Fachkräfte im Ausland rekrutieren Welche Möglichkeiten gibt es?

Der Fachkräftemangel in Deutschland wird in immer mehr Branchen zum ernsthaften Problem, ein gezieltes Recruiting ausländischer Fachkräfte rückt in den Vordergrund. Trotz positiver Erfahrungen im Nearshoring, beispielsweise durch die Verlagerung der Produktion und Unternehmensprozesse nach Osteuropa, denken zu wenige Unternehmen über die Gewinnung von Fachkräften auf diesem Wege nach. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, gerade in den Ingenieurs- und IT-Wissenschaften fachkundige Mitarbeiter aus dem nahen Ausland zu gewinnen und für eine Tätigkeit bei deutschen Unternehmen zu begeistern. Die folgenden Möglichkeiten stehen Unternehmen offen, um höchste Fachkompetenz und innovative Ideen in den Betrieb zu bringen.

Recruiting über das Internet – viele Plattformen sind spezialisiert

Online finden sich viele Vermittlungsplattformen
Online finden sich viele Vermittlungsplattformen

Die Suche nach neuen Arbeitskräften online ist heutzutage obligatorisch, wobei ausgeschriebene Vakanzen von Bewerbern aus dem In- und Ausland gelesen werden. Um ein gezieltes Recruiting im nahen Ausland zu betreiben, lohnt ein Blick auf spezialisierte Vermittlungsplattformen. Auf deutscher und europäischer Ebene wird die Suche nach Fachkräften offiziell gefördert, beispielsweise über das EURES-Netzwerk (European Employment Services) oder die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Ein Vorteil dieser Anlaufstellen: Parallel zum Recruiting werden organisatorische und rechtliche Fragen beantwortet.

Eine sinnvolle Ergänzung ist das Recruiting über klassische Online-Jobbörsen. Wichtig ist hierbei, Anzeigen in der jeweiligen Landessprache zu verfassen und das genaue Anforderungsprofil festzulegen, damit sich gezielt ausländische Fachkräfte angesprochen fühlen. Im Regelfall wird die Registrierung auf verschiedenen Plattformen in unterschiedlichen Nationen notwendig sein, da das Jobgesuch online sonst nur auf der deutschen Webpräsenz angezeigt wird. Um potenzielle Interessenten zu überzeugen, sollte die firmeneigene Webseite außerdem mehrsprachig aufgebaut sein.

Persönliches Recruiting über Messen und Konferenzen

Persönlichkeit zählt bei der gezielten Suche nach Fachkräften
Persönlichkeit zählt bei der gezielten Suche nach Fachkräften

Neben der Nutzung größerer Institutionen und Jobbörsen ist das persönliche Recruiting zielgerichteter und erfolgversprechender. Der Besuch von Jobmessen mit einem Schwerpunkt auf ausländische Fachkräfte ist der ideale Weg, um potenzielle Bewerber direkt vor Ort kennenzulernen. Im Vorfeld ist abzuklären, wie frequentiert eine Messe ist und welches Renommee sie besitzt, um ein echtes Networking zwischen Firmen und Bewerbern zu betreiben. Der aktive Besuch von Ländern im Nearshoring Umfeld ist hierfür unverzichtbar.

Um eine noch gezieltere und individuellere Suche anzukurbeln, ist die Einstellung eines Headhunters sinnvoll. Dieser verschafft sich in Ihrem Auftrag einen Überblick über Fachkräfte im In- und Ausland und wird zeitnah potenzielle Bewerber für Ihre Stellen präsentieren können. Bedenken Sie stets, dass Sie sich in Konkurrenzsituation mit anderen Betrieben aus allen europäischen Nationen befinden. Geben Sie dem Headhunter deshalb triftige Argumente an die Hand, die einen Bewerber überzeugen. Diese können vom Markenwert Ihres Unternehmens bis zu attraktiven Gehaltsaussichten reichen.

Prozessauslagerung mithilfe von Nearshoring-Anbietern

Abgesehen von der Rekrutierung von ausländischen Fachkräften über das Internet oder Messen gibt es die Möglichkeit, Prozesse des Unternehmens mit Unterstützung eines Nearshoring-Anbieters auszulagern und so eine virtuelle Zusammenarbeit entstehen zu lassen.
Nearshore-Anbieter suchen abhängig von den Anforderungen des Kunden-Projekts nach geeigneten Mitarbeitern und stellen ein virtuelles Team zusammen. Osteuropäische Länder, wie beispielsweise Polen, Serbien und Rumänien, sind sehr beliebte Nearshoring-Standorte. Es ist darauf zu achten, dass Kunden volle Einsicht in die Qualifikationen und Lohnkosten der ausgewählten Mitarbeiter haben.

Fazit zum Recruiting ausländischer Fachkräfte

Die Mobilität von ausländischen Arbeitskräften ist hoch, gerade osteuropäische Bewerber hoffen auf eine echte Karriere mit attraktiven Verdienstaussichten in Deutschland und Westeuropa. Aktuell ist es trotzdem nur jedes fünfte Unternehmen hierzulande, dass sich um Fachkräfte im Ausland bemüht und so wertvolles Potenzial für die eigene betriebliche Zukunft schöpft. Die oben genannten Adressen helfen, grundlegende Informationen über das Recruiting im Ausland einzuholen und die Wichtigkeit für den eigenen Betrieb zu erkennen.

Marko Djuric

Marko Djuric

Gründer & Managing Director bei InterVenture Sourcing AG
Marko Djuric ist Gründer & Managing Director der InterVenture Sourcing AG. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in Deutschland, der Schweiz und in Großbritannien gründete er InterVenture mit dem Ziel, professionelles Management und Organisation mit serbischen IT-Talenten zu verbinden, um so nachhaltige Wettbewerbsvorteile für internationale IT Unternehmen zu schaffen.
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Marko Djuric ist Gründer & Managing Director der InterVenture Sourcing AG. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in Deutschland, der Schweiz und in Großbritannien gründete er InterVenture mit dem Ziel, professionelles Management und Organisation mit serbischen IT-Talenten zu verbinden, um so nachhaltige Wettbewerbsvorteile für internationale IT Unternehmen zu schaffen.

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