Netzwerken ist Kunst und Leidenschaft zugleich Online-Networking kann Face-to-Face nicht ersetzen

Grafik by Pia Kleine Wieskamp

Anfang Mai fand die Blogger-Internet-Konferenz re:publica mit ca. 8.000 Besuchern in Berlin statt. Eine Gesellschaftskonferenz für Nerds, die sich normalerweise Online und in Social Communitys treffen. Da stellt sich schnell die Frage: Brauchen wir heutzutage noch Live-Events? Wir fragten einige Besucher und Aussteller der Konferenz, wie den IBM-Marketing Manager Stefan Pfeiffer, warum Netzwerken und Face-to-Face Veranstaltungen auch in Zeiten von Webinaren und Online-Communitys wichtig sind.

Konferenz der Online-Aktivisten

Auf der Internet-Konferenz re:publica trafen sich 8.000 Menschen – Blogger, Marketing- und Kommunikationsexperten, Politiker, Lehrer etc. –, die sich hauptsächlich im Internet bewegen. Man kennt sich untereinander bereits per Social Networks und kommuniziert regelmäßig via Skype, Facebook, LinkedIn und vielen weiteren Möglichkeiten. Da kommt schnell die Frage auf: Brauchen wir in heutigen Zeiten überhaupt noch reale Face-to-Face-Events? Und wenn ja, wozu?

Warum ist Netzwerken so wichtig?

Diese Frage stelle ich mir auch oft! Besonders dann, wenn ich auf diverse  „Netzwerkveranstaltungen“ gehe und Menschen treffe, die meist unter sich bleiben. Das vielzitierte Klassentreffen der re:publica ist hier ein Beispiel: Bekannte innerhalb einer Subkultur treffen sich.

Das stimmt so aber nicht ganz: Denn immerhin besuchten 4.000 Menschen zum ersten Mal die Veranstaltung, die bereits ihr zehnjähriges Jubiläum feierte.

Auch Veranstaltungspartner und Marketingexperte Stefan Pfeiffer von IBM sieht in dem realen Austausch das große Potential realer Events. Er sieht mehr reale und emotionale Erlebnisse bei Face-to-Face Veranstaltungen. Sehen Sie sich das Gespräch mit ihm über die Vorteile von Live-Events in Kombination mit Online-Aktionen, wie das Social TV von Gunnar Sohn, an.

Stefan Pfeiffer, verantwortlich für die Social Business Lösung bei IBM DACH.

Gehen wir einmal dem Netzwerken auf dem Grund und fragen uns:

Was bedeutet Netzwerken denn jetzt?

Für manche ist „Networking“ das ideale Trittbrett auf der Karriereleiter. Ist man nicht der Begünstigte, so spricht man auch eher negativ über die Vorteile innerhalb eines Netzwerks, also Korruption oder Vitamin B bzw. in NRW auch als „Kölscher Klüngel“ bezeichnet.

Normalerweise wird Networking – es beinhaltet das Wort „work“, also „arbeiten“ – im beruflichen Umfeld eingesetzt..

Hierbei verknüpfen sich interessante Personen miteinander, die sich beruflich austauschen oder gegenseitig ergänzen bzw. empfehlen können.

Hierbei sollte man sich für das Kennenlernen Geschichten zurechtlegen, die sowohl einen positiven Eindruck hinterlassen, etwas über die Person und das berufliche Umfeld verraten und Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche ermöglichen. Vergessen Sie aber nicht, dass Ihre Einstiegsgeschichte zwei Minuten nicht überschreiten sollte und Netzwerken auch nicht als reiner Monolog zu führen ist. Überlegen Sie sich Fragen, deren Antworten Sie interessieren und ermöglichen Sie einen Dialog. Erzählen Sie, was Sie an Ihrer Tätigkeit mögen oder an welchen Projekten Sie mitgewirkt haben. Zeigen Sie Ihre menschliche Seite und reden ruhig von Ihrer Familie oder Ihren Hobbys – aber ohne angeberisch zu wirken. Viele Geschäfte werden nicht umsonst auf dem Golfplatz geschlossen.

Dazu sollten Sie authentisch und offen sein, denn Netzwerken bedeuten nicht nur zu nehmen, sondern auch die Bereitwilligkeit, eigenen Erfahrungen zu teilen.

Einige Punkte, die beim Networking zu beachten sind:

Öffnen Sie sich und finden Sie heraus, …

  • … welche Erfahrungen und welches Können (Mehrwert) Sie weitergeben können.
  • … wofür Sie sich begeistern.
  • … nach was Sie Ausschau halten bzw. was Sie benötigen könnten.
  • … was Ihre Interessen und Visionen sind.
  • … welche Ziele Sie erreichen möchten.
  • … wieviel Zeit Sie ins Networking investieren möchte.
  • Und vergessen Sie nicht, ausreichend Visitenkarte einzustecken.

Nach dem ersten Kontakt sollten Sie die interessanten Gesprächspartner mit Themen usw. notieren und den Kontakt intensivieren. Verknüpfen Sie sich beispielsweise via LinkedIn oder Xing, schreiben Sie eine E-Mail oder laden zu einem interessanten Event ein.

Weitere Beiträge rund um die Gesellschaftskonferenz re:publica auf dem FAMAB-Blog:

Sowie weitere Blogartikel von mir zur re:publica:

Pia Kleine Wieskamp

Kommunikationsexpertin bei POINT-PR
Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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Pia Kleine Wieskamp

Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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