10 Jahre re:publica: Darum sollte man das Event nicht verpassen! Statements zur #rpten

WOW, im Mai findet die Konferenz re:publica (#rpten) zum zehnten Mal statt. Für alle Newbies: Die re:publica ist DAS Bloggertreffen Europas, das sich vom einstigen „Underground“- und Insidertreffen zum bedeutenden Medienspektakel mauserte. Mittlerweile berichten über das Event auch etablierte Magazine oder „öffentlich rechtliche“ TV-Anstalten. 10 Jahre eine Veranstaltung nicht nur stetig wachsen zu lassen, sondern auch immer wieder neu zu definieren, ist kein Kinderspiel. Wir fragten Kongressbesucher, was ihnen so an der Veranstaltung gefällt und warum sie die re:publica besuchen.

Gründe, warum man die re:publica nicht verpassen sollte:

Eine Fakten zur re:publica 2015 #rp15
Eine Fakten zur re:publica 2015 #rp15

Auf der größten Digitalkonferenz Europas steht neben Know-how und Inspiration, die in vielen interessanten Vorträgen und Workshops angeboten werden, vor allem das Netzwerken im Vordergrund. Es ist in der digitalen Welt der Digitalen eine Face-to-Face Veranstaltung, die Online-Kontakte vertieft und Raum zur Erstellung neuer Idee, Kooperationen und Aktionen bietet.

Ich persönlich gestehe, dass ich bereits in manchen Jahren, in denen ich die re:publica besuchte, kaum eine Session vom Anfang bis zum Ende besuchte. Einerseits gibt es bei der Vielfalt des Angebots (alleine in 2015 gab es in den drei Veranstaltungstagen 500 Stunden Programm) die „Qual der Wahl” und andererseits steht für mich persönlich in erster Linie der direkte Austausch mit Menschen im Vordergrund. Hierbei hilft u.a. auch das inoffizielle Rahmenprogramm der re:publica, welches auch in diesem Jahr wieder von Stefan Everts zusammengestellt wurde. 

Soll ich, soll ich nicht…

Während ich nun an meiner inneren Entscheidungsorakel-Blüte zupfte, ob ich die re:publica nun besuchen soll, fiel mir ein, doch einige Kolleginnen und Kollegen zu fragen, ob und warum sie diese Veranstaltung besuchen:

Helge Thomas
Helge Thomas

Helge Thomas, Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung der pro event live-communication GmbH

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica.

Helge: Die re:public ist eine Konferenz, die im Kontext der digitalen und virtuellen Transformation unserer Welt brandaktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in einem perfekten Mix aus Impulsen, Interaktion und offenem Marktplatz abbildet. Hochkarätige Speaker, wie der Astronaut Alexander Gerst, Netflix-Chef Reed Hastings oder auch Gunter Dueck, wechseln sich ab mit inspirierenden Best Practices von Start-ups oder Special-Interest-Bloggern, wie Malin Elmlid oder Hendrik Haase, in Form von Keynotes, Podiums-Diskussionen oder auch erlebnisorientierten Messe- und Infoständen.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Helge: Letztes Jahr, 2015.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Helge: Die große Themenbandbreite (jenseits von Twitter & Co.) und die hohe Professionalität der Veranstaltung. Ich hätte ein eher „nerdiges“ Niveau erwartet und war begeistert von der inhaltlichen, technischen und organisatorischen Qualität in einer tollen Location (STATION Berlin).

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Helge: Dass ich aufgrund der Parallel-Slots manch interessante Session verpasst habe.

Eindrücke von der re:publica 2015 #Foto by Helge Thomas https://www.flickr.com/photos/helgethomas/16783643814/in/album-72157650104439273/
Eindrücke von der re:publica 2015 #rp15
Foto by Helge Thomas 

 

FAMAB-Gastautorin Doris Schuppe
FAMAB-Gastautorin Doris Schuppe

Doris Schuppe, selbstständige Digital Consultant sowie Coworkation Host von rayaworx auf Mallorca.

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica.

