Digitale Transformation: Change – Social – Culture Wie neue Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit Unternehmen und Veranstaltungsplanungen beeinflussen

Digitale Transformation? Unternehmenslenker reiben sich heute verwundert die Augen, wie Unternehmen ohne ein einziges Hotelzimmer die gesamte Hotel-Branche durchrütteln (AirBnB), Mobilitätsdienstleister ohne ein einziges eigenes Fahrzeug das Transportgewerbe revolutionieren (UBER) oder auch Traditionsunternehmen mit zehntausenden Mitarbeitern in die Insolvenz rutschen (KODAK), während ein Startup mit gerade einmal 19 Mitarbeitern die Lücke in der gleichen Branche füllt (Instagram).

Herausforderungen des digitalen Wandels

Die Herausforderungen des digitalen Wandels sind allerdings nicht nur digital. So finden Unternehmen heute nur noch schwer hochqualifizierte Nachwuchskräfte, findige Startups schneiden sich lukrative Teile des Kerngeschäfts aus dem Markt heraus, der Generationenwandel verändert Einstellungen zur Arbeit und Freizeit, die technologische Entwicklung rund um Cloud, Mobile, IoT fordert die Unternehmens-IT heraus.

Keine Branche ist ausgenommen, nur die Geschwindigkeit des digitalen Wandels und die Auswirkung sind unterschiedlich. Eine Studie der Deloitte Consulting zeigt dies eindrucksvoll. Insbesondere für die ITK Branche, aber auch für Banken, Versicherungen oder Bildung gilt: Kurze Lunte, Großer Knall. Die Auswirkungen der Digitalisierung kommen schnell, und sie werden heftig sein.

 

Deloitte-Studie
Grafik: Studie Überlebensstrategie ’Digital Leadership‘ von Deloitte Digital und Heads! 

Download der Studie Überlebensstrategie „Überlebensstrategie Digital Leadership“ (PDF) von Deloitte.

„Die Studie Überlebensstrategie ’Digital Leadership‘ von Deloitte Digital und Heads! zeigt, dass viele Unternehmen bei der digitalen Transformation noch Nachholbedarf haben. Firmen, die langfristig erfolgreich bleiben wollen, müssen sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen.“ – Deloitte.com

Was bedeutet dies für Unternehmen?

Was bedeutet dies für Unternehmen, die von Veranstaltungs,- Kongress- oder Messeplanung leben? Die grundlegenden Herausforderungen sind gleich: Neue Mitarbeiter erwarten moderne Arbeitswerkzeuge, die häufig nicht vorhanden sind. Junge Mitarbeiter, die privat Informationen in Facebook- oder Whatsapp-Gruppen teilen, Artikel und Blogposts sofort kommentieren und via Google und Wikipedia das Weltwissen sofort zur Hand haben, verlieren sich im Unternehmen im e-Mail und Datei-Laufwerks-Dschungel. Im Unternehmen lernen diese noch hochmotivierten Kollegen, für die „Sharing“ und teilen von Informationen der Standard ist, dass Wissen Macht ist, und Wissen zu teilen die eigene Position gefährden könnte.

Vielen Unternehmen wird klar, dass auch die Leistungserbringung zunehmend vernetzt erfolgen muss, um wettbewerbsfähige Leistungen zu erbringen – und zwar sowohl intern bereichsübergreifend als auch mit einer zunehmenden Anzahl externer Partner.

Aber wo sind die digitalen Werkzeuge zur Unterstützung des Projektmanagements? Oft Fehlanzeige. Und so werden Excel-, Word- und Powerpoint-Dateien weiter versendet und das Wissen versinkt im Grab der privaten Mailboxen. Ein Kollege muss einspringen? Wo soll er sich wie informieren über einen aktuellen Status? Eine fast unmögliche Aufgabe in vielen Unternehmen.

Und die Kundschaft?

Die erwartet zunehmend hochkarätige Veranstaltungen, ist immer weniger „markentreu“ und loyal zu einem Anbieter, entscheidet sich immer kurzfristiger zur Teilnahme und äußert Begeisterung, aber auch Ablehnung sofort im sozialen Netz. Die digitale Technologie zwingt zur internen und externen Transparenz.

Was also tun?

  1. Fördern Sie den „digitalen Mindset“ in Ihrem Unternehmen: Offene Kommunikation, transparente Zusammenarbeit und eine flexible Koordinierung von Geschäftsprozessen ohne hierarchisch starre Strukturen sind Ergebnis eines langfristig angelegten Change Management – und nicht allein durch Technologie zu lösen. Der Wandel muss dabei getragen werden, durch die Unternehmensleitung. Das Bekenntnis des Vorstands „Wir werden jetzt digital“ allein reicht nicht.
  2. Nehmen Sie die Führungskräfte mit auf die digitale Reise: Der Vorstand will Vorreiter sein, die jungen Nachwuchskräfte sind schon voll digital aufgewachsen – aber die Führungskräfte verstehen den Mehrwert für ihre Arbeit nicht, schlimmer noch: Sie sehen ihre Position in Gefahr, denn digitale Strukturen machen koordinierende Funktionen im Unternehmen oft überflüssig, Selbstorganisation ersetzt starre Prozesse. Lassen Sie die Führungskräfte erfahren, wie sie durch Vernetzung und offene Zusammenarbeit bessere Arbeitsergebnisse ihrer Teams erreichen können – durch Workshops, Coaching und spezielle Trainings.
  3. Analysieren Sie gemeinsam auf allen Unternehmensebenen die Herausforderungen der Digitalisierung. Suchen Sie neue und ungewöhnliche, kreative Formate. Ein Barcamp, World Café oder Open Space sorgen für Partizipation aller. Stellen Sie offen die Fragen: Wo stehen Ihre Branche und Ihr Unternehmen aktuell? Ist Ihre Organisation in der Lage, die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen? Wie können Sie konstanten Wandel und Innovation im Unternehmen sicherstellen?

Eine Technologie, wie ein internes soziales Netzwerk, ist schnell eingeführt. Der Wandel in den Köpfen aber dauert Jahre. Fangen Sie also jetzt an. Heute. Denn in einem Jahr werden Sie bedauern, sich heute nicht auf den Weg gemacht zu haben.

Alexander Kluge

Alexander Kluge beschäftigt sich als Berater seit fast zwanzig Jahren mit den drei großen „K“: Kommunikation, Kooperation und Koordinierung von Geschäftsprozessen. Er gründete und führte mehrere Unternehmen im Unternehmensberatungs- und Softwarentwicklungsbereich. Heute begleitet Alexander Kluge mit seiner Firma Kluge Consulting GmbH Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Organisationsentwicklung und IT. In Projekten der Digitalen Transformation baut Kluge Consulting die Brücke zwischen IT und Management. Kluge bloggt auf kluge.de und ist auf Twitter als @alecmcint unterwegs.

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Alexander Kluge

Alexander Kluge beschäftigt sich als Berater seit fast zwanzig Jahren mit den drei großen „K“: Kommunikation, Kooperation und Koordinierung von Geschäftsprozessen. Er gründete und führte mehrere Unternehmen im Unternehmensberatungs- und Softwarentwicklungsbereich. Heute begleitet Alexander Kluge mit seiner Firma Kluge Consulting GmbH Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Organisationsentwicklung und IT. In Projekten der Digitalen Transformation baut Kluge Consulting die Brücke zwischen IT und Management. Kluge bloggt auf kluge.de und ist auf Twitter als @alecmcint unterwegs.

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