Die Konzentration auf das Wesentliche Gastbeitrag von Julian Ekelhof

Die Nachhaltigkeit lauert heutzutage überall. Großkonzerne wollen ebenso nachhaltig sein, wie Sportveranstaltungen und Antriebssysteme. Wenn unterschiedlichste Organisationen und Projekte nachhaltig sein möchten, dann werden auch entsprechende Richtlinien und Dokumentationen immer komplexer. Die Global Reporting Initiative führt in ihren aktuellen G4 Sustainability Reporting Guidelines 46 Aspekte mit 92 Indikatoren auf.
Doch wo finden sich da Unternehmen der Kommunikationsbranche und deren Projekte wieder? Lassen sich die Handlungsfelder, Normen und Standards eines Energiekonzerns auf einen Event-Caterer übertragen und diejenigen der Olympischen Spiele auf einen Messestand auf der ISPO? Natürlich nicht, die Unterschiede liegen auf der Hand. Um diese Individualität der Nachhaltigkeit greifbar zu machen, stellt sich die Frage der Wesentlichkeit.

Was ist wichtig?

Ganz gleich, ob der Nachhaltigkeits-Antrieb eigene Überzeugung, betriebsinterner Impuls oder Kunden-Anforderung ist: Der Blick auf die Wesentlichkeit gehört an den Anfang jeder Strategie – und jeder Kommunikation, jeden Maßnahmenplans, jeden Berichts – zur Nachhaltigkeit. Vereinfacht zusammengefasst in zwei Fragen: „Was sind die wichtigsten Auswirkungen meines Projekts?“ und „Welche Themen sind mir und meinem Umfeld wichtig?“ Werden diese beiden Fragen gut beantwortet, ergibt sich der weitere Fahrplan fast wie von selbst.

Auch die Zertifizierung als FAMAB Sustainable Project legt einen Fokus auf die Wesentlichkeit. Schon die Bewertungsinhalte sind auf die wesentlichen Eigenschaften der Kommunikationsbranche zugeschnitten. Und auch bei einer Einreichung gibt es kein reines Abhaken von vorgefertigten Punkten, sondern die eigene Formulierung von begründeten Maßnahmen, um das Projekt gemeinsam mit dem Kunden nachhaltig umzusetzen. Das mag nicht immer bequem sein, doch es entsteht nicht nur ein Siegel zum Aufkleben, sondern ein echter Impuls für gut durchdachte Projekte.

Nachhaltiger Rohstoff: Holz
Nachhaltiger Rohstoff: Holz

Viele Grüße aus der Lieferkette

Der Wesentlichkeit ist es auch zu verdanken, dass aus der Nachhaltigkeits-Debatte der Blick in die Lieferkette nicht mehr wegzudenken ist. Ein Modeunternehmen mag wasserlose Urinale einsetzen, aber die Relevanz der Arbeitsbedingungen bei Zulieferern steht im Fokus. Ebenso spricht auch in der Live-Kommunikation nichts dagegen, zunächst mal an der Beleuchtung des Besprechungsraums anzusetzen. Aber wenn sich das tägliche Geschäft um die Arbeit mit Materialien oder Lebensmitteln dreht, stellt sich gemäß der Wesentlichkeit auch die Frage nach deren Herkunft und Verarbeitung.

Der FAMAB-Sustainability Summit wird eine spannende Plattform bieten, um von Partnern der Branche mehr über deren Prioritäten und Interessen zu erfahren sowie Erfahrungen mit weiteren Branchenmitgliedern auszutauschen  – auch das ist wichtig.

 

Julian Ekelhof

Director bei CO2OL
Julian Ekelhof entwickelt das Angebot von CO2OL und ist Ansprechpartner für Unternehmen auf dem Weg zu echter betrieblicher Nachhaltigkeit. Seit 2011 bei CO2OL tätig, sammelte der Kölner Sportökonom zuvor Erfahrungen in internationalen Sportartikelunternehmen und Umweltorganisationen.
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Julian Ekelhof entwickelt das Angebot von CO2OL und ist Ansprechpartner für Unternehmen auf dem Weg zu echter betrieblicher Nachhaltigkeit. Seit 2011 bei CO2OL tätig, sammelte der Kölner Sportökonom zuvor Erfahrungen in internationalen Sportartikelunternehmen und Umweltorganisationen.

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