Schwitzen mit Kollegen Das große Comeback des Betriebssports

Im Rahmen der Sustainable Company Zertifizierungen spielen soziale Komponenten, wie beispielsweise der Umgang mit den Mitarbeitern, eine große Rolle. Hier geht es nicht nur um faire Arbeitszeiten, Fort- und Weiterbildung oder Gehälter, sondern auch um die Gesundheit. Eine Möglichkeit, um letzteres zu fördern und zu erhalten, ist der Betriebssport. Hinter diesem etwas verstaubten Begriff verbergen sich viele Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern mit Spaß und Freude zu mehr Fitness zu verhelfen und dadurch auch einige Vorteile für das Unternehmen selbst zu erlangen.

Sport – ein Tausendsassa

Untersuchungen zeigen: In Unternehmen, in denen die Mitarbeiter regelmäßig Sport treiben, sinkt der Krankenstand. Die Arbeitnehmer sind belastbarer und gesünder. Die gemeinsame Bewegung stärkt den Zusammenhalt, verbessert das Betriebsklima und motiviert. Vorteile hat auch der Arbeitgeber. Immerhin sinken mit dem Krankenstand die Kosten, die Mitarbeiter identifizieren sich stärker mit ihrem Unternehmen und sind produktiver. Auch im Rahmen der Burnout-Prävention spielt Sport eine entscheidende Rolle. Zu guter Letzt lässt sich der gemeinsame Betriebssport ebenfalls positiv für das Firmenimage vermarkten.

Die Spieler des Handballteams von Atelier Türke sind bestens versorgt. Quelle: Atelier Türke
Die Spieler des Handballteams von Atelier Türke sind bestens versorgt. Bildquelle: Atelier Türke

Betriebssport – ein Thema, 1.000 Möglichkeiten

Viele der „Sustainable Company powered by FAMAB“-Unternehmen gehen hier bereits mit gutem Beispiel voran. MIKS und Roth & Lorenz leisten unter anderem finanzielle Unterstützung für die Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Andere Firmen wie imb: Troschke oder JMT Mietmöbel haben ihren Mitarbeitern die Möglichkeiten geschaffen, während der Arbeitszeit Sport zu treiben. So stehen den Mitarbeitern bspw. eine Tischtennisplatte oder auch ein Fitnessraum sowie Duschmöglichkeiten etc. zur Verfügung. Dass Laufen ein Sport ist, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut, haben ebenfalls viele Unternehmen erkannt. So wundert es nicht, dass sich einige Mitarbeiter von mac oder Kontrapunkt zu Laufgruppen zusammen schließen und an den in immer mehr Städten stattfindenden Firmenläufen teilnehmen. Neben solchen Klassikern veranstaltet Atelier Türke auch Handballturniere oder es werden Yogakurse angeboten, wie es bei GAMMACATERING der Fall ist. Wiederum andere Unternehmen motivieren ihre Mitarbeiter mit speziellen Prämien zu mehr Bewegung: So erhalten die Mitarbeiter von projekt rk einen Zuschuss, wenn sie an 100 Tagen im Jahr mit dem Rad oder zu Fuß anstatt mit dem Auto zur Arbeit kommen – was ganz nebenbei noch das Klima schont.

Gemeinsam Erfolge feiern - das schweißt zusammen. Quelle: Atelier Türke
Gemeinsam Erfolge feiern – das schweißt zusammen. Quelle: Atelier Türke

Die ersten Schritte

Es gibt also eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Mitarbeiter zu mehr Bewegung und Sport zu motivieren. Welche Lösung für Ihr Unternehmen am ehesten passt, können Sie bspw. vorab anhand einer Befragung in Erfahrung bringen. Denn nur, wenn Sie die Bedürfnisse und Vorstellungen Ihrer Mitarbeiter kennen, können Sie ein Sportprogramm anbieten, welches erfolgreich ist und von möglichst vielen genutzt wird. Darüber hinaus sollten Sie sich im Vorfeld darüber informieren, welche steuerrechtlichen Bedingungen für Ihr Unternehmen gelten und wie Sie mit der Versicherungsfrage umgehen.


Initiative Gesundheit & Arbeit (iga)

Einen guten Überblick über die einzelnen Punkte, die bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden müssen, liefert die Broschüre „Wegweiser Betriebssport in kleinen und mittleren Unternehmen“ der Initiative Gesundheit & Arbeit (iga).

Broschüre BetriebssportIn der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperieren der BKK Dachverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), der AOK-Bundesverband sowie der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) bei der Prävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung.

 

 

 

 

Die drei Kernfragen der iga sind:

  • Wie muss Arbeit gestaltet sein, damit die Beschäftigten gesund bleiben?
  • Wie kann Prävention noch wirksamer werden?
  • Und wie bringt man Prävention und Gesundheitsförderung noch besser in die Unternehmen?

FAMAB-Redaktion

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Wir freuen uns auf spannende Berichte, hilfreiche Kommentare, kollegialen Austausch und nicht zuletzt hitzige Debatten.

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