Regionale Treffen – ein Plädoyer von Rudolf Pettenpohl

Regionale Treffen

Was ist das Besondere an Esslingen am Neckar?
Die einen sagen „die Burg“, die anderen „das Zwiebelfest“ und die Gourmets unter den Kennern schwärmen von Kessler, der ältesten Sektkellerei Deutschlands. Wir, aus unserer Welt des temporären Bauens, heben dann schon mal die Hand und weisen auf die Agentur für Marken(t)räume hin.

Rudolf Pettenpohl, Freibauten GmbH
Rudolf Pettenpohl, Freibauten GmbH

Dies alles wurde gesagt, um zum eigentlichen Thema dieser Zeilen hinzuführen, nämlich den Regionalen Treffen des FAMAB.

Im Februar gab es ein solches bei genannter Agentur, Verbandsmitglied seit 2007. Da trafen sie sich nun: die älteren Kämpen der Szene (Küsschen hier, Umarmung da), die „Neuen“, die potenziellen Neuen und ein launiger Gastgeber. Es wurde eingeführt, es wurde ausgeführt, es wurde informiert, es wurde diskutiert. Soweit – so normal.

Dialog statt Fremdeln

Im zweiten Teil, der Kür, wurde es dann anders: kein Fremdeln mehr, keine feste Grüppchenbildung, kein neutraler Sprech. Da tauschten sich Menschen aus, die bei allem Unterschied in Alter, Position, Arbeitsschwerpunkt und Bekanntschaftsgrad, die Dinge besprachen, die unsere Welt so unsicher, aber auch spannend machen: Entwicklungsprognosen, Auslastungsprobleme, Rekrutierungsfragen und Formen der Zusammenarbeit. Natürlich ist das alles eine Frage der Gruppendynamik, des “spiritus loci“, der persönlichen Befindlichkeit und was weiß ich, was uns Menschen so alles mal locker und mal eng macht.

Regionale Treffen als Institution

Unzweifelhaft ist die Tatsache, dass mit der Institution „Regionale Treffen“ eine
Plattform geboten ist, die die Grundlage für Dialoge schafft. Wer sie nutzt, kann Nähe herstellen, wo sie ihm persönlich oder beruflich nützt und die Einschätzung der eigenen Koordinaten in dieser sich rasant verändernden Welt der Begegnungskommunikation überdenken.

Wir spießen dieses Ding „Kommunikation“ ja inzwischen von den unterschiedlichsten Seiten auf, wobei viele bei dem Begriff „digital“ ein leiser Schauer überläuft. Auf der anderen Seite hat das Handwerk gerade Konjunktur, denn es muss immer kühnere Hüllen konstruieren, in denen Content erst möglich wird.

Deshalb dieses Plädoyer dafür, jede Chance zum persönlichen Dialog zu nutzen – und sei es nur, um von dem Wasser zu kosten, mit dem die anderen kochen.

Sehen wir uns auf einem der nächsten Treffen?
Ich würde mich freuen.

Ihr Rudolf Pettenpohl
Freibauten GmbH, Stuttgart, September 2016

Rudolf Pettenpohl

Rudolf Pettenpohl

Dipl. Volkswirt bei Freibauten GmbH
Jahrgang 1947, Dipl. Volkswirt (Uni Mannheim)
Nach dem Studium Vertrieb für Finanzprodukte, Bauträgertätigkeit, seit den Achtzigern im Messebau.
Erlebte sehr aktiv im neuen Jahrtausend die Neupositionierung der Branche, die nun auch Lösungen außerhalb des Messebaus für die wachsenden Anforderungen der Live-Kommunikation bereitstellte.
Aktive Mitarbeit im FAMAB, dem Kommunikationsverband, in dem für ganzheitliche, integrierte Kommunikation alle notwendigen Dienstleister vereint sind. Zweimal Jurymitglied beim FAMAB AWARD. Heute bei Freibauten Stuttgart zuständig für Marketing und Vertrieb.
Rudolf Pettenpohl

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Rudolf Pettenpohl

Jahrgang 1947, Dipl. Volkswirt (Uni Mannheim) Nach dem Studium Vertrieb für Finanzprodukte, Bauträgertätigkeit, seit den Achtzigern im Messebau. Erlebte sehr aktiv im neuen Jahrtausend die Neupositionierung der Branche, die nun auch Lösungen außerhalb des Messebaus für die wachsenden Anforderungen der Live-Kommunikation bereitstellte. Aktive Mitarbeit im FAMAB, dem Kommunikationsverband, in dem für ganzheitliche, integrierte Kommunikation alle notwendigen Dienstleister vereint sind. Zweimal Jurymitglied beim FAMAB AWARD. Heute bei Freibauten Stuttgart zuständig für Marketing und Vertrieb.

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