Betrug, Unterschlagung, Untreue und Cyber-Risiken, die unterschätzten Risiken im deutschen Mittelstand?!?

Frederik C. Köncke

Geschäftsführender Gesellschafter bei Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH & Co. KG
Frederik C. Köncke ist Risikomanagement Experte und geschäftsführender Gesellschafter der Robert Schüler GmbH & Co. KG (Robert Schüler Gruppe).
Er betreut mittelständische und große Firmen aus der Industrie und ist Branchenexperte für die Wirtschaftsbranche der „Markenkommunikation“.

Robert Schüler GmbH & Co KG gehört zu den führenden Industrieversicherungsmaklern in Deutschland und ist spezialisiert auf die Wirtschaftsbranche der Markenkommunikation.
Mit einem zuverlässigen Partner-Netzwerk ist die Robert Schüler Gruppe weltweit vertreten.
Frederik C. Köncke

Sehen Sie eine Verlagerung der Risiken wie Betrug und Unterschlagung hin zu dem Thema Cyber?

Aktuell verlagern sich die Risiken der Vertrauensschäden (Vermögensschäden, die von Betriebsangehörigen und anderen Vertrauenspersonen vorsätzlich verursacht werden) wie z.B. Betrug, Unterschlagung, Diebstahl, Untreue, Sachbeschädigung, Sabotage oder andere vorsätzliche unerlaubte Handlungen, die nach § 823 BGB zum Schadenersatz verpflichten, hin zur organisierten Cyberkriminalität, die rasant ansteigt.

Die wenigsten mittelständischen Unternehmen kennen den Unterschied zwischen einer Vertrauensschadenversicherung (VSV) und einer Cyber- Versicherung.

In einer immer schnelleren und sich verändernden Welt sollten Risiken wie „Cyber- und Vertrauensschäden“ und die dazugehörigen Risikotransfer- Lösungen zu einem festen Bestandteil im Risikomanagement für Unternehmen werden.

Wie organisiert sind die Täter?

Viele der Angreifer sind hochprofessionelle, gut organisierte Banden, die Unternehmen wochenlang ausspähen, um dann gezielt zuzuschlagen. Viele, gerade mittelständische Unternehmen, unterschätzen das Risiko, Opfer oder Ziel eines Angriffes zu werden.

Können Betrug, Unterschlagung, Untreue oder Cyber-Risiken existenzbedrohend für ein Unternehmen sein:

  • Themen wie Fake President (Betrug durch Täuschung mit falscher Identität)
  • Fake Identity Fraud (Nutzen einer fremden Identität)
  • Payment Diversion Fraud (Umleitung von Zahlungsströmen)
  • Man in the cloud (Missbrauch von Cloud- Daten), oder
  • Hackerrisiken durch Eingriffe von Dritten (Phishing, Spyware)

können sich gerade bei mittelständischen Unternehmen zu einem existenzbedrohenden Risiko entwickeln.

Der durchschnittliche Schaden im Bereich Cyberkriminalität kann schnell eine sechsstellige Summe erreichen. Oftmals ist genau diese Summe der Jahresüberschuss im Unternehmen und beeinträchtigt damit leider das Ergebnis für das ganze Jahr.   

Cyber-Security wird immer wichtiger
Cyber-Security gewinnt immer mehr an Relevanz

Was kostet beispielsweise eine Cyber- Versicherung?

Das Gesamtpaket inklusive dem Eigenschadenbaustein und einer 24/7 Hotline erhalten kleinere mittelständische Unternehmen für einen Jahresbruttobeitrag ab 750,- Euro.

Wenn man bedenkt, dass ein IT- Berater heutzutage ca. 250 Euro die Stunde kostet (Tagessatz 2.000 Euro), muss man nicht lange überlegen, denn entstandene Kosten externer Berater sind in der Versicherung mitversichert und werden übernommen.

Wie kann ich mich im Vorfeld schützen?

Unabhängig von der Risikotransfer- Lösung, sollte jedes Unternehmen ein funktionierendes Risikomanagement und Krisenmanagement aufbauen, installieren und jährlich auf den Prüfstand stellen.

Das Risikomanagement sollte folgende drei Bereiche beinhalten:

  1. Identifizieren und Analysieren (Schnittstellen, Hard,- und Software und Betriebssysteme, mobile Endgeräte)
  2. Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung (Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter, ständige aktuelle Updates der Software etc.)
  3. Eigentragung und/oder Risikotransfer (achten Sie auf mögliche Überschneidungen, der Markt wächst rasant und es gibt momentan viele unterschiedliche Risikotransfer-Möglichkeiten)

Das Thema sollte zur Chefsache erklärt werden! Die Verlagerung des Risikos auf einen angestellten Mitarbeiter reicht nicht aus und kann bei der Geschäftsführung zu weitreichenden haftungsrechtlichen Konsequenzen führen.   

