Wir müssen reden. Beitrag von Jörn Huber

FAMAB steht für offene Kommunikation.

Kaum eine andere Branche hat sich in den letzten 20 Jahren so stark verändert wie Marketing, Werbung und Kommunikation. Klar, das Internet hat hier sicher die größten Impulse gegeben, Dinge auf den Kopf gestellt und einen Wandel vorangetrieben, der bei manchen in der Branche die Sehnsucht nach der „guten, alten Zeit“ weckt.

Aber machen wir uns nichts vor: Einen Weg zurück gibt es nicht. Das ist auch gut so. Und es sind eben nicht nur technologische Innovationen wie das Internet, die den Wandel markieren.

Um was geht es?

Mir geht es an dieser Stelle darum, aus der Vielzahl von Veränderungen so etwas wie eine tragende Melodie herauszuhören und die für uns wichtigste Frage zu stellen: Was bedeutet das alles für unsere Branche?

Denn auch ich habe auf diese Fragen nicht DIE EINE Antwort – die kann es aus meiner Sicht auch nicht geben. Was ich aber sicher weiß ist: Wir brauchen eine stärkere Vernetzung innerhalb der Branche und über unseren eigenen Bereich hinaus.

Mehr Mit- statt Gegeneinander.

Denn: Die Grenzen der Disziplinen verschwimmen immer mehr. Es geht heute nicht mehr um Live oder Klassik oder Online oder Social Media. Es geht um das perfekte Zusammenspiel all dieser Bereiche und ihrer Vertreter. Dabei gehe ich von einer einfachen Prämisse aus: Unser wichtigstes Ziel muss doch bleiben, unsere Kunden erfolgreich zu machen. Mit kreativen und intelligenten Kampagnen, die einem einzigen Credo folgen: Medium follows Content. Nicht umgekehrt!

Was heißt das für den FAMAB?

Wir stehen für Live-Kommunikation: Unsere größte Stärke ist es, Geschichten zu kreieren und temporäre Welten zu erschaffen, in denen sich Marken und Menschen treffen und erleben können. Interaktiv. Live und in Farbe. Dafür stehen wir mit unseren Mitgliedern. Vom kreativen ersten Gedanken eines Konzeptes über das emotionale Erleben bis zur haptischen Wahrnehmung von Räumen. Am Ende entsteht dabei immer eine einzigartige Brand Experience. Das ist unser USP, das können wir am Besten und das ist unser Beitrag in der kommunikativen Wertschöpfungskette unserer Kunden.

Dieser Beitrag gewinnt aber erst dann an besonderem Wert, wenn er von Entscheidern auf Kundenseite als Teil eines größeren Ganzen verstanden wird. Erst durch ein konsequent von Anfang an integriertes Zusammenspiel aller Disziplinen entsteht langfristig erfolgreiche Markenkommunikation!

Wie gesagt: Wir müssen reden!

Wir als FAMAB öffnen aus dieser Überzeugung heraus die „Tore“ unseres Verbandes weit und laden alle Akteure herzlich ein zu einem offenen Dialog.

 

Jörn Huber, stellvertretender Vorsitzender der FAMAB e.V.
Jörn Huber, stellvertretender Vorsitzender der FAMAB e.V.

 

Also liebe Klassik-, Online-, PR- und Social Media-Agenturen: Lassen Sie uns öfter miteinander reden – das heißt nicht, dass Sie gleich Mitglied werden müssen!

Ich möchte in meiner Rolle und Verantwortung als FAMAB-Vorstandsmitglied einfach die nächsten Jahre nutzen, um Gräben zuzuschütten, Brücken zu bauen und alle an einen Tisch zu holen. Weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass es in diesen turbulenten Zeiten nur so für uns alle (weiter)geht. Wie gesagt: Wir müssen reden!

Ich bin sehr gespannt auf Ihr Feedback! Gerne hier im Blog als Kommentar, per Mail, per Telefon und – wenn es die Zeit erlaubt – natürlich auch persönlich, live und in Farbe.

