Digital vs. Face-to-Face: Was Messebesucher wollen Teil 1 der Serie von Lisa Placa

Digital ist in aller Munde. Mit den zahlreichen Möglichkeiten, die sich in der Online-Welt auftun, erlebt die Messe- und Eventbranche derzeit einen gigantischen Umbruch. Die einen sehen Gefahren im digitalen Zeitalter, andere sprechen von aufregenden neuen Wegen, die die Live-Kommunikation einschlägt. In meiner Blogserie möchte ich auf die Chancen eingehen, die sich für die Live- und Messebranche ergeben und einige praktische Nutzungsbeispiele neuer Technologien diskutieren.

Im heutigen Blog-Post der Blogreihe „Digital vs. Face-to-Face: Wie die Messebranche vom digitalen Umbruch profitiert“ sehen wir uns die Erwartungen der Messebesucher einmal näher an.

Technologie lebt von ihren Nutzern

Der Generationenwandel verdeutlicht uns bereits jetzt, dass junge Nachwuchskräfte und Vertreter der „Generation Y“ andere Erwartungen an den Tag legen, da sie mit digitalen Angeboten viel vertrauter sind. Eine für das Messezentrum in Amsterdam (RAI) durchgeführte Studie konnte einen Einblick in die Köpfe der sogenannten „Millennials“ gewähren und zeigt vor allem eines auf: Messen haben auch bei der jungen Generation der heute 20-35-jährigen einen hohen Stellenwert. Die Webseiten der Veranstaltungen sind wichtige Informationsquellen für sie und sollten insbesondere die aktuellen Standards erfüllen, was Usability und UX anbelangt. Denn hier sind die Vertreter der Generation Y durch ihre IT-Affinität besonders kritisch und erwartungsvoll.

Trotz Vorliebe für die Digitale Welt und IT-Affinität: Messen sind auch für die Generation Y wichtig
Trotz Vorliebe für die Digitale Welt und IT-Affinität: Messen sind auch für die Generation Y wichtig

Die Vorzüge der digitalen Welt

Wo nun der eine oder andere Messeprofi in Angstzustände verfallen mag, überlegen sich Liebhaber neuer Technologien, wie die Branche von diesen Veränderungen profitieren kann. Denn genau darum geht es doch: Die Verschmelzung von Digital- und Live-Kommunikation clever für innovative Event-Erlebnisse zu nutzen. Messeveranstalter haben nun bessere Möglichkeiten denn je, um ihre Kunden kennenzulernen und deren Bedürfnisse besser zu analysieren. Beispielsweise können Besucherinteressen bereits bei der Registrierung für das Event abgefragt werden – z.B. demografische Details oder Präferenzen und Wünsche, die in die Gestaltung künftiger Veranstaltungen miteinfließen können. Das gesamte Event-Erlebnis kann besser und zielgruppenspezifischer gestaltet werden.

Die Registrierung für ein Event eröffnet vielseitige Wege, um Daten über Besucher zu sammeln und ihre Interessen bzw. Präferenzen besser kennenzulernen
Die Registrierung für ein Event eröffnet vielseitige Wege, um Daten über Besucher zu sammeln und ihre Interessen bzw. Präferenzen besser kennenzulernen

Besuchermagnet Messe – auch in Zukunft?

Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, die Alleinstellungsmerkmale von Face-to-Face-Events zu kommunizieren: Menschen im realen Leben treffen, Netzwerke aufbauen, Kontakte pflegen. Das sind die Gründe, warum Events weiterhin besucht werden und warum auch die technologieaffine Generation Y den Besuch von Veranstaltungen schätzt. Veranstalter sollten diese Besonderheit in allen erdenklichen Formen nutzen und den Besuchern ermöglichen, andere Veranstaltungsteilnehmer zu treffen, die für ihr Business wichtig sind. Warum also nicht mobile Technologien in das Erlebnis einbinden? Mit Hilfe cleverer Event-Apps ist es mittlerweile sogar möglich, den Veranstaltungsbesuchern bestimmte Referenten (oder auch Sessions und Präsentationen) vorzuschlagen, die für sie von Interesse sein könnten (basierend auf ihren Interessen).

Messebesucher sind in erster Linie wissensdurstig. Sie wollen neue Kontakte knüpfen und sich austauschen, aber auch neues Wissen aufnehmen. Hochgeschätzt sind die begleitenden Seminarprogramme auf Fachmessen. Hier bedarf es einfacher Wege, wie die Inhalte zugänglich gemacht werden können, denn die Besucher möchten Handouts, Präsentationsfolien und andere digitale Inhalte auch im Büro oder Zuhause durchsehen können und nicht permanent während der Vorträge mitschreiben müssen.

Schlüsselelemente für die Messe der Zukunft
Schlüsselelemente für die Messe der Zukunft

Die Veranstalter könnten den Referenten unter die Arme greifen und alle Inhalte der Veranstaltung zentral auf der Event-Webseite zum Download zur Verfügung stellen. Somit bleibt der Content auch nach der Veranstaltung in den Köpfen der Teilnehmer präsent und kann darüber hinaus wunderbar für weitere Kampagnen oder Diskussionen in den sozialen Netzwerken verwendet werden. Frei nach dem Motto „Event 365“ können relevante Themen aus Vorträgen wiederaufgegriffen werden. Somit wird die Bedeutung des Events über das gesamte Jahr hinweg aufrechterhalten – ein nachhaltiger Marketingeffekt!

Lisa Placa

Lisa Placa

Senior Content Marketing Strategist, EMEA bei Ungerboeck Software International
Lisa Placa hat Tourismusbetriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Veranstaltungsmanagement an der Hochschule Heilbronn studiert und ist seit mehreren Jahren mit viel Leidenschaft in der Messe- und Softwarebranche tätig. Seit 2010 arbeitet sie im Marketing bei Ungerboeck Software International. Als Content-Marketing-Expertin hat sie stets ein Ohr am Markt, schreibt über Trends in der Branche und beschäftigt sich mit den täglichen Herausforderungen von Event- und Marketingprofis.
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Lisa Placa

Lisa Placa hat Tourismusbetriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Veranstaltungsmanagement an der Hochschule Heilbronn studiert und ist seit mehreren Jahren mit viel Leidenschaft in der Messe- und Softwarebranche tätig. Seit 2010 arbeitet sie im Marketing bei Ungerboeck Software International. Als Content-Marketing-Expertin hat sie stets ein Ohr am Markt, schreibt über Trends in der Branche und beschäftigt sich mit den täglichen Herausforderungen von Event- und Marketingprofis.

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