Doris: Wer in Social Media aktiv ist und dort bekannten Akteuren folgt, trifft diese mit hoher Wahrscheinlichkeit live und in Farbe auf der re:publica in Berlin. An 3 Tagen besteht viel Raum und Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, deren Blog wir lesen oder denen wir auf Twitter, Instagram oder Facebook folgen.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Doris: Meine erste re:publica war die #rp10, also 2010. Nicht zu verwechseln mit der aktuellen 10. re:publica, die wahrscheinlich daher den Hashtag #rpTEN nutzt. Damals machte ich mich gerade selbstständig mit DoSchu.Com. Für die Ausgabe 2012 habe ich dann zum ersten Mal einen Themenvorschlag – damals zusammen mit Maren Martschenko (@zehnbar) – eingereicht.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Doris: Die Themenvielfalt und wie viele Menschen ich dort persönlich treffen kann, die ich sonst nur über Social Media sehe und lese.

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Doris: Manchmal denke ich etwas wehmütig an übersichtlichere re:publicas zurück. Ich bewundere die re:publica jedoch dafür, dass sie sich in relativ kurzer Zeit zu so einem großen Format entwickelt hat. Letztes Jahr fand ich schade, dass das wichtige Thema „Finding Europe“ dann doch so wenig in den Vorträgen und Sessions stattfand.

Q: Doris, was wünscht du dir von den kommenden re:publica Events?

Doris: Viele gute „Hofgespräche“ mit lieben Bekannten aus dem Social Media-Universum. Dazu wünsche ich mir, dass mich Aspekte im Programm oder im „Drumherum“ überraschen. Letztes Jahr war da die Krabbelgruppe im Affenfelsen ein prima Highlight, das ich nie erwartet hätte, aber eine richtig coole Idee ist!

 

Magdalena Rogl
Magdalena Rogl

Magdalena (Lena) Rogl, Head of Digital Channels, Microsoft Deutschland

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica für Menschen, die sie noch nicht kennen.

Lena: Die re:publica ist quasi das Klassentreffen des Internets. Alle, die irgendwas mit online machen, gemacht haben oder machen wollen, sind da, lernen sich kennen, hören Vorträgen zu, tauschen sich aus. Das Beste ist: Es laufen immer mehrere Vorträge / Workshops / Meetups parallel – man kann sich also einfach aussuchen, worauf man Lust hast.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Lena: Kinderbedingt glaube ich erst 2012. Aber davor war ich zumindest virtuell auch dabei 😉

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Lena: Dass alles so leger und unaufgeregt ist – und trotzdem perfekt organisiert.

Q: Und was hat dir am meisten missfallen?

Lena: Meistens reicht die Zeit dann doch nicht, um sich mit allen zu treffen. Vor allem die inoffiziellen Abendevents überschneiden sich leider fast immer. Aber es sind eben nur drei Tage…

Q: Was wünscht du dir von den kommenden re:publica Events?

Lena: Ich wünsche mir, dass die re:publica so anders und besonders bleibt, wie sie ist, und am liebsten auf eine Woche verlängert wird.

 

Stefan Primbs Foto by Lisa Hinder
Stefan Primbs
Foto by Lisa Hinder

Stefan Primbs, Journalist (BR), Autor des Buchs „Social Media für Journalisten“, Blogger social-media.biz

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica.

Stefan: Ein Kongress für Internet-Technik, Internet-Politik und Medien, der in wenigen Jahren vom alternativen Geheimtipp zum Top-Event der Branche, d.h. der Macher, nicht der Manager, in Deutschland wurde.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica? Stefan: 2011.

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Stefan: Es ist so zugig, und das Wetter jedes Mal so unstet, dass man fast jedes Mal eine Erkältung hat.

Q: Was wünscht du dir von den kommenden re:publica Events?

Stefan: Wieder mehr hin zum Randständigen, weg vom Medienkongress.

 

Wibke Ladwig
Wibke Ladwig

Wibke Ladwig, Chefin der Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt, ist Social Web Ranger, Ideenkatalysatorin und Wortschatzjägerin.

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica.

