wollen einmal mehr DANKE sagen Gespräch mit Simone Orgel

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Ein Special zu einer Bloggerkonferenz? Der in Berlin stattfindenden #rpTEN? Ein großes JA!! Bedenken Sie, dass dieses Festival nicht nur weltweit das größte und erfolgreichste seiner Art ist, sondern mit der re:publica ein neues Konferenzformat im digitalen Zeitalter realisiert wird. 

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10 Jahre re:publica – Konferenz der digitalen Gesellschaft Ein Interview mit Julia Simone Ismiroglou

FAMAB-Redaktion

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Vom 2. bis 4. Mai findet die re:publica, die „Konferenz der digitalen Gesellschaft” in Berlin statt. Und dieses Jahr feiert die Veranstaltung einen runden Geburtstag, denn sie findet zum zehnten Mal statt. In 2016 werden bis zu 8.000 Besucher aus 60 Ländern erwartet. Eine steile Entwicklung für das einstige reine Bloggertreff mit ein paar hundert Teilnehmern. Wir unterhielten uns mit Julia Simone Ismiroglou von newthinking, einem Gesellschafter der re:publica.  10 Jahre re:publica – Konferenz der digitalen Gesellschaft Ein Interview mit Julia Simone Ismiroglou weiterlesen

10 Jahre re:publica: Darum sollte man das Event nicht verpassen! Statements zur #rpten

Pia Kleine Wieskamp

Kommunikationsexpertin bei POINT-PR
Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

WOW, im Mai findet die Konferenz re:publica (#rpten) zum zehnten Mal statt. Für alle Newbies: Die re:publica ist DAS Bloggertreffen Europas, das sich vom einstigen „Underground“- und Insidertreffen zum bedeutenden Medienspektakel mauserte. Mittlerweile berichten über das Event auch etablierte Magazine oder „öffentlich rechtliche“ TV-Anstalten. 10 Jahre eine Veranstaltung nicht nur stetig wachsen zu lassen, sondern auch immer wieder neu zu definieren, ist kein Kinderspiel. Wir fragten Kongressbesucher, was ihnen so an der Veranstaltung gefällt und warum sie die re:publica besuchen.

10 Jahre re:publica: Darum sollte man das Event nicht verpassen! Statements zur #rpten weiterlesen