Jörn Huber: Drei Thesen für zwischendurch Neue Formen der Zusammenarbeit

Kommunikationsbranche FAMAB e.V.

Lasst uns öfters miteinander reden“ – das war mein Wunsch, den ich an anderer Stelle bereits zum Ausdruck gebracht habe. Genau in diesem Geiste des interdisziplinären Dialogs und neuer Formen der Zusammenarbeit möchte ich an dieser Stelle einfach mal drei Thesen in den (virtuellen) Raum werfen – verbunden mit der herzlichen Einladung, sie mit mir und untereinander zu diskutieren, in Frage zu stellen, zu widersprechen oder zuzustimmen.

1) Erzähl mir eine Geschichte. Aber erzähl sie richtig!

Ja! Storytelling ist eines der Buzzwords der letzten Jahre. Dicht gefolgt von Content (hierzu gibt es auch meinen Blogartikel Hauptsache irgendwas mit Content). Aber es ändert nichts an der Aufgabe: Es geht in der Markenkommunikation mehr und mehr um echte Inhalte und starke Geschichten. Es geht aber vor allem auch darum, diese Geschichten richtig zu erzählen.

Jeder „Kanal“ hat seine eigenen Gesetze und so etwas wie eine eigene Sprache. Der TV-Spot passt nicht auf Facebook, das Plakat eignet sich nicht als Online-Banner. Die virale Idee funktioniert nicht auf dem Event. Erst wenn wir es schaffen, unsere vielen Kompetenzen bzw. „Sprachkenntnisse“ schon bei der Entwicklung der Geschichten zu bündeln, dann wird es richtig groß. Wenn Geschichten von den jeweiligen Experten bzw. „Native Speakern“ von Anfang an für alle Sprachen gedacht werden. So werden ungeahnte Synergien genutzt. Die Nachfrage nach solchen Kampagnen wird steigen. Sind wir bereit?

Jörn Huber über Kommunikation und drei Thesen für zwischendurch
Jörn Huber: Drei Thesen für zwischendurch

2) Weniger ist mehr!

Intelligenz hat unterschiedliche Formen und zeichnet sich durch viele Aspekte aus. Mit das Wichtigste dabei ist die Fähigkeit, den Wesenskern einer Sache zu erfassen. In diesem Sinne zeichnen sich intelligente Lösungen dadurch aus, Dinge bewusst zu reduzieren: mehr Mensch und weniger Feuerwerk, mehr Authentizität und weniger Augenwischerei, mehr inhaltlicher Input und weniger Unterhaltungskonsum – mehr Relevanz und Sinnhaftigkeit, mehr Fokus auf die Schönheit einer einfachen Idee!

3) Dem Kunden öfter die Meinung sagen!

Gute Marken-Kommunikation kostet Geld. Und sind wir ehrlich: Die Frage nach dem ROI kann keine der Disziplinen mit gutem Gewissen beantworten. Auch in Zukunft werden wir es daher mit drei altbekannten Herausforderungen zu tun haben: die Rechtfertigungs-Falle, die Messbarkeits-Lücke und der Entscheider-Radar, auf dem wir manchmal einfach nicht sichtbar sind! Was wir also tun können und müssen sind aus meiner Sicht vor allem zwei Dinge. Wir brauchen erstens einen noch intensiveren Austausch innerhalb unserer Branche. Nur so können wir voneinander lernen und neue Lösungen entwickeln. Zweitens müssen wir gegenüber unseren Kunden den Mut aufbringen, für unsere Überzeugungen einzustehen: Wir haben gute und nachvollziehbare Gründe für unsere Positionen. Eine höhere Transparenz erreichen wir nur im direkten, ehrlichen und auch gerne kritischen Austausch mit den Entscheidern auf Kundenseite – echte Live-Kommunikation im Interesse der gemeinsamen Sache. Von Mensch zu Mensch.

Austausch ist enorm wichtig

Ob konträr oder konform, kritisch oder konsensual – um etwas voranzubringen, braucht es unterschiedliche Perspektiven. Deshalb bin ich sehr gespannt auf Ihr Feedback! Gerne hier im Blog als Kommentar, per Mail, per Telefon und – wenn es die Zeit erlaubt – am Allerliebsten natürlich persönlich, live und in Farbe. 

Jörn Huber

Geschäftsführer bei pro event live-communication GMBH
Jörn Huber ist Vorstandvorsitzender des FAMAB e.V. und in dieser Funktion einer der treibenden Köpfe bei der Öffnung des Verbandes und der stärkeren Vernetzung mit anderen Kommunikationsdisziplinen und deren Interessenvertretungen. Als Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der Agentur pro event live-communication ist der Dipl.-Betriebswirt (BA) seit über 20 Jahren im Markt tätig und damit bestens vertraut mit allen praktischen Mechanismen, Anforderungen und Entwicklungstrends der Live-Kommunikation und Messewirtschaft.
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Jörn Huber

Jörn Huber ist Vorstandvorsitzender des FAMAB e.V. und in dieser Funktion einer der treibenden Köpfe bei der Öffnung des Verbandes und der stärkeren Vernetzung mit anderen Kommunikationsdisziplinen und deren Interessenvertretungen. Als Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der Agentur pro event live-communication ist der Dipl.-Betriebswirt (BA) seit über 20 Jahren im Markt tätig und damit bestens vertraut mit allen praktischen Mechanismen, Anforderungen und Entwicklungstrends der Live-Kommunikation und Messewirtschaft.

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