Wibke: Auf der re:publica kann man eintauchen in die Auswirkungen, Anwendungen und Visionen der Digitalisierung in nahezu allen Bereichen des Lebens. Aber das Wichtigste ist im Hof: Die Menschen.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Wibke: Recht spät: 2010 war war meine erste re:publica im Internet, 2011 meine erste vor Ort.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Wibke: Das Beeindruckendste und Verrückteste ist, wenn ein paar Tausend Menschen zusammen die Bohemian Rhapsody singen. Und selbst vor tausend Leuten einen Vortrag zu halten. Total irre war mein erster eigener Vortrag 2013 „Decoding a book: Was ist Buch?“ – das war wie ein Rockkonzert. Fantastisch war es dann, 2014 vor tausend Leuten auf der Bühne zu stehen.

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Wibke: Mitunter war es immer mal schwierig, unkompliziert an etwas Vernünftiges zum Essen zu kommen. Und es gibt kein Lammbräu mehr.

Q: Was wünscht du dir von den kommenden re:publica Events?

Wibke: Ich fahre wie immer einfach hin und freue mich auf alles, was mich bereichert, inspiriert oder erhellt. Und ich freue mich auf „meine” Menschen aus diesem Internet.

re:publica – Raum für neue Partnerschaften

Jan Tißler, Foto: Patrick Lux, www.patrick-lux.d
Jan Tißler, Foto: Patrick Lux

Jan Tißler, freier Journalist und Mit-Herausgeber UPLOAD Magazin

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica für Menschen, die sie nicht kennen.

Jan: Eine Konferenz von und für Menschen, die das Internet an sich erst einmal für eine ziemlich bemerkenswerte Sache halten. Eine tolle Möglichkeit, interessante Gespräche zu führen und sich von den Themen und Sessions anregen zu lassen.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Jan: 2008, aber da nur im Vorraum der Kalkscheune für ein Interview. Ich konnte immerhin durch eine offene Tür einen Blick auf die Besucher der re:publica erhaschen. 2009 war ich dann das erste Mal richtig und ganz offiziell da. Damals als Redaktionsleiter Online des t3n Magazins.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Jan: Das „Community-Gefühl“ fand ich immer beflügelnd. Zu sehen, dass andere auch verstehen, warum das Internet eine große Chance ist. Und damit meine ich vor allem die Leute jenseits meiner eigenen Filterblase. Ich verlasse die re:publica immer mit neuen Themen, Sichtweisen und Argumenten in meinem Kopf.

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Jan: Gar nichts. Ehrlich. Wenn mich ein Thema nicht interessiert, mir ein Vortrag nicht gefällt oder irgendetwas anderes nicht so läuft, wie ich mir das erträumen würde, dann geht mein Leben trotzdem weiter. Und wie alle re:publica-Stammgäste wissen: Es gibt immer den Innenhof. Immer.

Q: Ihr seid mit dem UPLOAD Magazin Partner der re:publica – kannst du kurz erklären warum?

Jan: Zum einen wollen wir natürlich das UPLOAD Magazin bekannter machen. Deshalb haben wir es uns dieses Jahr geleistet, Partner zu werden. Ist für uns eine ziemlich große Sache und wir sind schon sehr gespannt. Zum anderen freuen wir uns ganz ehrlich, dass wir damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die re:publica möglich wird. Wir sind einfach selbst seit vielen Jahren Fans des Events.

 

Anett Gläsel-Maslov
Anett Gläsel-Maslov

Anett Glaesel-Maslov, Public Relations and Communications Manager Germany von iAdvize

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica.

Anett: Die re:publica ist für mich vor allem eins: Ein grosses Klassentreffen, bei dem ich all‘ jene Menschen treffe, mit denen ich über das Jahr arbeite, mit denen ich über die sozialen Netzwerke entweder beruflich oder aber auch darüber hinaus privat verbunden bin. Aber sie ist für mich auch die wichtigste Weiterbildungsmaßnahme des Jahres. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, welche genialen Speaker das RP-Team auftreibt und welches Rahmenprogramm drumherum angeboten wird.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Anett: Mein erster Besuch war wahrscheinlich der 2012. Ich war privat dort.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Anett: Ich habe 2014 das erste Mal mit einem Unternehmen und einem eigenen Stand teilgenommen. Wir wollten testen, wie gut es läuft. Und es lief mehr als gut. Wir waren als Start-up vertreten und haben deshalb die Kombi Stand-Vortrag genommen. Auf der Bühne konnte ich das Unternehmen präsentieren und die Besucher neugierig machen. Nach dem Kurzvortrag hatten wir geschlagene drei Stunden eine lange Schlange an unserem Stand. Das hat sehr viel Spaß gemacht und uns gezeigt, dass die re:publica für noch junge und relativ unbekannte Unternehmen genau der richtige Ort ist, sich vorzustellen. Aus der re:publica heraus, haben wir viele sehr interessante Kontakte generiert, die im Nachhinein schöne Projekte möglich gemacht haben.