Jörn Huber

Geschäftsführer bei pro event live-communication GMBH
Jörn Huber ist Vorstandvorsitzender des FAMAB e.V. und in dieser Funktion einer der treibenden Köpfe bei der Öffnung des Verbandes und der stärkeren Vernetzung mit anderen Kommunikationsdisziplinen und deren Interessenvertretungen. Als Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der Agentur pro event live-communication ist der Dipl.-Betriebswirt (BA) seit über 20 Jahren im Markt tätig und damit bestens vertraut mit allen praktischen Mechanismen, Anforderungen und Entwicklungstrends der Live-Kommunikation und Messewirtschaft.
Jörn Huber

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Jörn Huber

Jörn Huber ist Vorstandvorsitzender des FAMAB e.V. und in dieser Funktion einer der treibenden Köpfe bei der Öffnung des Verbandes und der stärkeren Vernetzung mit anderen Kommunikationsdisziplinen und deren Interessenvertretungen. Als Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der Agentur pro event live-communication ist der Dipl.-Betriebswirt (BA) seit über 20 Jahren im Markt tätig und damit bestens vertraut mit allen praktischen Mechanismen, Anforderungen und Entwicklungstrends der Live-Kommunikation und Messewirtschaft.

5 thoughts on “Wir müssen reden. Beitrag von Jörn Huber

  1. Lieber Jörn und Blogkollegen!
    Natürlich habt Ihr alle Recht und wir sollten unbedingt mehr, nicht nur Reden, sondern in Projekten auf Augenhöhe mit allen Disziplinen, erfolgreich für die Marken unserer Kunden, zusammenarbeiten. Aber vergisst Bitte nicht, dass alle anderen Disziplinen bereits einen Wirkungsnachweis (Währung) haben! Ich weiß Ihr könnt es vielleicht nicht mehr hören, aber unsere Entscheider sind schon noch so gepolt, dass Sie die Disziplinen zum Einsatz bringen, die die höchste Kommunikationswirkung und den höchsten Return on Invest haben! Live-Kommunikation ist da leider noch nicht dabei … Wenn wir also wirklich auf Augenhöhe mit allen Disziplinen erfolgreich Zusammenarbeiten wollen gehört dieses Instrument nun mal dazu. Davon bin ich fest überzeugt. Also ich denke wir sollten beides in einem möglichen Kongress inhaltlich diskutieren und endlich „Erwachsen“ werden-:) Übrigens wird der FAMAB das Thema Wirkungsnachweis in einem zu gründenden Institut erforschen. Also wir sind schon auf einem ordentlichen Weg.
    Es grüßt Euch herzlich
    Reinhard B. Pommerel aus dem Nordwesten

  2. Passende Einschätzung zur Gesamtsituation in unserer Kommunikationsbranche. Gefällt mir. Deshalb sind wir als STAGG & FRIENDS schon einen Schritt weiter gegangen und als einzige Spezialagentur mit Fokus Live-Kommunikation Mitglied im GWA, dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen. Genau hier können wir uns einbringen, von den Geschäftsmodellen anderer Agenturen aus Digital, Klassik, PR etc. lernen (oder sie von uns) sowie genau diese von Dir geforderte Augenhöhe in der gemeinsamen Diskussion üben. Mir wird klar zurückgespielt: Diese Augenhöhe existiert bereits jetzt. Uns das Thema Wertschätzung bei Kunden steht ganz oben auf der GWA Agenda, denn auch alle anderen Kommunikationsagenturen haben die gleichen Probleme – damit sind wir im Bereich Event nicht allein.

  3. Kompliment Jörn. Mehr Miteinander, manchmal sogar Füreinander. Kunden erfolgreich machen: der wichtigste Erfolg ist ein „gutes Gefühl“. Die Branche prägt Werte und richtet sie in die Zukunft. Was ist „Wertschöpfung 2020″…???
    Wichtiger Beitrag, tolles Engagement – viel Erfolg, und: weiter so…!!!

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