BEST OF EVENTS spiegelt digitale Transformation der Eventbranche “Grow fast or die slow”

Famab-Blog Kachel Social Media

Unbestritten: Gäbe es die BEST OF EVENTS (BOE) nicht schon, man müsste die Messe für Events neu erfinden. Dabei gab es in diesem Jahr tatsächlich eine kleine Innovation – zum ersten Mal richtete der Gastgeber Westfalenhallen Dortmund die Messe als eigene Veranstaltung aus. Über 10.000 Fachbesucher machten sich ein Bild über die digitale Transformation der Branche, die aktuellen Entwicklungen und die Aussteller. Insgesamt war es eine gelungene Premiere für die Westfalenhallen Dortmund, bei der die Digitalisierung der Eventbranche – die sogenannten Hybriden Events – ein Hauptthema war.

Dies zeigte sich nicht nur daran, dass ein großes Spektrum an Software für das Kundenmanagement oder die Organisation von Events angeboten wurde, zum ersten Mal hatte die Messe auch eine Social Wall installiert, die Bilder und Texte von Twitter sowie Instagram darstellte, die unter dem Schlagwort #BOE16 ins Netz gestellt wurden.

 

Messen nutzen Twitterwalls: Hier mit dem Hashtag #BOE16.
Messen nutzen Twitterwalls: Hier mit dem Hashtag #BOE16.

 

Besonders Instagram erfuhr auf der Messe Beachtung, da Bilder eine große Rolle bei der Vermittlung der Atmosphäre und der Vermarktung von Events darstellen. Aktiv genutzt wird dieser Kanal zur Zeit noch von einigen Pionieren, wie z. B. der Party Rent Group, dies wird sich aber im Laufe der nächsten Monate sicherlich ändern, da das derzeit am schnellsten wachsende Netzwerk bereits im letzten Jahr schon 400 Millionen Nutzer meldete, davon allein neun Millionen in Deutschland. Für Marketingteams wird es in Zukunft viele Anstöße, aber auch Herausforderungen geben, denn Local Based Services wie Foursquare, das Einchecken bei Facebook oder Dienste wie PinterestSnapchat und Periscope, gewinnen bei der Verschränkung von On- und Offline-Erfahrungen zunehmend an Bedeutung.

„When the pain pushes, the vision pulls“

Die rasante Geschwindigkeit der Digitalisierung hat zur Folge, dass für immer mehr Unternehmen Social Media Marketing zu einem ‚must go‘ und ‚must have‘ wird. Die bunten Logos der Plattformen und die verlockende Reichweite sind aber nur die Spitze des Eisbergs, unter der Wasseroberfläche wartet viel Arbeit, die entsprechend zeitlicher und personeller Ressourcen bedarf. Gerade während der Initialisierung ist es unentbehrlich, in Erfahrung und Kreativität von externen Dienstleistern und Beratern und deren Netzwerke zu investieren. Die Frage, die sich Unternehmen im Bezug auf Digitale Transformation stellen, lautet also nicht mehr „ob“, sondern „wie“. Und so erwacht eine finanzstarke Eventindustrie unisono mit der BEST OF EVENTS aus dem binären Dornröschenschlaf.

 

Digitale Strategie
Digitale Strategie

„Grow fast or die slow”

Gerade für die Event-Profis sind Social Media ein effektives Marketing Tool, denn Veranstaltungen werden liquider und entfalten mit Hilfe von Hashtags und Followern ihre Strahlkraft unabhängig von Ort und Zeitraum. Es kann vor, während und nach dem Event berichtet werden, Live-Kommunikation wird durch die sozialen Kanäle potenziert, ein engerer Kontakt zu Kunden hergestellt und der Bekanntheitsgrad der Marke gesteigert. Erste positive Erfahrung zu dem Einsatz von sozialen Kanälen gibt es bereits von Vorreitern, wie der Party Rent Group oder De Boer.

Stefanie Fehr, zuständig für Online Marketing bei der Party Rent Group erklärt:

Social Media erreichen Zielgruppen und wirken in viele Richtungen  auch in der Eventbranche. Wir nutzen das Social Web vor allem für unsere Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern, als Inspirationsquelle und Zugang zu Veranstaltungen und Produkten. Dass uns das immer öfter gelingt, zeigen uns auch Kundenanfragen, die sich auf vorgestellte Ausstattungskonzepte beziehen.

Beispiel wie Firmen Instagram nutzen.
Beispiel wie Firmen Instagram nutzen.

„Brand Storytelling”

Gegenwärtig setzen große Unternehmen bevorzugt auf Messen, und die digitale Kommunikation wird als Erweiterung der bekannten PR-Strategien betrachtet, das zeigen die Zahlen einer FAMAB-Studie deutlich. So stiegen die Gesamtausgaben für Kommunikation im letzten Jahr auf 28,4 Milliarden Euro. Dass der Mensch und seine Geschichten in der digitalen Kommunikation im Mittelpunkt stehen sollten, erklärte der beim eubea 2015 mit dem Award-Preis ausgezeichnete Geschäftsführer der Agentur BIND, Piet-Harm Sterk. Er gab bei dem von der De Boer GmbH veranstalteten Round Table einen Einblick in die Planungen und die Erfahrungen, die man bei der Eröffnung des APM-Terminals in Rotterdam gemacht hatte. Dabei war es ihm wichtig, den Focus auf Authentizität und Storytelling, das bedeutet auf die Geschichten der Menschen, die dort arbeiten, zu setzen, anstatt die technischen Vorzüge des Terminals herauszustellen.
Der Vortrag und die anschließende Gesprächsrunde, bei der auch die Geschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund, Sabine Loos, zu Gast war, wurde via Periscope App live ins Internet gestreamt und erreichte so zahlreiche Zuschauer, die sich via Twitter mit Fragen und Antworten am Round Table beteiligten.

Fazit: Es gibt im Bereich Social Media Kommunikation viel Potential, das darauf wartet, ausgeschöpft zu werden. Daher werde ich in den nächsten Beiträgen im Rahmen einer Serie aktuelle Social Media Trends wie Influencer Marketing, Livestreaming, Mobile First, Customer Experience, Blogging und deren spezielle Funktionsweisen thematisieren.

Wer die Messe noch einmal aus der Sicht von Twitterprofis erleben möchte, kann dies über den Onlinedienst „Storify“ gerne tun (Link zum Storify BEST OF EVENTS 2016 https://goo.gl/qZlSsn).

Save the Date: Die nächste BEST OF EVENTS findet übrigens am 17./18.01.2017 statt – definitiv ein Termin, den man jetzt schon in den Kalender eintragen sollte. Ganz gleich, ob in den digitalen oder den analogen.

Christoph Müller-Girod

Christoph Müller-Girod

Digitalberater Social Web Marketing bei cmgmedia.de
Christoph Müller-Girod ist seit zehn Jahren in den Bereichen Social Media Strategien und Digitale Transforma tion als selbstständiger Berater für Kultur- und Wirtschaftsunternehmen tätig. Zu seinen Leistungen zählen Kommunikationskonzepte, Community Aufbau und Vermarktung von KulturInstitutionen und Unternehmen in sozialen Netzwerken. Web: cmgmedia.de
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Christoph Müller-Girod

Christoph Müller-Girod ist seit zehn Jahren in den Bereichen Social Media Strategien und Digitale Transforma tion als selbstständiger Berater für Kultur- und Wirtschaftsunternehmen tätig. Zu seinen Leistungen zählen Kommunikationskonzepte, Community Aufbau und Vermarktung von KulturInstitutionen und Unternehmen in sozialen Netzwerken. Web: cmgmedia.de

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