Q: Was wünscht du dir von dem kommenden re:publica-Event?

Anett: Für die rpTEN wünsche ich mir persönlich, wieder viele interessante Vorträge zu hören, deren Input ich nicht nur für mich selbst, sondern auch beruflich verwenden kann. Da ich mich mit iAdvize in einem ganz spannenden Umfeld bewege – einer Plattform für Conversational Commerce – möchte ich mich gerne mit interessierten Unternehmen treffen und uns vorstellen. Da die re:publica Menschen aus allen Branchen anlockt, ist das eine perfekte Gelegenheit.

Außerdem freue ich mich auf den Montagabend. Wir haben zum ersten Mal Besucher eingeladen, am Abend nach den Sessions mit ihren Teams anzutreten und Spaß bei einem Völkerball-Turnier auf dem Sportplatz hinter der STATION zu haben. Jeder ist herzlich eingeladen, mitzuspielen. (Bitte einfach via Twitter bei @ideentraeger melden.) Da können Social Medianer gegen PRler antreten oder Datenschützer gegen Cyborgs. Ich bin gespannt.

 

Thorsten Ising
Thorsten Ising

Thorsten Ising, Berater, Dozent, Experte für Online- und Social Media und digitale Kommunikation, 1. Vorsitzender Social Media OWL

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica für Menschen, die sie nicht kennen.

Thorsten: Ein komprimierter Campus mit vielen Räumen, Themen und Menschen, die voneinander und miteinander lernen, sich austauschen und netzwerken. Eine Konferenz mit hohem sozialen Austausch.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Thorsten: Das war zur re:publica 2010.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Thorsten: Wahrscheinlich sagen das alle, aber es sind die Gespräche und das Miteinander neben dem inhaltlichen Teil der re:publica. Die Gespräche auf dem Affenfelsen und dem Hof. Hier lerne ich Menschen kennen, knüpfe Kontakte und treffe Freunde wieder.

Da entstehen Ideen, man fängt an, Impulse weiter zu spinnen und das Rad kommt in Schwung - mein @Thorsteninsing Klick um zu Tweeten

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Thorsten: Es gab mal ´ne Zeit, da war das WLAN echt schwach 🙂 Aber in der Tat ist das wirklich nichts, was mich nachhaltig geprägt hat 🙂

Q: Was wünscht du dir von der kommenden re:publica?

Thorsten: Spaß. Ideen. Impulse. Freunde. Neue Kontakte. Seiteneinblicke. Diskussionen. Nähe. Austausch. Kaffee. Bier. Und ´n schickes T-Shirt.

Die re:publica ist wie die Pause auf dem Schulhof. Nur mit mehr Bier.

Mark Heywinkel
Mark Heywinkel

Mark Heywinkel, Redakteur bei ze.tt, Redaktionsleiter bei Vocer.org, dem unabhängigen Debattenforum und Think Tank zur Medienkritik.
Twitter: @markheywinkel

Q: Wann war dein erster besuch der re:publica?

Mark: 2013 hatte ich mich recht frisch als Journalist selbständig gemacht und wollte endlich sehen, wo die coolen Kids ihr Netzwerk aufbauen.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Mark: Das gemeinschaftliche Miteinander im Pausenhof, die vielen spannenden Gespräche und, dass das Abendprogramm meist genauso lange dauert, wie die Veranstaltungen tagsüber. Meist bin ich nach drei Tagen re:publica sehr übersättigt und verfluche sämtliche Buzzwords, Themen und verpassten Schlafstunden. Aber das hält nie lange vor.

