Wichtige Faktoren für die digitale Transformation Gastbeitrag Teil 1 von Bianca Gade

Cloud Lösungen

Wie an so vielen Wochenenden im Jahr sitze ich in einer Konferenz. Nein, nicht so eine, wie Sie vielleicht kennen. Diese Konferenz hat etwas Besonderes, denn ich bin hier, ohne dass die Organisatoren vorher eine Agenda festgelegt haben.

BarCamp versus Arbeitsplatz

Rund 150 weitere TeilnehmerInnen tun es mir gleich, und viele davon sind vorbereitet: Mit ihrer eigenen Präsentation, um die anderen an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Der Ablauf einer solchen Un-Konferenz ist für mich der Innbegriff dessen, was heute in Unternehmen erwünscht ist: Hier teilt man leidenschaftlich Wissen und schafft dadurch ein intensives Erlebnis. Mobile Anwendungen stehen für den Informationsaustausch hoch im Kurs, es wird gebloggt und getwittert, was in der Cloud Unmengen an Daten schafft und auch Nicht-TeilnehmerInnen in das Offline-Erlebnis einbindet. Neue Verbindungen entstehen und bestehende Netzwerke werden enger. Die digitale Transformation ist hier vollkommen. Anders sieht es in so manchen Unternehmen aus. Man hat sich auf bestehende Prozesse eingespielt, hinterfragt sie teilweise nicht mal mehr.

 

Aber was ist eigentlich die digitale Transformation? Was verstehen wir darunter, und was lässt sich von sozialen Netzwerken für Unternehmen ableiten?

Die Agilität der Cloud

Luftige und transparente Cloud-Lösungen sind gefragt.
Luftige und transparente Cloud-Lösungen sind gefragt.

Für Innovationen, digitale Geschäftstransformationen und schnelle Entwicklungen bildet Cloud die Plattform. Wer noch nicht in der Cloud ist, verliert schnell an Agilität. Mit ihr geht es hin zu einer serviceorientierten Wirtschaft mit mehr Aboleistungen. Sie ist skalierbar, flexibel und anpassungsfähig. Immer bessere rechtliche Rahmenbedingungen sollten den Überlegungsprozess, ganz oder teilweise in die Cloud zu gehen, nie abbrechen lassen.

Das Bündeln der Daten

Ideenmanagement ist heute noch oft in starren Prozessen verhaftet, die die Kreativität im Keim ersticken lassen. Wissen findet sich (oft doppelt und veraltet) in E-Mails und in der Ordnerstruktur wieder – ein Zugriff von anderen Standorten ist fast unmöglich. Die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu haben, wird es uns ermöglichen, sie schneller in Erkenntnisse zu wandeln, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Daten- und Wissenstranzparenz sind unerlässlich, erfordern aber, mit großen Datenmengen umgehen zu können.

Wissen teilt man in Netzwerken

Wo anonym gearbeitet wird, lernen sich Menschen nicht kennen, und dies hemmt die Motivation, eigenes Wissen zu teilen. Wer bei seiner Kommunikationsstrategie Mitarbeitern die Chance nimmt, sich gegenseitig kennenzulernen, braucht sich nicht über geringen Know-how-Austausch zu wundern.

Die digitale Transformation beruht darauf, dass sich Mitarbeiter sowohl on- wie offline mit einem hohen Maß an Vertrauen, durch Anerkennung und gegenseitigem Respekt, austauschen.

Nichts geht ohne Mobile

Die digitale Transformation funktioniert nicht ohne Mobile. Gerade implizites Wissen wird in der jeweiligen Situation geteilt. Wer mobile ist, ist schnell. Und Schnelligkeit ist in der heutigen Zeit wichtiger als Größe. Mobile bedeutet auch Teambuilding – natürlich nicht ohne die anderen drei Aspekte.

Sollten Sie mindestens zweimal „ja, aber…!“ gedacht haben, möchte ich Ihnen verraten, wie Sie die digitale Transformation hin zum Social Workplace schaffen können. Die Antwort ist: Es braucht Wissen darüber, wo das Unternehmen steht, wo es hin will, wer die Anspruchsgruppen sind und darüber hinaus eine langfristige Strategie. Doch wie geht man dabei am besten vor?

Im zweiten Teil dieser Blogreihe lernen Sie ein Framework kennen, mit dem sie über Bausteine selbst herausfinden können, wo Sie in Ihrem Unternehmen zur digitalen Transformation ansetzen können.

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmalig im Wissensmanagementmagazin 02/2015.

Bianca Gade

Corporate Communications Manager bei netmedianer GmbH
Bianca Gade ist seit 2008 leidenschaftliche Bloggerin und leitete vor ihrem Umzug nach Saarbrücken das Kollaborationsprojekt IT, bei der Siemens AG in Karlsruhe. Sie verbindet daher zwei Kommunikationswelten in einer Person: die der internen und die der externen Kommunikation. Seit 2009 ist sie Corporate Communications Manager bei der netmedianer GmbH. Privat bloggt sie auf chiliconcharme.de.

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Bianca Gade

Bianca Gade ist seit 2008 leidenschaftliche Bloggerin und leitete vor ihrem Umzug nach Saarbrücken das Kollaborationsprojekt IT, bei der Siemens AG in Karlsruhe. Sie verbindet daher zwei Kommunikationswelten in einer Person: die der internen und die der externen Kommunikation. Seit 2009 ist sie Corporate Communications Manager bei der netmedianer GmbH. Privat bloggt sie auf chiliconcharme.de.

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