Es ist EXPO … ... und alle gehen hin!

Seit dem 1. Mai 2015 findet sie statt, die EXPO Milano. Und wie es für eine derartige Großveranstaltung wohl inzwischen zur Pflicht gehört, gab es zuvor gehörige Querelen und Gerücht: „Wird alles nicht fertig“, „großes Chaos“, „geht eh keiner hin“ um nur die Plakativen zu zitieren.

Wie schön ist es, wenn man vom Gegenteil überzeugt wird – insbesondere dann, wenn sich 130 Brancheninsider gemeinsam zum Besuch der Weltausstellung entschließen. So geschehen Ende Juni als der FAMAB in Kooperation mit dem amerikanischen Schwesterverband EDPA und dem Weltverband IFES zu einem „Study trip“ geladen hatte.

Highlights und No-Goes der Expo

Sehr schnell entbrannte in der Gruppe die Diskussion um Highlights und No-Goes. Welcher Pavillon hat das Thema „Feeding the Planet – Energy for life“ wirklich umgesetzt? Wo erinnerte die Präsentation an eine „Tourismusmesse“? Wo kamen die Botschaften bei den Besuchern an? Wo wurde man von zuviel Bling-Bling erschlagen?

In der Wüste – Das Team Blau beim Besuch des von Sir Norman Forster gestalteten Pavillons der VAE – dem Ausrichter der nächsten ‘großen‘ Expo 2020.
In der Wüste – Das Team Blau beim Besuch des von Sir Norman Forster gestalteten Pavillons der VAE – dem Ausrichter der nächsten ‘großen‘ Expo 2020.

 

Um es kurz zu machen: Den Pavillon gab es nicht. Im internen Ranking ganz weit vorn waren (in alphabetischer Reihenfolge): Angola, Deutschland, Großbritannien, Japan, Kasachstan, Korea, Marokko, Monaco, Österreich, Vereinigte Arabische Emirate und die UNO mit ihrem „Padiglione Zero“. #Dass die Gruppe noch einige Pavillons mehr gesehen hat, lag am Easy Access, der viel Arbeit im Vorfeld machte – dafür die gewünschte Zeitersparnis brachte. 20 Pavillons an 3 Tagen schafft man sonst nicht, will man die Besucherhighlights sehen.

Allavita! – Cirque du Soleil

Mehr versprochen hatte sich die internationale Equipe von der eigens für die EXPO konzipierten Cirque du Soleil Show „ALLAVITA“. Leider ist diese eine zusammengewürfelte Aneinanderreihung von bekanntem. Das Ganze dann auch noch in einer lieblosen Abfolge von Mystik, Akrobatik und Klamauk. Schade, die können das deutlich besser.

Fazit: Expo nicht nur für Insinder

Was die EXPO zudem auszeichnet: Sie wird nicht nur von Insidern angenommen. Natürlich werden keine Rekordbesuchszahlen wie in Shanghai erreicht, aber das Gelände ist gut gefüllt und zwar auch Dienstagsmorgens um 11.00 Uhr. Dafür bedarf es keiner Horden an Schulklassen, sondern es sind die Mailänder, die Touristen aus ganz Italien, aus der Schweiz, aus Frankreich, eigentlich aus ganz Europa, die es in die Lombardei zieht. Sie alle genießen das Expoflair, flanieren auf Decumano und Cardo, den beiden Hauptachsen der Veranstaltung. Sie besuchen die Pavillons, trinken hier etwas (Espresso für 1,- Euro – wo gibt es das sonst?) probieren dort die regionalen Spezialitäten oder kühlen die Füße zum Beispiel im Bassin vor dem Tschechischen Pavillon.

Dass das Abendticket für 5 Euro die Mailänder Bevölkerung in die vielen Restaurants und Bars auf dem Gelände zieht, ist ein weiterer Pluspunkt, denn wer einmal da war kommt gerne wieder. Wie gesagt, es ist EXPO und alle gehen hin!

Uta Goretzky

Executive Director bei IFES ASBL in Frankfurt
Uta Goretzkys Herz schlägt schon seit dem Studium für die Messe- und Eventbranche. Infiziert hat sich die Diplomkauffrau wohl bei ihrem Engagement für die WiWi-Fachschaft der Uni Münster, wo sie das eine oder andere Konzept (mit-)entwickelte und in die Tat umsetzte, bspw. eine Absolventenbörse.
Seit über 20 Jahren war sie u.a. für den FAMAB in verschiedenen Positionen unterwegs und wurde mit unterschiedlichsten Aufgaben betraut. Seit Januar 2016 ist sie als Executive Direktor bei der IFES ASBL in Frankfurt tätig.
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