Die re:publica ist wie die Pause auf dem Schulhof. Nur mit mehr Bier - meint @merkheywinkel Klick um zu Tweeten

Q: Was wünscht du dir von den kommenden re:publica-Events?

Mark: Wo sich Timelines in Filterbubbles verengen, aus denen man schwer rauskommt, verspreche ich mir von Events und insbesondere der re:publica einen Blick über den Tellerrand und mehr Themen abseits abgetretener Journalismus-Pfade.

Wie wäre es mit einer re:publica in der Provinz?

Lars Hahn
Lars Hahn

Lars Hahn, beruflicher Trendforscher und Geschäftsführer der LVQ Weiterbildung gGmbH, Entdecker von Systematisch Kaffeetrinken.

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica für Menschen, die sie nicht kennen.

Lars: Die re:publica ist mittlerweile DIE jährliche Konferenz in Europa, bei der sich Akteure der Netzgesellschaft treffen, um sich offline mal in die Augen zu schauen und miteinander zu reden und zu diskutieren, nachdem es online bereits längst läuft. Wenn hochdosiertes Netzwerken und Systematisch Kaffeetrinken, dann hier.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica? Lars: 2012.

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Lars: Die re:publica nimmt gesellschaftliche Trends stets vorweg. Besonders krass: Das Motto 2015 „Finding Europe“ und anschließend ging es so richtig los mit der Migration.

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Lars: Wenn etwas missfallen könnte, dann ist das die Unteilbarkeit der Person. Es laufen so viele spannende Dinge parallel auf der re:publica, dass man stets das Gefühl hat, wichtige Sachen zu verpassen.

Q: Was wünscht du dir von den kommenden re:publica-Events?

Lars: Cool wären regionale re:publicas verteilt über die Republik während des Jahres – eine in Köln, eine in Hamburg, eine in München vielleicht?!

 

Florian Endres, Social Media Manager Salesforce DACH
Florian Endres, Social Media Manager Salesforce DACH

Florian Endres, Social Media Manager bei Salesforce DACH.

Q: Beschreibe in zwei Sätzen die re:publica.

Florian: Die re:publica wird oft als Klassenfahrt bezeichnet – aber für mich ist sie vielmehr ein Denkanstoß für die Digitalbranche. Das, was die HANNOVER MESSE oder bauma für ihre Industrien sind, das ist die re:publica für alle Online-Interessierten: Treffpunkt, Marktplatz und Ort zum Austausch.

Q: Wann war dein erster Besuch der re:publica?

Florian: Absolut keine Ahnung, aber noch gar nicht so lange her. 2013?

Q: Was hat dich bei allen Besuchen der re:publica am meisten, nachhaltigsten beeindruckt?

Florian: Die Mischung der Teilnehmer. Es ist eine unglaublich bunte Mischung: Mode-Blogger, Netzaktivisten, Programmierer oder Businesskasper wie mich 🙂 Und alle kommen sie ins Gespräch.

Q: Was hat dir am meisten missfallen?

Florian: Vielleicht die Lage in Berlin. So toll Berlin auch sein kann, aber die Fokussierung auf die Hauptstadt finde ich leicht anstrengend. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass es eine leichte Tendenz zur Filterblase gibt – viele Themen werden von den Teilnehmern kontrovers diskutiert, sind aber in großen Teilen der Gesellschaft noch nicht angekommen.

Q: Was wünscht du dir von den kommenden re:publica-Events?

Florian: Den Spirit raustragen! Wie wäre es mit einer re:publica in der Provinz?

Fazit: Ok, ich komme!

Gut, ihr habe mich mal wieder überzeugt, das Ticket ist in der Tasche, das Bahnticket bestellt, Unterkunft und erste Treffen organisiert und nun werde ich das reichhaltige und interessante Programm studieren.

Wie wäre es denn mit einem FAMAB-Blogger-Treffen auf der re:publica? Ich werfe einfach einmal Mittwoch, den 03.05.2016, um 10 Uhr in den Raum: Treffpunkt ist der Affenberg.

Pia Kleine Wieskamp

Kommunikationsexpertin bei POINT-PR
Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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Pia Kleine Wieskamp

Pia Kleine Wieskamp arbeitet als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling (story-baukasten.de), Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem ist sie als Bloggerin unterwegs.

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