Es sollte auch völlig unabhängig von der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), welche am 25. Mai 2018 in Kraft tritt, gesehen werden.

Laut einem Medienbericht sind bundesweit bisher in 75 Fällen Bußgeldbescheide wegen DSGVO-Verstößen verhängt worden. Die meisten Bußgelder verhängte Nordrhein-Westfalen (36), gefolgt von Berlin (18) und Rheinland-Pfalz (9), Baden-Württemberg (7), Saarland (3) und Hamburg (2).

Das höchste einzelne Bußgeld stammt laut „Welt am Sonntag“ aus Baden-Württemberg. Dort waren Gesundheitsdaten im Internet gelandet. Die Datenschutzbeauftragte in Berlin sei mit 50.000 Euro gegen eine Bank vorgegangen, die unbefugt Daten ehemaliger Kunden verarbeitet hatte.

Können Sie beispielsweise im Bereich der Vertrauensschäden und Cyber Zahlen nennen?

Laut polizeilicher Kriminalstatistik entstehen im Bereich der Vertrauensschaden- Risiken jährlich mehr als 1 Millionen Schäden in Deutschland, dies entspricht 2.700 Vorfällen täglich und einer Gesamtschadensumme von über 4 Milliarden Euro im Jahr.

Laut einer Studie von McAfee beläuft sich der weltweit jährliche Schaden durch Cyberangriffe auf 445 Milliarden US-Dollar. Alleine 51 Milliarden fallen auf Deutschland laut dem Branchenverband BITKOM.  

Beispiel:

Laptop mit Kundendaten verloren Ein Außendienst Mitarbeiter eines mittelständischen produzierenden Unternehmens verliert seinen unverschlüsselten Laptop mit sensiblen Kundendaten in der Bahn. Gemäß geltendem Datenschutzrecht müssen daraufhin alle betroffenen Kunden über den Verlust informiert werden. Die Aufwendungen für Krisenmanagement, Rechtsberatung und Callcenter-Leistungen belaufen sich insgesamt auf 248.000 Euro.

Wichtige Hinweise für Ihren Versicherungsschutz!

Frederik C. Köncke

Geschäftsführender Gesellschafter bei Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH & Co. KG
Frederik C. Köncke ist Risikomanagement Experte und geschäftsführender Gesellschafter der Robert Schüler GmbH & Co. KG (Robert Schüler Gruppe).
Er betreut mittelständische und große Firmen aus der Industrie und ist Branchenexperte für die Wirtschaftsbranche der „Markenkommunikation“.

Robert Schüler GmbH & Co KG gehört zu den führenden Industrieversicherungsmaklern in Deutschland und ist spezialisiert auf die Wirtschaftsbranche der Markenkommunikation.
Mit einem zuverlässigen Partner-Netzwerk ist die Robert Schüler Gruppe weltweit vertreten.
Frederik C. Köncke

Mit den folgenden Beispielen erhalten Sie Hilfestellungen für Ihren Versicherungsschutz. Dazu ist es erforderlich, dass Sie alle gesetzlichen und versicherungsvertraglichen Verpflichtungen erfüllen und uns wichtige Änderungen immer umgehend mitteilen.

Sicherheitsvorschriften und vertragliche Verpflichtungen

  • Haben Sie die Revision Ihrer elektrischen Anlagen termingerecht durchgeführt?
  • Halten Sie die Prüffristen für Photovoltaikanlagen ein?
  • Gibt es ein Explosionsschutz-Dokument und alle Erlaubnisscheine für feuergefährliche Arbeiten?
  • Haben Sie Brandschutzhelfer gemäß Arbeitsschutzgesetz eingewiesen?
  • Werden Mindestabstände zur Batterieladestation eingehalten?
  • Halten Sie die Mindestlagerhöhe von 15 cm für Waren unter Erdgleiche ein?

Beachten Sie, selbst nach Umsetzung aller behördlichen Auflagen und BG-Vorschriften kann es sein, dass die Sicherheitsvorschriften in Ihrem Versicherungsvertrag darüber hinausgehen.

Gefahrerhöhungen

  • Stimmt die Nutzungsart aller Gebäude noch?
  • Ist das Bauamt über Änderungen informiert?
  • Wird die Garagenverordnung Ihres Bundeslandes eingehalten?
  • Beachten Sie, Lagerhallen, Scheunen etc. dürfen nicht als Garage genutzt werden.
  • Sind Teile Ihres Betriebes stillgelegt?
  • Werden leerstehende Gebäude im Winter beheizt?
  • Sind Gebäude eingerüstet?
  • Sind erschwerende Risiken in der Nachbarschaft hinzugekommen?

