Frauen verbinden: Raus aus der Männerdomäne Messe München verbindet Frauen in einem Netzwerk

Grafik by Pia Kleine Wieskamp

Letztens besuchte ich die bauma in München. Über 3.700 Aussteller zeigten sowohl in den Hallen als auch auf der Freifläche auf insgesamt 575.000 Quadratmeter den neuesten Stand der Technik rund um das Thema „Bauen“. Angefangen bei gigantischen Fahrzeugen, beeindruckender Technik bis zur Drehscheibe für internationale Geschäfte versteht sich die bauma als eine Informations- und Kontaktmesse in einer Männerdomäne. Dennoch sind auf der bauma immer mehr Frauen zu sehen, unterstützt auch durch die Initiative der Messe München Frauen verbinden – ein Netzwerk für Frauen aus der Wirtschaft.

Während ich von der bauma – mich in der U-Bahn zwischen meist männlichen Messebesuchern quetschend – zurückreiste und die Eindrücke der Monsterbagger, Lederhosen, Bierstände und Co. vor meinem geistigen Auge Revue passieren ließ, entdeckte ich in meiner Facebook-Timeline folgenden Eintrag:

Der Beitrag machte mich so neugierig, dass ich unbedingt mit den Verantwortlichen von Frauen verbinden ein Gespräch führen wollte:

Die Mission des Netzwerks lautet: Frauen aus der Wirtschaft verbinden!
Die Mission des Netzwerks Frauen verbinden lautet: Frauen aus der Wirtschaft verbinden!

 

Kleine Wieskamp: Frau Dech, wie und wann entstand die Idee zur Gründung des Netzwerks „Frauen verbinden“?

Dech: Im Herbst letzten Jahres konnten wir bei unserer ersten Veranstaltung auf dem Oktoberfest rund 150 Frauen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien begrüßen. Die Resonanz war überwältigend. Der einhellige Tenor: Es gibt nach wie vor zu wenige solcher Netzwerke, in denen sich Frauen in Führungspositionen unterschiedlicher Branchen auf Augenhöhe miteinander austauschen können. Das hat uns darin bestärkt, das Thema weiter voran zu treiben und die Initiative „Frauen verbinden“ zu gründen.

Kleine Wieskamp: Ihre Mission lautet „Frauen aus der Wirtschaft verbinden“. Meinen Sie das wortwörtlich, oder sind auch Netzwerktreffen mit Schülerinnen, Studentinnen, Lehrlingen etc. geplant?

Dech: In erster Linie geht es uns darum, Frauen in Führungspositionen branchenübergreifend einen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch Veranstaltungen geben wird, bei denen Frauen aus dem Netzwerk von ihren Erfahrungen berichten und ihre Expertise an junge Frauen weitergeben.

Kleine Wieskamp: Das Netzwerk ist aus einer Initiative der Messe München entstanden; wer betreut denn in der Praxis das Netzwerk?

Dech: Die Mit-Gründerin Margit Dittrich und ich stimmen uns sehr eng ab. Generell halten wir die Wege kurz, und der direkte Kontakt zu unseren Mitgliedern ist sehr wichtig. Veranstaltungs- und aufwandsbezogen werden wir von Mitarbeitern der Messe München und Dienstleistungspartnern unterstützt.

Kleine Wieskamp: Wie kann man (Frau) Teil Ihres Netzwerks werden?

Dech: Wir sind eine geschlossene Gruppe auf Augenhöhe, der man nach persönlicher Empfehlung und Einladung beitreten kann.

Kleine Wieskamp: Wie oft und welche Art von Veranstaltungen finden statt?

Dech: Wir laden in loser, aber kontinuierlicher Folge die Netzwerklerinnen zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen ein, wie z.B. jüngst auf der bauma, wo wir Unternehmerinnen aus dem Baumaschinengewerbe getroffen haben. Neben den Themen der Wirtschaftsbranchen kommen aber auch die Bereiche Gesundheit, Kunst und Kultur nicht zu kurz.

Kleine Wieskamp: Besteht auch eine Verbindung zu weiteren deutschen bzw. internationalen Messe-Netzwerken?

Dech: Wir haben auch Damen aus anderen Netzwerken in unseren Reihen. Wir sehen uns aber als unabhängiges und vor allem branchenübergreifendes Netzwerk. Messe-Netzwerke sind mir derzeit nicht bekannt.

Kleine Wieskamp: Frau Dech, wie ist denn die bisherige Resonanz?

Dech: Die Resonanz ist sehr positiv. Unsere Mitglieder schätzen es sehr, dass sie bei unseren Veranstaltungen die Gelegenheit bekommen, in ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und sich näher kennen zu lernen. Daraus entstehen neue Ideen, man inspiriert sich gegenseitig und es wurden bereits Freundschaften geknüpft. Ende letzten Jahres sind wir außerdem mit unserer Webseite www.frauen-verbinden.de an den Start gegangen, was den Austausch ebenfalls erleichtert.

 

 "Frauen verbinden" auf dem Oktoberfest Bild https://www.frauen-verbinden.de/veranstaltungen/
Frauen verbinden“ auf dem Oktoberfest
Bild https://www.frauen-verbinden.de/veranstaltungen/

 

Kleine Wieskamp: Und was ist für 2016 geplant?

Dech: Wir möchten das Netzwerk weiter ausbauen und den Austausch fortführen. Dieses Jahr wollen wir die Themen Sport, Gesundheit und Kultur verstärkt angehen. Außerdem wird es zum Oktoberfest 2016 wieder eine gesellige Runde geben, denn beim Netzwerken darf auch der Spaß nicht fehlen!

Kleine Wieskamp: Frau Dech, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Ihnen und den Netzwerklerinnen viele schöne Veranstaltungen.

Pia Kleine Wieskamp

Kommunikationsexpertin bei POINT-PR
Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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Pia Kleine Wieskamp

Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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