Schneller & virtueller: Kommunikation im Jahr 2016 Gastbeitrag von Florian Hohenauer, Director Hotwire München

Kommunikationsbranche FAMAB e.V.

Der digitale Wandel hat uns Kommunikatoren schon eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten beschert und wird das auch weiter tun. Wer relevant bleiben will, muss am Ball bleiben – und der Ball rollt immer schneller. Die Kommunikationsberater von Hotwire PR machen sich in ihrem Communications Trends Report 2016 Gedanken unter anderem zu virtuellen Realitäten und den Chancen der Instant-Kommunikation.

Second Life gibt es übrigens noch immer. Das ist erstaunlich, denn wie so viele Visionäre haben die Macher in einem Punkt komplett versagt: Das Timing der Markteinführung vor über zehn Jahren passte nicht. Die Graphik war noch viel zu schlecht und die Rechner zu langsam. Erst jetzt werden virtuelle Welten realistisch, haben Massenmarktpotenzial. Damit werden sie auch für die Kommunikation – und insbesondere für die Live-Kommunikation – relevant.

Trends 2016: Second Life
Trends 2016: Second Life

Live-Kommunikation gewinnt vor allem über den Faktor Mensch. Im digitalen Raum lassen sich auf Events oder Messen geknüpfte Beziehungen einigermaßen passabel weiterpflegen. In dreidimensionalen Räumen funktioniert das besser, so eine Forschergruppe aus Finnland. Unser Gehirn reagiert demnach intensiver auf 3D-Repräsentationen von anderen Menschen.

 

Die Reisebüros von Thomas Cook machen sich die Qualitäten von VR bereits zu Nutze und haben Anfang 2015 Reisen per Datenbrille vorgestellt. Im Jahr 2016 werden wir weitere Marketing-Anwendungen sehen. Ganz so optimistische wie einige meiner Kollegen bin ich nicht, VR wird den Massenmarkt trotz Oculus Rift noch nicht im nächsten Jahr erobern. Wir werden aber Anwendungsfälle im Marketing sehen, für die der Begriff „Nische“ schon zu klein ist.


Bestimmte Erfahrungen lassen sich nicht virtualisieren, meint Jaguar. Noch nicht, meint Hotwire.

Instant-Kommunikation über immer neue Kanäle

Massenmarktrelevant ist aber ein zweiter Trend, über den wir uns im Report Gedanken machen: Die Instant-Kommunikation über immer neue Kanäle. Spannend und für viele Marken relativ neu sind Messenger wie WhatsApp oder Facebook Messenger. Weil Menschen diese nutzen, um ihre Beziehungen zu managen, seien sie zu diesem Zweck auch für Marken äußerst geeignet, so Siavash Ghorbani, CTO und Mitgründer des Online-Händlers Tictail.

 

Auch das Münchner Herrenmodehaus Hirmer bietet einen WhatsApp-Service.
Auch das Münchner Herrenmodehaus Hirmer bietet einen WhatsApp-Service.

 

Neben den Messengern bieten auch Snapchat, Instagram oder Twitter neue Möglichkeiten, Markengeschichten zu transportieren und mit den eigenen Kunden ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns beispielsweise auf den Rollout von Twitter Moments. Die Anbieter selbst versuchen dabei, die Nutzererfahrung immer besser echten Alltagserfahrungen nachzuempfinden und so eine möglichst natürliche Kommunikation zu ermöglichen. Für die Begleitung von Events erscheinen uns sowohl Messenger als auch die Geschichten-Features der Social Media-Kanäle hervorragend geeignet.

VR und Instant-Kommunikation sind nur zwei neue Möglichkeiten, die sich uns Kommunikatoren bieten. Auch im Jahr 2016 wird es also nicht einfacher werden, unsere begrenzten Ressourcen zu fokussieren. Bei der Entscheidung für oder gegen neue Kanäle und / oder Maßnahmen hilft mir unser „Measurement Framework“, das auf dem klassischen AIDA-Modell basiert. Sind mir die übergreifenden Kommunikationsziele meiner Kampagnen klar (und die haben immer etwas mit AIDA zu tun), kann ich entlang der Matrix solche Programme planen, die wirklich auf diese einzahlen.

In die einzelnen Boxen der Matrix kommen Key Performance Indikatoren, anhand derer wir den Grad der Zielerreichung messen.
In die einzelnen Boxen der Matrix kommen Key Performance Indikatoren,
anhand derer wir den Grad der Zielerreichung messen.

 

 

Laden Sie sich hier gerne unseren vollständigen Report herunter. Ich hoffe, Sie finden den ein oder anderen Punkt inspirierend und freue mich sehr auf einen Austausch mit Ihnen. Was sind aus Ihrer Sicht die Kommunikationstrends des kommenden Jahres? Was halten Sie von unserer kleinen Auswahl? 

Florian Hohenauer

Director Hotwire PR München bei Hotwire PR
Florian Hohenauer leitet das Büro von Hotwire PR in München. Hotwire ist eine Kommunikationsberatung, die sich auf IT- und Technologiethemen spezialisiert hat. Gut für sie, denn Technologie durchdringt gerade alle Lebensbereiche und viele neue Produkte und Services wollen den jeweiligen Dialoggruppen nahe gebracht werden. Hotwire arbeitet für Kunden wie LinkedIn, Intel Security und Western Digital von den Standorten München und Frankfurt aus. International hat die Agentur Niederlassungen in London (HQ), New York, San Francisco, Paris, Madrid, Mailand sowie Büros in Australien und Neuseeland.

 

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Florian Hohenauer

Florian Hohenauer leitet das Büro von Hotwire PR in München. Hotwire ist eine Kommunikationsberatung, die sich auf IT- und Technologiethemen spezialisiert hat. Gut für sie, denn Technologie durchdringt gerade alle Lebensbereiche und viele neue Produkte und Services wollen den jeweiligen Dialoggruppen nahe gebracht werden. Hotwire arbeitet für Kunden wie LinkedIn, Intel Security und Western Digital von den Standorten München und Frankfurt aus. International hat die Agentur Niederlassungen in London (HQ), New York, San Francisco, Paris, Madrid, Mailand sowie Büros in Australien und Neuseeland.

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