Allgemeine Veränderungen und neu hinzukommende Risiken

  • Hat sich Ihr Tätigkeitsfeld verändert oder erweitert?
  • Muss Ihre Betriebshaftpflicht vom Umfang und der Höhe nach angepasst werden und sind geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen wie das AGG und das Umweltschadensgesetz (UmSchadG) berücksichtigt worden?
  • Sind neue Risiken hinzugekommen?
  • Sind Sie umgezogen oder ist eine neue Betriebsstätte hinzugekommen? Nur, wenn Sie uns einen neuen Versicherungsort mitteilen, sind Sie dort versichert!
  • Sind An-, Um- und Ausbauten erfolgt?
  • Haben Sie Neuanschaffungen vorgenommen oder haben vorhandene Anlagen eine Wertsteigerung erfahren?
  • Sind Lagervorräte ausreichend hoch versichert?
  • Stimmen also alle Versicherungssummen noch? 
  • Müssen diese durch einen Sachverständigen überprüft werden?
  • Haben Sie für den Fall einer Betriebsunterbrechung einen Notfallplan?
  • Sind die Haftzeiten Ihres Vertrages ausreichend lang?
  • Bestehen produktionsbedingte Abhängigkeiten von Abnehmern oder Zulieferern?

Schadensmeldung

Melden Sie Schäden immer umgehend ihrem Versicherungsmakler, damit Sie sich Ihren wertvollen Versicherungsschutz erhalten!

Die vorstehenden Hinweise für Ihren Versicherungsschutz dienen der allgemeinen Information und stellen keinen abschließenden Hinweis- oder Fragenkatalog dar. In jedem individuellen Versicherungsverhältnis können zusätzliche Gesichtspunkte zu beachten sein. Insbesondere stellen die Hinweise und Fragen keine Beschreibung des Versicherungsumfangs dar. Für Ihren Versicherungsschutz sind ausschließlich die vereinbarten Versicherungsbedingungen maßgeblich.

ALL RISK – Vierfach-Schutz in einem Vertrag

Frederik C. Köncke

Geschäftsführender Gesellschafter bei Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH & Co. KG
Frederik C. Köncke ist Risikomanagement Experte und geschäftsführender Gesellschafter der Robert Schüler GmbH & Co. KG (Robert Schüler Gruppe).
Er betreut mittelständische und große Firmen aus der Industrie und ist Branchenexperte für die Wirtschaftsbranche der „Markenkommunikation“.

Robert Schüler GmbH & Co KG gehört zu den führenden Industrieversicherungsmaklern in Deutschland und ist spezialisiert auf die Wirtschaftsbranche der Markenkommunikation.
Mit einem zuverlässigen Partner-Netzwerk ist die Robert Schüler Gruppe weltweit vertreten.
Frederik C. Köncke

Messebauunternehmen haben es mit immer kürzeren Auf- und Abbauzeiten zu tun. In der Hektik geht schnell etwas schief und dann ist es gut, einen „artgerechten“ Versicherungsschutz zu haben.

Der enorme Zeitdruck auf den Messeplätzen der Welt fördert Schäden. Ein typisches Beispiel hierfür sind Schäden an gelieferten elektrischen Komponenten. Dabei spielt der Transport inkl. Verpackung eine wesentliche Rolle. Ein pragmatischer Versicherungsschutz ohne Gaps, der einen einheitlichen Ansatz verfolgt, wäre da sinnvoll, doch die Praxis sieht häufig anders aus. Dies liegt darin begründet, dass die Versicherer keine Speziallösungen vorrätig haben. Solange nichts Wesentliches passiert, wird die Versicherungsfrage oftmals unterschätzt. Hinzu kommt der gegenwärtige Trend, viele Arbeiten auf Subunternehmer zu übertragen. Diese Subunternehmer müssen aber in jedem Fall über die bestehenden Policen mitversichert sein.

Als Beispiel für einen durchdachten, ganzheitlichen Versicherungsansatz setzt hier das Konzept der Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH & Co. KG an, welches den gesamten „Lifecycle“ eigener oder fremder Messematerialien absichert. Die Deckung beginnt in dem Augenblick, wo der Gabelstapler die eingelagerten Komponenten aus dem Regal entnimmt und endet dort erst auch wieder. Das heißt Transport, Aufbau, Ausstellung, Abbau und Rücktransport sind in einer Police abgesichert ohne die sonst üblichen Gaps und dies auch ohne vorherige Anmeldung beim Versicherer und zwar weltweit.

Über Robert Schüler Versicherungsmakler GmbH & Co. KG:
Die Robert Schüler begleitet seit mehr als 30 Jahren Unternehmen aus dem Messe-, Bühnen- und Dekorationsbau.

Kunden der Robert Schüler profitieren von einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis und schätzen die einfache Abwicklung. Denn es gibt nur einen Vertrag für alle versicherten Risiken und nur eine Änderungsmeldung pro Jahr. Das spart für Messebauunternehmen viel Zeit und administrativen Aufwand.