Blog-Reihe Raumwelten: Let’s Get Phygital Ein Gastbeitrag von Roman Passarge

Seit letztem Jahr kooperieren Raumwelten – Plattform für Szenografie, Architektur und Medien – und FAMAB AWARD. Diese Zusammenarbeit wird auch dieses Jahr in Ludwigsburg beim Raumwelten Kongress (17. – 19.11.) und der FAMAB AWARD-Verleihung (17.11.) fortgeführt. Besucher profitieren vom gemeinsamen Kombiticket, das Sie unter famab.de direkt buchen können. Raumwelten greift in den Panels und Präsentationen Themen und Fragen auf, die auch FAMAB-Mitglieder umtreiben: In einer achtteiligen Reihe werden wir Ihnen hier die diesjährigen Raumwelten-Schwerpunkte vorstellen und widmen uns heute dem Panel „Let’s Get Phygital!“, präsentiert vom Raumwelten-Kurator Roman Passarge. Für weitere Informationen zur Veranstaltung: www.raum-welten.com

Wie verschmelzen Online- und Offline-Welten?

Zunehmend bemerke ich, dass sich in meinem Leben und in meiner Kommunikation immer mehr die von mir genutzten Medien überkreuzen und verbinden: Zeitungen lese ich je nach Situation mal off- und mal online, Fahrkarten habe ich oft gedruckt und digital dabei, Einkäufe erfolgen je nach Situation im Laden oder im Netz – manchmal auch gleichzeitig. Und Sie haben sicher noch viel mehr Beispiele sofort zur Hand…

Kurz: Meine – und Ihre – Kommunikation und mein Erleben findet zunehmend gleichzeitig real und virtuell statt, es überschneidet sich zunehmend vom Digitalen ins Reale, vom Realen ins Digitale.

Hinzu kommt, dass zunehmend reale Objekte in meiner unmittelbaren Umgebung permanent mit der digitalen Welt über das Internet der Dinge (IoT) verbunden sind, beispielsweise Assistenzsysteme im Auto, Heizungsthermostate, mein Smartphone. Durch die Nutzung dieser Objekte produziere ich (unwillkürlich) einen unaufhörlichen Daten- und Informationsstrom, der zusammen mit meiner digitalen Kommunikation eine Art zweite Existenz oder Persönlichkeit von mir erschafft.

Diese digitale Persönlichkeit begleitet mein reales Ich permanent, ich bewege mich buchstäblich parallel im physischen, realen Raum und in der virtuellen, digitalen Welt. Durch diese Parallelität entsteht für mich eine Art eigene, neuer Welt –  das Phygitale.

Phygital ist dabei ein Kunstwort, zusammengesetzt aus Physisch und Digital.

Selbst wenn ich mich mit einem Bekannten im gleichen physischen, realen Raum aufhalte, sind unsere virtuellen, digitalen Welten unterschiedlich – und damit auch unsere phygitalen Welten. In diesen individuellen Welten bewegen sich immer mehr Menschen, Reales und Digitales verschwimmt in unserem alltäglichen Leben. Wir sind zunehmend daran gewöhnt, dass Informationen, Daten und Objekte allzeit digital verfügbar und miteinander verknüpft sind, wir ändern unwillkürlich unsere Verhaltensweisen und stellen damit neue Anforderungen an die uns umgebenden realen Räume.

Showroom der SLV GmbH in Übach-Palenberg, Dreiform GmbH Köln
Das SLV Visitor Center Foto: dreiform

 

Bei Raumwelten gehen wir der Frage nach: Was bedeutet diese neue Welt ganz praktisch für die Gestaltung von Messen, Ausstellungen, Schauräumen, Läden und des öffentlichen Raumes? Welche Strategien gibt es, diese Entwicklungen aufzunehmen und nutzbringend umzusetzen? Wie sind die realen Räume der Zukunft beschaffen und in die digitale Welt integriert? Oder verhält es sich umgekehrt – das Digitale reicht ins Reale?

Diesen Fragen wird im Panel „Phygital“ beim Raumwelten Kongress am 17. November nachgespürt werden, ebenso wie der Frage, was mit diesem Begriff genau gemeint ist, wie sich das „phygitale“ beispielsweise von der „Virtual Reality“ (VR) oder der „Augmented Reality“ (AR) unterscheidet und welche Technologien hier aktuell zum Einsatz kommen.

Roman Passarge

Roman Passarge

Roman Passarge war schon für Hunderttausende Menschen Gastgeber, bevor er Anfang 2012 die Leitung der Hansgrohe Aquademie in Schiltach übernahm. Dass er weiß, wie man Menschen so in Empfang nimmt, dass sie immer wieder gerne zu Besuch kommen, hatte er als Geschäftsführer des Mainfrankentheaters in Würzburg, des Vitra Design Museums in Weil am Rhein und der Hamburger Kunsthalle gemeinsam mit seinen Teams unter Beweis gestellt. Auch in der Hansgrohe Aquademie, deren Neuauftritt und Weiterentwicklung der studierte Volkswirt verantwortet, zeigt er, wie man mit interessanten Ausstellungen, einem attraktiven Programm, vielfältigen Seminaren und einem innovativen Kulturmanagement ein Publikum aus aller Welt begeistert.
Roman Passarge

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Roman Passarge war schon für Hunderttausende Menschen Gastgeber, bevor er Anfang 2012 die Leitung der Hansgrohe Aquademie in Schiltach übernahm. Dass er weiß, wie man Menschen so in Empfang nimmt, dass sie immer wieder gerne zu Besuch kommen, hatte er als Geschäftsführer des Mainfrankentheaters in Würzburg, des Vitra Design Museums in Weil am Rhein und der Hamburger Kunsthalle gemeinsam mit seinen Teams unter Beweis gestellt. Auch in der Hansgrohe Aquademie, deren Neuauftritt und Weiterentwicklung der studierte Volkswirt verantwortet, zeigt er, wie man mit interessanten Ausstellungen, einem attraktiven Programm, vielfältigen Seminaren und einem innovativen Kulturmanagement ein Publikum aus aller Welt begeistert.

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