Kreativität ist ein Prozess So schaffen Sie ein kreatives Umfeld!

die richtigen Ideen Grafik by Pia Kleine Wieskamp

Ideen sprießen nicht auf Bäumen und kommen auch nicht immer wie im Traum über Nacht einfach angeflogen. Sie sind aber auch keine Wunderwerke. Es gibt Techniken, die Ihnen helfen, Ihren Kopf frei zu machen und neue Gedankenwege zu gehen. Im ersten Teil unserer Blogreihe haben wir über das Trainieren des Kreativitätspotentials berichtet. In diesem Beitrag gehen wir auf den Kreativitäsprozess ein. 

Ohne Ziel keine Kreativität

Für Kreativität gibt es eine unabdingbare Voraussetzung: Sie müssen ein Ziel haben. Wenn Sie kein Ziel haben, dann weiß Ihr Unterbewusstsein auch nicht, wonach es suchen soll. Wenn Sie Ihre bzw. die Kreativität Ihrer Mitdenker steigern möchten, dann ist der erste Schritt immer, ein Ziel zu setzen. Das Ziel sollte zugleich motivierend und erreichbar sein – also ein wirklicher Grund, kreativ zu sein.

Kreativitätsprozess

Graham Wallas – britischer Sozialpsychologe, Erziehungswissenschaftler, Co-Gründer der London School of Economics – sieht in dem kreativen Prozess folgendes:

Das, was vorgeht, wenn wir eine Idee entwickeln oder ein Buch schreiben, nennen wir den kreativen Prozess. Es handelt sich hierbei um ein Modell mit aufeinanderfolgenden Phasen.

Die einzelnen Phasen des kreativen Prozesses sind:

  • Vorbereitungsphase
  • Inkubationszeit
  • „Erleuchtung“ oder Gedankenblitze
  • Überprüfung der Ideen
  • Ohne Ziel keine Kreativität

Die einzelnen Phasen sind bei jeder Person anders: Bei manchen Menschen dauern die Phasen des kreativen Prozesses länger, manche durchlaufen sie wiederum schneller. In der Praxis können die Phasen auch ineinander übergehen. Es ist in jedem Fall hilfreich, sich die einzelnen Phasen einmal klarzumachen. Das hilft, nicht vorzeitig aufzugeben.

Phasen-Modell von Kreativität nach Graham Wallas.
Phasen-Modell von Kreativität nach Graham Wallas.

Zusätzlich sind vier Perspektiven der Kreativität zu beachten:

  • Person: Wer ist kreativ?
  • Process: Wie kommt es zu Kreativität? (Hierbei wird zunächst auf die Art und Weise wie kreative Erzeugnisse entstehen, geschaut.)
  • Product: Wann ist ein Produkt kreativ? (Ergebnisse der Kreativität)
  • Press: Welche Umweltfaktoren beeinflussen Kreativität? (Umgebung bzw. Umfeld, in der Kreativität entsteht.)

(Quelle: Rhodes, M. (1961): An analysis of creativity.)

Motivation unterstützt Kreativität

Das Geheimnis erfolgreicher Erfinder ist einfach: Ihr Tatendrang und ihre unbändige Lust auf Ideen brachten sie auf ungewöhnliche Ideen und bahnbrechende Innovationen.

Das Forschungsergebnis von Professorin Teresa Amabile – sie beschäftigt sich mit einem Kreativitäts-Guide für Manager – bestätigt, dass mangelndes Wissen und niedrige kreative Fähigkeiten durch ein hohes Maß an Motivation kompensiert werden können.

In der Praxis: Um die Kreativität der Mitarbeiter zu fördern, können Unternehmen, die kreative Prozesse fördern wollen, dafür sorgen, dass Mitarbeiter

  • in einem innovationsfreundlichen, kreativen und motivierenden Umfeld arbeiten,
  • sich Wissen aus unterschiedlichsten Bereichen aneignen können,
  • Zeit haben für die Entwicklung neuer Ideen,
  • Ideen vorschlagen können, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken,
  • in bereichsübergreifende Teams mit unterschiedlichen Aufgaben eingesetzt werden.

Schaffen Sie sich ein kreatives Umfeld

Mehr Innovationsfähigkeit durch physische Umgebung: Mobilität, Austausch, Inspiration.

  1. Schaffung einer flexiblen Umgebung: Sorgen Sie dafür, dass Teams die Umgebung entsprechend ihrer Arbeitsbedürfnisse anpassen können: Recherche, Konzentration, Brainstorming, Austausch, Präsentation und so weiter – was immer gerade nötig ist.
  1. Erleichtert den Austausch: Schaffen Sie soziale Kontaktzonen. Vielleicht der obligatorische Kicker. Dabei auch den nicht-synchronen Austausch, beispielsweise auf Türen, Whiteboards und so weiter, nicht vergessen.
  1. Sorgen Sie für Inspiration: Dazu reicht es oft, diese zu ermöglichen. Bewusst angebotene Freiflächen und Spielwiesen, auf denen die Mitarbeiter ihre Spuren hinterlassen können, sind ratsam.

Kreativitätsblocker

Kreativität kann nicht nur gefördert, sondern auch im Keim erstickt werden. Es existieren Kreativitätsblocker, denen unbedingt entgegengesteuert werden sollte.

Beispiele für Kreativitätsblockaden sind das Umfeld, aber auch Aussagen und Gedanken wie:

  • … das haben wir doch alles schon versucht.
  • … das ist doch alles Theorie, in der Praxis sieht das ganz anders aus.
  • … alles viel zu teuer.
  • … vielleicht sollten wir erst die weitere Entwicklung abwarten.
  • … mit dem Vorschlag machen wir uns doch lächerlich.
  • … was wird denn der Chef von uns denken.
  • … das ist gegen die Vorschriften / Regeln.
  • … zu altmodisch ….. zu modern ….. zu kompliziert ….. zu unsexy!

Uns interessiert nun, wie Sie Kreativität und kreative Prozesse in Ihrer Firma initiieren?

Pia Kleine Wieskamp

Kommunikationsexpertin bei POINT-PR
Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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Pia Kleine Wieskamp

Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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